Männergesangsverein Germania Neuwied
Herrentour führte nach Niederbayern
Neuwied. Kürzlich begaben sich knapp 50 Vereinsmitglieder auf große Fahrt ins Inntal. Anlässlich des 140-jährigen Vereinsjubiläums hatte der Chor entschieden, diesmal ein weiter entfernter Ziel anzusteuern und zu diesem Zweck die Fahrt auf vier Tage auszudehnen. Die lange Anreise machte einen Zwischenstopp erforderlich, um eine mittägliche Stärkung einzunehmen. Hierzu wurde das historische Gasthaus „Zum Rockenbrunn“ angesteuert, wo der Chor die erste Gelegenheit nutzte, um das bayerische Bier zu verkosten. Die gute Akustik der dortigen Arkaden war bestens geeignet, um ein paar Lieder anzustimmen. Nach dem späteren gemeinsamen Abendessen begaben sich die meisten Sänger zu einem Eventgelände mit Biergarten und diversen Tanzflächen, auf denen alle wünschenswerten Musikrichtungen zu hören waren. Zu vorgerückter Stunde kehrten die Sänger dann ins Hotel zurück. Am nächsten Morgen fuhr der Chor über die Grenze nach Österreich, um schöne Stunden auf einem „schwimmenden Biergarten“ zu verbringen. Hier wechselten sich die Sänger sowie der schiffseigene Akkordeonspieler ab, um musikalisch für gute Laune zu sorgen. Das Mittagessen wurde im Gasthaus „Zur Bums’n“ eingenommen, welches seinen Namen vom Aufprallgeräusch der Bierfässer erhalten hat. Im dortigen Biergarten verbrachte der Chor seine „Germaniastunden“, bei denen Chor und Solisten diverse Liedvorträge zu Gehör brachten. Hier stieß auch noch ein Nachzügler zum Chor, der tatsächlich eigens aus Afghanistan eingeflogen war, um die Zeit mit seinen Sangesbrüdern zu verbringen. Samstags ging die Fahrt nach Passau. Im dortigen Stephansdom befindet sich die größte Dom-Orgel der Welt mit knapp 18.000 Pfeifen. Die Sänger ließen sich die Chance nicht entgehen, an dem halbstündigen Konzert teilzunehmen und die einmalige Klangvielfalt dieser Orgel zu genießen. Nachmittags unternahm der Chor eine Dreiländerfahrt auf dem sogenannten Kristallschiff, welches über und über mit Swarovski-Kristallen besetzt ist. Am Sonntag führte die Heimreise über Würzburg. Auch beim dortigen gemeinsamen Mittagessen wurde selbstverständlich gesungen. Hier teilte sich der Chor den Speisesaal mit einer japanischen Familie, die womöglich noch nie erlebt hatte, dass Sänger ganz spontan ihre Stimme hören ließen. Die begeisterten Blicke zeigten, dass der Chor „den guten Ton“ getroffen hatte. Die Behauptung, der Chor würde wegen der länderübergreifenden Erlebnisse demnächst in „Germania international“ umbenannt, muss allerdings in den Bereich der Legenden verwiesen werden. Gegen 19 Uhr erreichten die Sänger wieder die Heimat.
Pressemitteilung des
MGV Germania Neuwied
