Altes Brauchtum wird gepflegt
Hausener lassen die alte Tradition des „Dotzens“ wieder aufleben
Hausen. Mit großem Eifer und jeder Menge Spaß haben viele Kinder und Eltern unter Mithilfe der ortsansässigen Vereine für das St. Martinsfeuer in Hausen an drei Samstagen „Holz geschleift“. Mittags stärkten sich alle gemeinsam bei einem Imbiss, den die Ortsgemeinde spendierte. Früher war es Tradition, dass die Kinder des Dorfes bereits nach der Kirmes anfingen, im Wald das sogenannte: „Holz schleifen“ zu veranstalten.
Dabei wurden trockene Bäume und Reisig aus dem Wald an den Feuerplatz gezogen. Mittlerweile wird das trockene Holz an den Wegesrand gezogen und von weiteren ehrenamtlichen Helfern mit Schleppern zur Feuerstelle gebracht. Dort wird es nach alter Tradition aufgesetzt und streng darauf geachtet, dass der Feueraufbau so vorgenommen wird, dass es an St. Martin ohne Brandbeschleuniger, sondern nur mit einem Strohballen angezündet wird.
Einige Tage vor oder nach St. Martin gehen die Kinder dann „Dotzen“.
Das „Dotzlied“
Sie sammeln Süßes und Kleingeld für ihre Mühen und singen dabei das „Dotzlied“: Märdesowend, Märdesowend, machen die Wäiwer ihr Wöscht, wer noch Wäin im Kelle hätt, der tringt den vor demm Dörsche, Rüh, Strüh, ahle Mahn, ahle schwatze Kollekorf, jome durch et janze Dorf, lot us nit su lang he stoan, mer han noch wäit erümm zu jon.
In diesem Jahr findet das „Dotzen“ am 9. Und 16. November statt.
Ortsbürgermeisterin Carmen Boden bittet darum, die Kinder freundlich zu empfangen und mitzuhelfen, diese alte Tradition wieder aufleben zu lassen, denn sie gehöre „zu uns und unserer Heimat!“
In diesem Jahr ziehen die Kinder wieder durch den Ort und singen das „Dotzlied“
