Allgemeine Berichte | 26.01.2026, 11:16 Uhr

Die Initiatorin der Gruppe „Bürgerhilfe Grafschaft – wachsame Nachbarn“ leistet Präventionsarbeit - und hilft somit der Polizei erheblich

HeimatHelden: Elke Wolber aus der Grafschaft bringt die Zivilcourage zurück

Dank Elke Wolber haben zwielichtige Elemente in der Grafschaft das Nachsehen - das findet auch die Polizei klasse.  Foto: privat
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Grafschaft-Esch. Elke Wolber aus der Grafschaft ist eine Frau, die mit ihrem außergewöhnlichen Engagement zeigt, was Verantwortungsbewusstsein und Heimatverbundenheit wirklich bedeuten. Heute stellen wir Frau Wolber in unserer Serie „Heimathelden“ vor.

Elke Wolber lebt in Grafschaft-Esch, ist verheiratet und Mutter zweier erwachsener Kinder. Beruflich arbeitet sie bei einer KfZ-Schilderstelle. In ihrer Freizeit engagiert sie sich leidenschaftlich für die „Bürgerhilfe Grafschaft – wachsame Nachbarn“.

Seit Januar 2014 setzt sich Elke Wolber aktiv für die Sicherheit der Bevölkerung ein, insbesondere in der Gemeinde Grafschaft. Ein zentraler Bestandteil ihres Engagements ist eine groß angelegte WhatsApp-Vernetzung der Bürgerhilfe, über die Präventionsarbeit geleistet wird. Ziel ist es, Bürgerinnen und Bürger zu sensibilisieren und zu ermutigen, verdächtige Beobachtungen zeitnah der zuständigen Polizei in Ahrweiler zu melden, um Schaden von der Bevölkerung abzuwenden. Ergänzend informiert sie regelmäßig über aktuelle Betrugsmaschen und gibt konkrete Tipps, wie man vermeiden kann, Opfer solcher Straftaten zu werden.

Auch Auffälligkeiten wie vermeintliche Schrotthändler oder bettelnde Personen mit betrügerischen Absichten werden über das Netzwerk gemeldet. Die Polizei wird dabei fortlaufend über Aufenthaltsorte von verdächtigen Fahrzeugen oder Personen informiert, sodass unnötige Suchaktionen vermieden werden können, wenn sich diese bereits in einem anderen Ort befinden.

Vertrauensvolle Zusammenarbeit

Auslöser für dieses Engagement waren die damals stark zunehmenden Einbrüche in der Grafschaft, begünstigt durch die Nähe zur Autobahn. Elke Wolber nahm Kontakt zur Polizei Ahrweiler auf und stellte ihre Idee zur Vorbeugung von Einbrüchen und Betrugsdelikten vor. Daraus entwickelte sich eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit, durch die mehrere Straftaten aufgeklärt, Täter gefasst oder Delikte sogar verhindert werden konnten.

Der Weg dorthin war jedoch nicht einfach. Viele Bürger hatten zunächst eine große Hemmschwelle, die Polizei zu kontaktieren – eine Sorge, die sich im Nachhinein als unbegründet herausstellte. Auf Einladung zahlreicher Ortsvorsteher stellte Elke Wolber das Projekt bei rund 25 Informationsveranstaltungen vor. Dabei wurde vermittelt, worauf im Alltag zu achten ist, um nicht Opfer einer Straftat zu werden. Unterstützt wurden diese Veranstaltungen regelmäßig durch Vertreter der Polizei, die unter anderem mithilfe von Präsentationen über Schutzmaßnahmen informierten und die Fragen der interessierten Bürger fachkundig beantworteten.

Auch die Polizei ist dankbar

Darüber hinaus wurde Elke Wolber zu Fernsehsendungen wie Maybrit Illner und dem Nachtcafé eingeladen. In Verbindung mit weiteren Presseberichten erlangte das Projekt überregionale Aufmerksamkeit, und die Einbruchszahlen in der Grafschaft gingen deutlich zurück. Auch wenn diese präventive Arbeit nicht unmittelbar messbar ist, bestätigte die Polizei wiederholt die hohe Trefferquote der Meldungen und ermutigte dazu, das Engagement fortzuführen.

Im Laufe der Jahre wuchs bei Elke Wolber auch das Interesse an der Polizeiarbeit selbst. Sie konnte umfangreiches Hintergrundwissen erwerben und Einblicke gewinnen, die sie bis heute als spannend, aber auch als besorgniserregend empfindet. Insbesondere angesichts der zunehmenden Gewalt gegenüber Einsatzkräften. Dennoch bleibt sie mit großem persönlichen Einsatz dabei, Straftaten zum Nachteil der Bürgerinnen und Bürger zu verhindern. Dieses Engagement ist für sie eine echte Herzensangelegenheit, nicht zuletzt aufgrund der vielen dankbaren Rückmeldungen aus der Bevölkerung.

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Dank Elke Wolber haben zwielichtige Elemente in der Grafschaft das Nachsehen - das findet auch die Polizei klasse. Foto: privat

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