Allgemeine Berichte | 22.01.2019

Traditionelle Kirmes in Hemmessen

Hans-Werner Helmrich wurde Ehrenvorsitzender der Bürgergesellschaft

Pastor Peter Dörrenbächer beim Festgottesdienst im „Hemmesser Dom“.KG

Bad Neuenahr. Alle Jahre wieder, so auch vor Kurzem wurde im Neuenahrer Stadtteil Hemmessen die traditionelle Kirmes gefeiert. Das Fest startete um 10 Uhr mit einem durch Pastor Peter Dörrenbächer gefeierten Festgottesdienst im bis auf den letzten Platz gefüllten „Hemmessener Dom“. Dörrenbächer erläuterte, dass der Hemmesser Dom mit dem heiligen Antonius und dem heiligen Sebastianus zwar zwei Schutzheiligen geweiht sei, aber traditionell die Kirmes am Sebastianustag begangen wird. Die Kapelle bezeichnete er als Aushängeschild dafür, was Menschen denken und glauben, die Traditionen begründet, wobei es wichtig ist, diese weiter zu pflegen als Zeugnis der Religiosität der Menschen hier vor Ort, zugleich ein wichtiges Zeugnis gerade in unserer Zeit der strukturellen Veränderungen im Bistum. Im Grunde stellt diese Umstrukturierung auch ein „zurück zu den Anfängen, zurück zum Wesentlichen“ dar, wobei das Entscheidende ist, dass es nicht Aufgabe der heutigen Kirche ist, als Macht aufzutreten, die das Sagen hat, sondern dass man den einzelnen Menschen im Blick behält und ihn bei seiner Suche unterstützt. Der Festgottesdienst endete nach der Kommunion mit musikalischer Unterstützung der „Rheintaler“.

Nach der kurzen Ansprache des „Neu“-Schultes Friedrich „Fritz“ Moßmann mit anschließender Kranzniederlegung am Domvorplatz startete um 11 Uhr der Umzug durch Hemmessen mit musikalischer Begleitung durch die „Rheintaler“, angeführt durch die Fahne der Bürgergesellschaft und dem „in einem Bollerwagen thronenden Kirmesmann „Nubbel. Im Laufe des Zugwegs wurde an zwei Altärchen Station gemacht. Monika und Norbert Rieck hatten aus Anlass ihrer kirchlichen Heirat dazu eingeladen und der zweite Altar wurde vom „Alt“-Schultes und Ehrenvorsitzenden der Bürgergesellschaft Hans-Werner Helmrich anlässlich seines 70. Geburtstags ausgerichtet. Nach der leckeren Stärkung, auch mit warmen und geistigen, warm machenden Getränken zog „die Gemeinde“ dann weiter zum eigentlichen Festort zu Henni und Wolfgang Stenzel ins Hotel „Zum Ahrtal“, wo bereits eine Menge Gäste auf die am Umzug teilnehmenden Bürger warteten, darunter auch der erste Bürger der Stadt, Bürgermeister Guido Orthen.

Im „Ahrtal“ war volles Haus angesagt und pünktlich um 12 Uhr begann der musikalische Frühschoppen mit den „Rheintalern“. Fritz Moßmann begrüßte eine fast unendlich scheinende Reihe von Ehrengästen, darunter neben dem bereits erwähnten Bürgermeister Orthen auch Friedhelm Münch in Vertretung des Landrats, Heinz-Dieter Brand, Ortsvorsteher von Bad Neuenahr und Mitglied der Bürgergesellschaft, Rudolf Stodden von der Winzergenossenschaft Mayschoß, Erwin Schumacher von der Bürgergemeinschaft Bachem, Michael Geschier, Hutenmeister der Ahrweiler Niederhut noch einige Vertreter aus den Nachbar-„Orts“teilen Wadenheim und Beul, darunter auch die Beuler Bohnenkönigin.

Spende für „Nachbar in Not“

Nach einem, wie von ihm gewohnt, ausgesprochen launigen Grußwort, konnte Friedhelm Münch aus den Händen von Fritz Mooßmann einen Scheck in Höhe von 1.300 Euro in Empfang nehmen. Dies war der Erlös aus der Silvestertombola der Bürgergesellschaft und ging in diesem Jahr an die Kreisverwaltung für deren Hilfsaktion „Nachbar in Not“, bei der alle Spenden ohne einen Cent Abzug an Hilfsbedürftige, die unverschuldet in Not geraten sind und Dritte nicht vorrangig zu Leistungen verpflichtet sind, weitergegeben werden. Einen weiteren Höhepunkt stellte die Übergabe der Ehrenurkunde an den neuen Ehrenvorsitzenden Hans-Werner Helmrich dar.

Bislang hatte die Bürgergesellschaft fünf lebende Ehrenmitglieder, bei etwas mehr als 500 Mitgliedern immerhin knapp 1 Prozent, Helmrich war der fünfte Schultes, jetzt wurde er quasi „befördert“ und ist das sechste lebende Ehrenmitglied. Helmrich wurde 2002 zunächst für zwei Jahre gewählt, hatte das Amt dann aber doch für 16 Jahre inne. Wolfgang Stenzel sprach die Laudatio für ihn und sang, bevor er noch ein Weinpräsent sowie einen Scheck für dessen Abo-Verlängerung im Lantershofener „Kulturlant“ und dazu gehörige Wertmarken für ein Jahr „Verpflegung und Getränke“ im „Kulturlant“ erhielt, ein Loblied auf Werner Helmrich, der sich abschließend bei allen bedankte. Sein besonderes Lob richtete er an Fritz Moßmann für dessen Amtsübernahme. In den Sonntag startete man ab 11 Uhr mit einem Frühschoppen mit Schlachtfest und am Ende des Tages kurz vor 19 Uhr gab es zum Kirmesausklang noch eine „bewegende Trauerfeier“, zelebriert durch „“Pfarrer Stenzel“ mit Unterstützung seiner „Messdiener“, die schließlich mit der Verbrennung des Kirmesmanns „Nubbel“ im Hof des „Hotel zum Ahrtal“ ihren Abschluss fand. Hierbei kam es dem „verschiedenen Kirmesmann“ in seinem letzten Willen darauf an, dass er sein Ende mit dem Gesicht nach Ahrweiler finden möge. So wurde sein Wille in Begleitung einer ansehnlichen Trauergemeinde feierlich umgesetzt.

Friedhelm Münch (li.) konnte einen Scheck in Höhe von 1.300 Euro in Empfang nehmen.

Friedhelm Münch (li.) konnte einen Scheck in Höhe von 1.300 Euro in Empfang nehmen.

Zum Abschluss fand der „Nubbel“ sein verdientes Ende.

Zum Abschluss fand der „Nubbel“ sein verdientes Ende.

„Alt“-Schultes und Ehrenvorsitzender der Bürgergesellschaft Hans-Werner Helmrich hatte anlässlich seines 70. Geburtstags ein Altärchen ausgerichtet.

„Alt“-Schultes und Ehrenvorsitzender der Bürgergesellschaft Hans-Werner Helmrich hatte anlässlich seines 70. Geburtstags ein Altärchen ausgerichtet.

Pastor Peter Dörrenbächer beim Festgottesdienst im „Hemmesser Dom“.Fotos: KG

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