Allgemeine Berichte | 27.07.2021

Hilfszentrum in der Palottikirche

Hilfe aus ganz Deutschland

Rheinbach.Seit 18. Juli ist die Pallottikirche in Rheinbach zu einem Hilfszentrum umgebaut, um die Bevölkerung mit allem Notwendigen zu unterstützen. Die Idee für dieses Zentrum entstand nur 12 Stunden zuvor bei einem Treffen der Initiatoren Markus Pütz, Dorothee Götte, Adi Becker und Dr. Timo Wilhelm-Buchstab mit Dr. Norbert Röttgen, MdB und Alt-Bürgermeister Stefan Raetz. Aufgrund der massiven Zerstörungen von Rheinbach und vieler umliegender Ortschaften durch das Unwetter, war neben der Notversorgung und Unterbringung von Menschen aus den evakuierten Ortsteilen in der Stadthalle und im Jugendzentrum eine Koordination und Verteilung der ankommenden Hilfsgüter und Spenden notwendig. Bis zu diesem Zeitpunkt war auch vollkommen unklar, welche Hilfestellung in den betroffenen Gebieten benötigt wird. Durch die Bereitstellung der Palottikirche durch den neuen Eigentümer, die SAGIR GmbH, konnte unbürokratisch die notwendige Fläche für das Hilfszentrum zur Verfügung gestellt werden. Im Schulterschluss mit der Verwaltung, den Ratsparteien und dem Krisenstab erfolgte ein öffentlicher Aufruf zur Hilfe über die sozialen Medien und die lokalen Radiosender, der mehr als 100 freiwillige Helfer*innen folgten. Während ein Teil in der Palottikirche die Sortierarbeit aufnahmen, schwärmten mehrere Gruppen aus und fragten an den Häusern, welche Hilfe benötigt wird. Durch diese wichtigen Informationen konnten die Notdienste, Feuerwehr, Militär gezielt eingesetzt werden und vielerorts Hilfestellung leisten.

„Es ist überwältigend, wie viel Hilfsgüter bei uns eingetroffen sind. Wir haben neben Kleidung, Lebensmittel, Wasser, Babynahrung und sämtlichen Hygieneartikel auch Werkzeuge, Batterien, Taschenlampen etc.. Selbst Stromerzeuger, Trockensauger und Powerbanks liegen bei uns bereit. Innerhalb von nur wenigen Stunden konnten unsere Helfer ein funktionierendes Hilfszentrum errichten und unserer Bevölkerung aktiv helfen“, berichtet Dorothee Götte begeistert. Aus der ganzen Republik trafen in den vergangenen Tagen Hilfsgüter ein, die in dem Zentrum zentral koordiniert werden. Auch die Vernetzung mit anderen Hilfszentren in Swisttal/Heimerzheim, Altenahr und Bad Neuenahr-Ahrweiler wird intensiviert, so dass Waren nach Bedarf schnell verteilt werden können. „Die Zusammenarbeit mit der Bundeswehr und den Hilfsdiensten funktioniert sehr gut und so war es möglich, in Oberdrees einen zweiten Standort einzurichten, der durch uns mitversorgt wird.“, erklärt Adi Becker. Martina Zavelberg-Pütz, Alfred Eich und Hendrik Tenorth hatten die Einrichtung des Stützpunktes und die Organisation und Koordination der Helfer*innen in Oberdrees übernommen. „Wir wissen nicht, wie lange wir die Notversorgung aufrechterhalten müssen. Wichtig ist, dass die Bevölkerung weiß, dass wir in der Pallottikirche als Ansprechpartner und Hilfeleister bestehen bleiben. Die Lager sind voll und alle Rheinbacher*innen, die Hilfe benötigen, können sich an uns wenden und werden mit Hilfsgütern in jeglicher Form unterstützt. Auch aktive Hilfeleistungen (Waschservice, Duschmöglichkeiten, Tierversorgung etc.) durch Vereine und Organisationen, die Hilfe angeboten haben, werden hier vermittelt.“, so Dr. Timo Wilhelm-Buchstab.

Keine weiteren Kleiderspenden mehr

Aufgrund der hohen Spendenbereitschaft, bitten wir derzeit auf weitere Kleiderspenden zu verzichten, weil hierdurch die eh schon knappen Platz-Ressourcen aufgebraucht werden. Zur Aufrechterhaltung des Betriebes der beiden Hilfszentren werden jedoch noch Helfer*innen benötigt. Interessierte können sich direkt in den Zentren melden und sich dort in Listen eintragen. „Wir danken allen, die uns unterstützten. Dieser Zusammenhalt in der Bevölkerung zeichnet uns Rheinbacher aus und ich bin stolz auf die tolle Arbeit die hier vor Ort von den Hilfsdiensten, der Feuerwehr, der Bundeswehr und den vielen freiwilligen Helfer*innen aus Nah und Fern geleistet wird.“, dankt der langjährige Bürgermeister von Rheinbach Stefan Raetz, der maßgeblich im Krisenstab mitarbeitet und die Initiative mit aller Kraft vorantreibt.

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