Arbeitskreis Fluthilfe Heimersheim,
Heimersheimer Bürger wollen den Wiederaufbau mitgestalten
Heimersheim. Die öffentliche Ortsbeiratsitzung vom 9. Juni 2022 in der Landskroner Festhalle war ein voller Erfolg. Über 120 Einwohner von Heimersheim, Ehlingen und Green waren der Möglichkeit gefolgt, sich hautnah zu informieren und sich in den gestalterischen Wiederaufbau einzubringen. Ortsbeirat und Arbeitskreis Fluthilfe waren gleichermaßen überrascht von der großen Resonanz und mussten schnell noch etliche Stühle aufstellen. Zunächst ging es an die Tagesordnungspunkte, wobei der immer noch nicht aktivierte und darum stinkende Mühlenteich das größte Ärgernis für die direkten Anwohner darstellt. Der Ortsbeirat stellte klar, dass von offizieller Seite alle Vorbereitungen getroffen wurden und es inzwischen nur noch an einem Privatnutzer mit Schlüsselgewalt liegt. „Die Stadt hat ihre Hausaufgaben zu dem Thema gemacht“ stellte der stellvertretende Ortsvorsteher Udo Heimermann klar, den Rest müsse man leider abwarten. Zum Ende des offiziellen Teiles der Ortsbeiratsitzung wurde dann ein Konzept erläutert, wie man sich vorstellt, den Aufbau und die Zukunft von Heimersheim und Ehlingen selbst mit in die Hand zu nehmen. Es sollten Arbeitsgruppen zu vier verschiedenen Hauptthemen gebildet werden, in denen sich die Bürger austauschen können und ihre Visionen in durchführbare Konzepte einbringen. Jede Gruppe wird koordiniert von je einem Mitglied aus Ortsbeirat und Arbeitskreis Fluthilfe Heimersheim. Von der Möglichkeit, sich in Interessen-Listen einzutragen, machten über 80 Personen Gebrauch, auch weitere Beteiligungsangebote werden noch berücksichtigt. Die Themenbereiche sind: 1. B266 und Bahnhof, 2. Straßen, Wege, Plätze, 3. Hochwasserschutz und 4. Gebäude, Generationen, Sport. Inzwischen haben sich schon die ersten Arbeitsgruppen getroffen und mit dem Meinungsaustausch begonnen. Es liegen auch bereits die ersten Grundgerüste an Planungen vor, die nun schnellstmöglich abgerundet werden sollen. Dass der Zeitfaktor sehr wichtig ist, ist allen Akteuren klar. Es ist nicht zielführend, sich nachträglich gegen externe Drittplanungen zu wehren, sondern vielmehr wichtig, mit sinnvollen, ortsbezogenen Konzepten rechtzeitig zu überzeugen. Auch wenn für die inzwischen erfolgten, öffentlichen Planungen bereits Kosten entstanden sind, ist man sich darüber einig, dass es noch früh genug ist, den optimalsten Weg zu beschreiten. Natürlich waren die Verwaltungen planungstechnisch schon aktiv und wäre das nicht so, hätte man es ihnen zum Vorwurf gemacht. Doch nun besteht die seltene Gelegenheit, die Interessen von Einwohnern und Verwaltung unter einen Hut zu bringen. Die Bürger von Heimersheim, Ehlingen und Green sind bereit, sich diesen Aufgaben zu stellen, gemäß ihrem Slogan: „Das Hier und Heute entscheidet über die Zukunft unserer Kinder und Enkel“.
