Verbandsgemeinde Dierdorf
Hilfe bei Gewalt gegen Frauen
Dierdorf. Ganz gleich, ob die Muttersprache Deutsch, Türkisch, Albanisch oder Chinesisch ist, Frauen allen Alters, Nationalität oder sozialer Zugehörigkeit werden auch in Deutschland Opfer von häuslicher Gewalt. Mit dem Informationsplakat des Bundesministeriums wollen Bürgermeister Horst Rasbach und Gleichstellungsbeauftragte Andrea Frorath dazu beitragen, die Nummer des Hilfetelefons bekannter zu machen. „Trotz Corona müssen viele Menschen das Verwaltungsgebäude aufsuchen, es bietet sich an, hier mit dem Plakat für die Notrufnummer zu werden“, unterstützt der Bürgermeister die Forderung der Gleichstellungsbeauftragten nach mehr Aufklärung zum Thema Gewalt gegen Frauen. „Die verhängten Maßnahmen zur Kontaktreduzierung stressen die Familien. Neben finanziellen Nöten treffen genervte Kinder und Eltern aufeinander. Das ist eine große Belastung, die nicht alle aushalten, Gewalt ist da oft das Ventil.“ Das Plakat verweist in 17 Sprachen an das Hilfetelefon, das anonym, kostenfrei und mehrsprachig 24 Stunden angerufen werden kann. „Es ist ein gewaltiger Unterschied, ob ich in einer Fremdsprache Nahrungsmittel kaufe, über ein technisches Problem rede oder über Schläge oder gar Vergewaltigung in der eigenen Familie. Da ist das Hilfetelefon für viele Opfer der einzige Ausweg, zumal durch Corona derzeit auch der Weg zu den Beratungsstellen erschwert ist“, betont Andrea Frorath.
„Indem wir in unserem Verwaltungsgebäude das Plakat prominent aufhängen, setzen wir auch ein Zeichen gegen Gewalt und tragen vielleicht einen kleinen Baustein zur Umsetzung der Istanbul-Konvention, die ein starkes Zeichen gegen Gewalt gegen Frauen darstellt, auf kommunaler Ebene bei.“
Das Hilfetelefon gegen Gewalt gegen Frauen ist wie folgt zu erreichen: 0 8000 116 016
Pressemitteilung
Verbandsgemeinde Dierdorf
