Gemeinschaft der gekreuzigten und auferstandenen Liebe lud zum 13. Mal zur Apollinariswallfahrt ein
Hunderte Teilnehmer bei der feierlichen Eröffnungsmesse
Dechant Pastor Frank Klupsch spendete bei der Prozession durch den Klostergarten den Segen über Remagen
Remagen. Schon seit Jahrhunderten pilgern Menschen zum Apollinarisberg in Remagen, um den Heiligen Apollinaris zu ehren und seine Fürsprache zu erbitten. Höhepunkt des Jahres ist die zweiwöchige Apollinaris-Wallfahrt, die am vergangenen Samstag mit der Eröffnungsmesse begann und am 4. August endet. Zur Eröffnungsmesse, die vom Apollinaris-Kirchenchor feierlich gesanglich begleitet wurde, hatten sich hunderte Menschen in und vor der Apollinariskirche eingefunden. Mit dabei waren die Schützen der Sankt Sebastianus Schützengesellschaft Remagen um Präsident Wolfgang Strang und Schützenkönig Joachim Press, die die Geistlichen der Gemeinschaft der gekreuzigten und auferstandenen Liebe um den geistlichen Rektor Pater Bartholomé van Oudheusden sowie den Dechanten und Pastor Frank Klupsch in die Kirche geleiteten und auch die Prozession im Klostergarten begleiteten. Und offensichtlich hat der Heilige Apollinaris auch einen guten Draht zu Petrus, denn die Prozession wurde nicht nur von Böllern der Schützen, sondern auch von Donner, aber keinem nennenswerten Regen, begleitet.
Heiliger Apollinaris als Märtyrer und Bischof geehrt
In der Kirche begrüßte Pater Bartholomé neben den vielen Pilgern besonders den neuen Dechanten Pastor Frank Klupsch, die Schwestern und Brüder der Gemeinschaft, den Apollinaris-Kirchenchor und die Schützen mit König Joachim Press, den jeder besser als „Snoopy“ kenne. „Wir feiern mit Freude dieses Fest“, hob Pater Bartholomé van Oudheusden hervor. Sein Dank galt den Schützen für die Begleitung. Sein Dank galt aber auch den zahlreichen Mitarbeitern, ohne die die Wallfahrt nicht gestaltet werden könnte.
„Wir ehren den Heiligen Apollinaris vor allem als Märtyrer und als Bischof. Wir vertrauen auf seine Fürsprache und wir werden die Büste mit den Reliquien des Heiligen Apollinaris nun aus seinem Sarkophag befreien. Das diesjährige Motto der Wallfahrt lautet: ‚Mir geschehe nach deinem Wort‘“, betonte Pater Bartholomé.
Gemeinsam zogen die Geistlichen in die Krypta, öffneten den steinernen Sarkophag und entnahmen ihm die silberne Büste des Heiligen Apollinaris, die von Dechant Pastor Pfarrer Klupsch feierlich in den Altarraum der Apollinariskirche getragen wurde. Im Anschluss zogen die Geistlichen mit der Büste, auf den Schultern von zwei Diakonen getragen, begleitet von den Schützen und den Gläubigen, durch den Klostergarten zum Pacelli-Platz.
Segen über die Stadt gesprochen
Dort hob Pastor Klupsch in einer kurzen Ansprache die Bedeutung des Apollinarisberges hervor, bevor er vom Pacelli-Platz aus mit dem Haupt des Heiligen Apollinaris den Segen über die Stadt und ihre Menschen sprach: „Es ist mir eine Freude, dass ich Remagen unter den Segen Gottes stellen darf.“ Sein herzlicher Dank galt der Gemeinschaft der gekreuzigten und auferstandenen Liebe, die nun schon zum 13. Mal die Apollinaris-Wallfahrt auf dem Apollinarisberg feiert. Zum Segen erklangen die Böller aus der Kanone der Schützen und ein leises Donnern mit nur ganz wenigen Regentropfen. Im Anschluss ging es mit dem Taizé-Lied „Meine Hoffnung und meine Freude“ zu Gitarrenmusik wieder zurück in das Gotteshaus.
Nach Lesungen aus dem Buch Jesaja und aus dem Kolosserbrief des Apostels Paulus gab es das Evangelium, in dem die Gottesmutter das Motto der Wallfahrt „Mir geschehe nach deinem Wort“ gesprochen hatte. In seiner Predigt ging Dechant Pastor Klupsch auf das Evangelium ein. Mit der Annahme der Mutterschaft und ihrem „Mir geschehe nach deinem Wort“ habe sie erkannt, dass ihr Wollen und Tun begrenzt sei. Darin sei Maria auch ein Vorbild für ihn selbst, betonte der Dechant im Hinblick auf die Strukturprozesse im Bistum Trier.
Zum krönenden Abschluss der Eröffnungsmesse der Apollinaris-Wallfahrt hatten die Gläubigen die Gelegenheit, sich das Heilige Haupt aufsetzen zu lassen und den persönlichen Segen in Empfang zu nehmen. Am Sonntag zelebrierte der Trierer Weihbischof Franz Josef Gebert das Pontifikalamt.
Wallfahrt dauert noch bis zum 4. August
Noch bis zum 4. August dauert die Apollinaris-Wallfahrt an. Bis zum Ende der Wallfahrt findet täglich um 10.30 und um 18 Uhr eine Pilgermesse und um 15 Uhr eine Pilgerandacht statt. Zusätzlich gibt es an den Sonntagen eine Messe um 8 Uhr. Im Anschluss an die Gottesdienste lädt die Gemeinschaft der gekreuzigten und auferstandenen Liebe jeweils zu einem einfachen Imbiss oder Kaffee und Kuchen in den Klostergarten und bei nicht so gutem Wetter in das Kloster ein. Rosenkranzandacht und Beichtgelegenheit gibt es täglich um 9.45 Uhr, von 13 bis 14.30 Uhr und um 17 Uhr. Mit der Abendmesse am 4. August um 18 Uhr endet die Wallfahrt. Die Büste des Heiligen Apollinaris kehrt dann in ihren Sarkophag zurück bis zu Klein-Apollinaris im Januar 2020. AB
In einer Prozession wurde die Büste durch den Klostergarten getragen.
Die Eröffnungsmesse fad in der Apollinariskirche statt.
