Ida Müller vom Peter-Joerres-Gymnasium Bad Neuenahr-Ahrweiler siegt im Kreisentscheid
Hohes Niveau beim Vorlesewettbewerb
Bad Neuenahr. Mucksmäuschenstill war es in der Stadtbibliothek Bad Neuenahr-Ahrweiler, wo sich die Teilnehmer im Vorlesewettbewerb des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten. Den Kreisentscheid gewann Ida Müller vom Peter-Joerres-Gymnasium in Bad Neuenahr-Ahrweiler.
Spielte in früheren Jahren Anna Hinson zum Einstieg auf der Harfe, so war es diesmal der zwölfjährige Mengis Wolter, Schüler am Gymnasium Calvarienberg, der mit zwei Stücken auf der Violine erfreute.
Seit Jahren organisieren der Kreis Ahrweiler und die Stadtbibliothek Bad Neuenahr-Ahrweiler gemeinsam den Kreisentscheid der traditionsreichen Veranstaltung. Bundesweit nehmen am diesjährigen 67. Wettbewerb 7000 Schüler und Schülerinnen teil und 650 an den Regionalwettbewerben, wie Jürgen Kempenich vom Kreis erklärte. Mit ihm begrüßte die stellvertretende Bibliotheksleiterin Selina Ansorg die Kandidaten. Sie alle hatten sich bereits als Sieger der 6. Jahrgangsstufen an ihrer Schule bewährt.
Spannend bis witzig
In der ersten Leserunde startete Felix Dedrich mit dem Auftaktband der Gestaltwandler-Serie von Bestseller-Autorin Katja Brandis. Spannend ging es weiter, indem Teim Anes Doll Cressida Cowells „Drachenzähmen leicht gemacht“ aufschlug. Offenbar greift das Drachenthema um sich in der Jugendliteratur, denn Leonie Hupperich hatte Cornelia Funkes „Drachenreiter“ mitgebracht und Ilyas Semih Krenz stellte Sarwat Chaddas Buch „Sikander gegen die Götter. Der Zorn der Drachengöttin“ vor. Viel Humor schwingt da mit, während Marika Hoffmann mit Joanne K. Rowlings Klassiker „Harry Potter und der Feuerkelch“ entschieden auf Spannung setzte.
Eine Steigerung Richtung Alptraum zeichnete sich ab, als Ben Hörner der Geschichte „Five nights at Freddy´s Fazbear Frights - In die Grube“ von Elley Cooper seine Stimme lieh. Das Publikum erfuhr, dass ein Vater spurlos im Bällchenbad versinkt, aber nicht, ob das ultraböse Kaninchen daran die Schuld trägt.
In direkter Beziehung zum Vorlesewettbewerb stand Nileyn Sertkayas Fantasy-Wahllektüre „Die goldene Schreibmaschine“ von Carsten Henn, was gleichermaßen auf „Amy und die geheime Bibliothek“ aus der Feder von Alan Gratz zutraf, das Buch, aus dem Ida Müller vortrug.
Zweimal wählten Kandidaten ein Werk des Autors Andreas Steinhöfel: Tim Ernst las aus
„Rico, Oskar und die Tieferschatten“ und Béla Noack aus „Paul Vier und die Schröders“. Mitten hinein in eine brenzlige Szene, in der Lebensgefahr droht, führte Leserin Anouk Marie Korden
durch ihr Buch „Ihr mich auch“ von Pia Herzog. Dagegen ging es äußerst witzig zu in „Wie man seine Eltern erzieht“. Max Schmitz wusste den Roman von Pete Johnson über das chaotische Leben als Teenager in der richtigen Tonlage zu präsentieren.
„Fahrschein“ zum Bezirksentscheid
Gäbe es nicht den zweiten Durchgang mit einem unbekannten Text - Autor Gregor Schürer hat ihn wieder verfasst - dann hätte die Jury ein Problem gehabt. Denn die Kandidaten bewiesen durchweg sehr gute Lesefähigkeiten. Die zweite Lesepartie, bei der sich immer noch viele Jungen und Mädchen bewährten, brachte dann die Entscheidung. Unter dem Vorsitz der stellvertretenden der Bibliotheksleiterin von Selina Asorg kürten mit ihr die Jurymitglieder Ursula Bell (Leiterin der Grundschule Bad Neuenahr), Karin Berens (Buchhändlerin aus Adenau), Hildegard Ginzler (Journalistin), Rudolf Menacher (Oberstudienrat a.D.), Gregor Schürer (Autor) und Tilo Stratmann als Vorjahressieger Ida Müller zur Gewinnerin.
Sie durfte wie alle Vorleser ein Buch und eine Teilnahmeurkunde mit nach Hause nehmen. Außerdem erhielt sie hocherfreut die Siegerurkunde und damit den „Fahrschein“ zur nächsten Wettbewerbsrunde beim Bezirksentscheid in Koblenz.
HG
