Heimatorden „Alt erpilla“ verliehen
„Hansi“ Freund ist der neue Träger des Heimatordens „Alt erpilla“
Vor der Pause der Prunksitzung hielt Hans Simon die Laudatio auf den engagierte Erpeler
Erpel. Seit 62 Jahren findet auf der Sitzung der Großen Erpeler Karnevalsgesellschaft die Verleihung des 1958 von Heinz Brandenburg gestalteten Heimatordens statt, mit dem die Ortsgemeinde und die Karnevalisten der Alten und Freien Herrlichkeit am Fuße der Ley Persönlichkeiten auszeichnen, die sich mit außergewöhnlichem ehrenamtlichen Engagement um Erpel verdient gemacht haben. „Durch Mehrfachvergaben in einigen Jahren – so zuletzt noch 2017 mit Angela und Ursula Dung, den Organisatorinnen des Blütenkorsos, küren wir heute den 70. Heimatordensträger“, erinnerte am späten Samstagabend kurz vor der Sitzungspause Hans Simon, der jüngst die Nachfolge von Gregor Noll als Sprecher der Ordenskapitels „Alt Erpilla“ angetreten hatte. Am Wahl-Prozedere hatte sich dadurch aber nichts verändert. Das Ordenskapitel war auch in diesem Jahr dem Anspruch der Gründer gerecht geworden, indem es am Mittwoch voriger Woche eine eindeutige Entscheidung getroffen hatten. „Ich habe die Ehren, Euch den Heimatordensträger ‚Alt Erpilla‘ 2020 bekannt zu geben und das ist Herr Hans-Jürgen ‚Hansi‘ Freund“; verkündete Hans Simon unter dem frenetischen Jubel der Narrenschar und bat den Nachfolger von Clarissa Wilde auf die Bühne, auf die zuvor bereits alle an der Prunksitzung teilnehmenden Alt-Erpillaner von Prinzengardistinnen und Stadtsoldaten geführt wurden waren.
„Lieber Hansi Freund, denn unter diesem Namen bist du den meisten in Erpel bekannt, Dein jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement, das Dich bis heute in besonderer Weise auszeichnet, steht für Weinfest und Sport“, erklärte der Laudator. Wenn alljährlich in Erpel das mehrtägige, weit über die Grenzen des Ortes bekannte Weinfest gefeiert würde, würden nur wenige an die Arbeit denken, die hinter dieser Veranstaltung steht. Die habe Hansi Freund als Mitglied des Vorstands, den er lange als Geschäftsführer vertreten hat, hautnah mitbekommen. „ Aber auch im Wagenbauteam bist du eine wichtige und allgegenwärtige Hilfe und als Kommentator des Blütenkorsos ebenso. Gemeinsam im Team der Vereinsfreunde hat Dein Engagement mit dazu beigetragen, dass unser Weinfest auch weiter stattfinden kann“, so der Sprecher des Ordenskapitels, bevor er sich dem sportlichen Schwerpunkt der neue Ordensträgers widmete. Das ist der Tischtennisclub „Grün-Weiß“ Erpel, in dem Hansi Freund nicht nur als Spieler aktiv ist, sondern seit zehn Jahren auch als Vorsitzender. „Alljährlich organisierst Du mit Deinen Mitstreitern die Tischtennis-Ortsmeisterschaften und die vom Tischtennisverband ausgeschriebenen mini-Meisterschaften der Jugend“, hob Hans Simon hervor.
Über Weinfest und Sport hinaus war der jüngste Alt-Erpillaner zudem viele Jahre Vorsitzender des Vereins der Freunde und Förderer der Sankt Johannes Grundschule und hat sich so für das Wohl der Erpeler Grundschüler eingesetzt. „Bei karnevalistischen Hohen Gericht übernimmst du die Rolle des Anklägers oder des Verteidigers, was wohl auf das Gleiche hinausläuft, und als Wahlhelfer engagierst Du Dich für die reibungslose Durchführung öffentlicher Wahlen in unserer Gemeinde“; so Hans Simon, der auch nicht vergaß, Hansi Freunds generell große Hilfsbereitschaft hervorzuheben, etwa durch seine Mithilfe beim Adventskonzert der Null-Uhr-Kapell oder beim Adventssingen.
„Wir danken Dir für Deine vielfältigen ehrenamtlichen Leistungen, mit denen Du Dich in besonderer Weise um Erpel verdienst gemacht hast. Ich freue mich sehr und es mit eine Ehre, Dir als Zeichen des Dankes und der Anerkennung im Auftrag des Ordenskapitels, der GEK und der Ortsgemeinde den Heimatorden und die Ehrenurkunde überreichen zu dürfen“, so der Kapitelsprecher zu seinem neuen Kollegen, der mit dieser Auszeichnung auch in den illustren Kreis der GEK-Ehrensenatoren aufgenommen worden war. „Mit dieser Ordensverleihung habt Ihr mich wirklich überrascht“, gestand Hansi Freund ein, dem die Laudatio Gelegenheit gegeben hatte, sich zu fassen und seine anfängliche Sprachlosigkeit zu überwinden. Er habe gar nicht gewusst, dass er so viel gemacht habe, wunderte sich der neue Ordensträger. „Ermöglicht hat mir das vor allem die Unterstützung seitens seiner Familie“, erklärte er, bevor er von deinen gratulierenden Kapitel-Kollegen umringt wurde.
DL
