Zwei Tage lang Zollhundewettkampf im Rheintal-Stadion
Hunde als treueste Helfer der Zollbeamten
Bad Breisig. Für die wichtige Aufgabe der Zollbeamten sind gut ausgebildete Hunde seit jeher die zuverlässigsten Helfer. Die zielgerichtete Ausbildung der Vierbeiner erfordert viel Liebe zum Tier und auch viel Geduld. Da tut es gut, wenn die Zöllner einmal zeigen können, was ihre Vierbeiner für den Fall der Fälle gelernt haben. Um das Können der Hunde zu überprüfen, treffen sich einmal im Jahr die Hundeführer des Hauptzollamtes Koblenz mit den treuen Vierbeinern zum „Zollhundewettkampf“. Der fand zum wiederholten Mal im quellenstädtischen Rheintal-Stadion statt. Zwei Tage lang war das weite Rund der sonst dem Sport, der Leichtathletik und dem Fußball vorbehaltenen Kampfbahn erfüllt vom Gebell der dynamischen, auf ihren Auftritt wartenden Hunde und der mit ihnen fiebernden, nicht minder aufgeregten „Herrchen“; schließlich wollten beide zeigen, was nach gründlicher, liebevoller Ausbildung in dem jeweiligen Diensthund im Falle eines Falles an Können und Verlässlichkeit in ihnen steckt. Acht Teams aus den Hauptzollämtern Singen, Düsseldorf, Köln, Saarbrücken und Koblenz kämpften bei den verschiedenen Übungen um den Sieg. Die Besucher und die gerade nicht im Einsatz steckenden Kollegen bildeten auf den Rängen des Stadions das Publikum. Alle wurden durch fachkundige Kommentare über die Lautsprecher über das auf dem Laufenden gehalten, was gerade auf der Kampfbahn passierte. Immer wieder brandete Beifall auf, wenn einer der Hunde hinter einem „Ganoven“ herjagte und sich am Ende ihn so lange „verbiss“, bis dem Tier das Loslassen per unmissverständlichem Kommando befohlen wurde. „Revieren und Verbellen, dazu anschließend Einholen und Zufassen einer Person,“ hieß die Aufgabe im Programm, und da mussten alle Bewerber durch. Alles Übungen mit Praxisbezug; zum Beispiel fliehende Personen an der Flucht zu hindern, beziehungsweise sie aufzuspüren. Oder bei Personenkontrollen die Beamten abzusichern und Übergriffe der Kontrollierten zu verhindern. All diese Aktionen wurden hinsichtlich des Grades der korrekten Abwicklung durch den Vierbeiner transparent analysiert und benotet – und von den Laien auf den Rängen bestaunt und bejubelt. Der „Unterordnung“ des jeweiligen Hundes wurde besondere Beachtung geschenkt. Sie hat große Bedeutung und wurde entsprechend bewertet. Es wurden aber auch durch die Kommentatoren interessante Einblicke gewährt hinsichtlich Aufbauweise und Einsatzfähigkeit der Spürhunde.
Auch Kollegen aus Luxembourg kamen zum Wettkampf
Zusammenarbeit zwischen benachbarten Ländern ist wichtig, und so kam es auch zu Vorführungen der luxemburgischen Kollegen und ihrer ebenso praxisbezogen ausgebildeten Hunde. Schließlich wurden die Leistungen der vorgestellten Hunde (und damit auch ihrer „Herrchen“) bewertet, und bei der Siegerehrung gab es – natürlich – das eine oder andere „Leckerli“ für die zuverlässigen und so gut funktionierenden Vierbeiner, dazu eine Anerkennung und Auszeichnung für die erfolgreichen Hundeführer. Am Ende stand Anne Hünber (Hauptzollamt Singen) mit ihrem Zollhund „Cito von der Abendweid“ als Sieger fest. Sie erreichte 291,5 von 310 möglichen Punkten und die Gesamtnote „Vorzüglich“. Zweiter wurde Jürgen Liebermann (Hauptzollamt Singen) mit seinem Hund „Ares“ mit 290,5 Punkten und der Gesamtnote „Vorzüglich“. Den dritten Platz erreichte Mario Lottes (Hauptzollamt Koblenz) mit „Votan“ mit der Punktzahl 280 und der Gesamtnote „Sehr gut“. FA
Hund und Hundeführer müssen im Dienst zusammenarbeiten. Der Beamte muss sich auf seinen Hund verlassen können. All das wurde hier gezeigt.
Die Hunde absolvierten zahlreiche Prüfungen.Fotos: rü
