Kölner Kultband verzauberte die Konzertbesucher in der Laacher See-Halle
Himmlische Lieder op kölsch
Mendig. Zu einer der schönsten Adventsveranstaltungen des Rheinlandes zählt das Kölsche Weihnachtskonzert mit den sechs Musikern der Kultband Paveier und deren immer wieder wechselnden Gästen.
Nachdem sie ihre Fans schon drei Mal mit ihren Auftritten in Thür und Mendig begeistert hatten, verzauberten sie nun erneut ein restlos begeistertes Publikum in der voll besetzten Mendiger Laacher See-Halle.
Seit vielen Jahren bringt das perfekt aufeinander eingespielte Ensemble: Klaus Lückerath, Hans Ludwig (Bubi) Brühl, Johannes Gokus, Markus Steinseifer, Detlef Vorholt und Frontmann Sven Welter die CD-Reihe „Kölsche Weihnacht“ heraus, die im Foyer der Halle ebenso gefragt war wie zahlreiche Fanartikel.
Show voller Spaß an der Freud
Bereits nach wenigen Minuten eroberten sie mit ihrer unverfälschten Art die Herzen ihres Publikums mit einer Show voller Leidenschaft und „Spaß an der Freud“. Getreu ihrem Konzert-Motto „Paveier & Gäste“ waren auch in diesem Jahr wieder hochkarätige Kölsche Interpreten mit von der Partie und verwöhnten ihre Fans mit einer spektakulären Kölschen Weihnacht, wie sie schöner und herzlicher nicht hätte sein können. Angefangen von dem einmaligen kölschen Original J.P. Weber mit seiner Mandoline („Flitsch“), bei dem es sich um ein Geschenk von Hans Süper handelt, über die herausragende Sopranistin Constanze Störk, die für ihre hinreißende Interpretation von Schuberts Ave Maria mit nicht enden wollendem Applaus bedacht wurde bis hin zu Sitzungspräsident Volker Weininger, den Shooting-Stars der kölschen Szene: „Planschemalöör“, dem Streichquartett „Himmel un Ääd“ und nicht zuletzt dem Kinderchor der Kölner Katholischen Hauptschule Großer Griechenmarkt („En d´r Kayjass Nummer Null“) unter der Leitung von Karl Becker.
„Heilig Abend auf dem Dom“
Selbstverständlich zählte zu dem Programm auch der zwerchfellerschütternde Paveier-Klassiker „Heilig Abend auf dem Dom“, den Bubi Brühl, Sven Welter, Detlef Vorholt und Klaus Lückerath mit einer umwerfenden Komik inszenierten. Während sie sich bei ihren Auftritten im vergangenen Jahr als Akkordeon spielende „Kölner Dombläser“ präsentierten, „wagten“ sie sich diesmal als Streichquartett auf die Bühne, wobei die eine oder andere weihnachtliche Melodie durchaus wiederzuerkennen war.
Das Geheimnis der erfolgreichen Paveier-Weihnachts-Show ist offensichtlich die Mischung der höchst unterschiedlichen Darbietungen. So folgten auf „Nit alle Engel han Flüjel“, „“D´r Winter es jekumme“ und „Dä ahle Mann“ (Paveier) zwei herrliche Beiträge des Kinderchores „KHS Großer Griechenmarkt“. Mit ihrem ebenso herzerfrischenden wie nachdenklich stimmenden Debüt („Heimat“ und „Fähnche em Wind“) eroberten die Jungs von „Planschemalöör“ die Herzen des Mendiger Publikums im Sturm. Sehr emotional wurde es, als die Paveier das bekannte „Halleluja“ von Leonard Cohen in ihrer Kölschen Version anstimmten. Auch sie brauchten ihre Fans nicht lange zu bitten und schon erklang ein ebenso gefühlvolles wie lautstarkes gemeinsam intoniertes Halleluja durch die Laacher See-Halle.
Den ebenso deftigen wie herzlichen Kölner Mutterwitz von J.P. Weber, der sich jedoch auch auf die leisen weihnachtlichen Töne hervorragend verstand, konnte nur noch einer toppen: Volker Weininger, der sich bereits seit 2012 nicht nur im Kölner Karneval als trinkfester Sitzungspräsident einen hervorragenden Namen gemacht hat. Last but not least gilt auch dem Streichquartett „Himmel un Ääd“, das zahlreiche musikalische Darbietungen einfühlsam begleitete, ein großes Kompliment. Zum Abschluss ihres ersten Weihnachtskonzerts in diesem Jahr (das zweite folgte bereits um 19.30 Uhr in der Laacher See-Halle) stimmten die sechs höchst talentierten Jungs aus dem Rheinland gemeinsam mit dem textsicheren Publikum traditionelle Weihnachtslieder an.
Dem Super-Organisationstalent Jürgen Mittler (Mitch) ist es bereits zum vierten Mal gelungen, ein tolles Weihnachtskonzert mit seinen Kölner Freunden in der VG-Mendig zu präsentieren.
FRE
Ihren zwerchfellerschütternden Paveier-Klassiker „Heilig Abend auf dem Dom“ inszenierten Bubi Brühl, Sven Welter, Detlef Vorholt und Klaus Lückerath diesmal als „ahnungsloses“ Streichquartett.
Für ihr ebenso herzerfrischendes wie nachdenklich stimmendes Debüt wurden die sympathischen jungen Musiker von „Planschemalöör“ mit nicht enden wollendem Applaus belohnt.
Bereits seit 2012 rockt Volker Weininger als trinkfester Sitzungspräsident die rheinischen Karnevalsbühnen.
Bei seinem liebenswürdigen musikalischen Soloauftritt „Ich froch mich“ sinnierte Klaus Lückerath über sein „Leben im Himmel“.
