Allgemeine Berichte | 11.11.2022

Die ukrainische Husky-Dame hat in Obermendig ein neues Zuhause gefunden

Happy End für schwerbehinderte Hündin „Madame“ in Deutschland

Die ukrainische Husky-Dame „Madame“ wurde bei der Familie Müller-Günther in Obermendig adoptiert.  Foto: privat

Mendig.Letzten Sommer wurde die schwerbehinderte, aber liebenswerte Hündin „Madame“, als zweiter Familienhund von der Mendiger Familie Müller-Günther zur Terrier-/Dalamatiner-/Mixhündin Erica adoptiert. Sie ist drei Jahre alt und wurde in der der Nähe von Tschernobyl geboren. Durch die dort noch anhaltende Strahlung hat die Hündin krumme Beinchen. Aber das ist nicht schlimm; denn ihre Familie hat ihr einen Hundejogger gekauft, so dass sie Morgens mit ihrem Frauchen oder Herrchen und der Erica ganz bequem Gassi gehen kann.

Wenn sie müde ist, springt sie einfach in den Hundebuggy hinein und wenn sie Mäusefangen will, springt sie einfach aus dem Buggy heraus. Das geht gut, denn das Frauchen hat darauf geachtet, dass der Hunde-Buggy behindertengerecht eine tiefe Liegefläche hat. Man kann die Hündin im Obermendig beim Gassigehen immer laut jaulen hören, weil sie sehr kontaktfreudig ist und zu jedem Menschen sagen möchte, wie froh sie ist, dass sie leben darf. Madame wird sehr gerne gestreichelt und gekrault. Ihre Behinderung ist zwar sehr schlimm, aber sie ist dennoch fröhlich, weil sie hier in Obermendig in Sicherheit ist und eine liebevolle Familie gefunden hat.

In der Ukraine wurde die Hündin aus einem fahrenden Auto geworfen und kam dann durch die dortigen Schutzengel in den Tierschutz. Im Kiew wurden viele MRT-Aufnahmen von ihren Knochen gemacht und die Damen vom Tierschutz stellten sie einem Hundespezialisten vor. Dieser meinte, die Gelenkdeformitäten der Hündin wären so schlimm, dass könne nicht operiert werden. So kam Madame dann über den Tierschutz letzten August nach Deutschland. Wenn sie jetzt noch in der Ukraine wäre, wäre sie sicherlich schon tot. Das Ehepaar Müller hat erfahren, dass die Haustiere in der Ukraine wohl nicht in die Bunker dürfen. So verhungern oft die Hofhunde, weil sie an Leinen gehalten werden. Die flüchtenden Menschen vergessen dort oft in ihrer Not auf der Flucht die Hofhunde abzuleinen und so sterben sie, weil sie entweder verhungern oder von den russischen Bomben getroffen werden. Aber in der Ukraine gibt es auch Tierschützer, welche die verlassenen Hofhunde von den Leinen befreien, so dass auch sie flüchten oder sich Nahrung suchen können. Die Hündin Madame versteht sich gut mit der Ersthündin Erica, wobei Erica ganz klar als Alphatier die Chefhündin ist. Die Huskydame ist nicht so zickig wie die Ersthündin, sondern scheint einfach nur dankbar zu sein, dass sie nicht mehr in der Ukraine leben muss. Erica frisst Madame gerne das Futter weg, weil sie nicht genug bekommen kann. Aber das scheint Madame nichts auszumachen. So bleibt die Hündin schön schlank. Das ist für die behinderten Gelenke von Madame sehr nützlich.

Fazit: Alles Leben, auch das Schwache und zerbrechliche Leben ist lebens- und liebenswert und hat ganz viel Liebe zu verschenken.

Die ukrainische Husky-Dame „Madame“ wurde bei der Familie Müller-Günther in Obermendig adoptiert. Foto: privat

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