Allgemeine Berichte | 03.07.2019

Eröffnung des Internationalen Glaskunstpreises der Stadt Rheinbach

Hut ab vor der Berufsgruppe der Glasmacher und Glaskünstler

Ausstellung mit allen 38 zur Wahl stehenden Werken läuft noch bis zum 30. September im Glaspavillon

Bei der Eröffnung der Ausstellung im Glaspavillon Rheinbach spielte das Ensemble „Sinfonietta“ der Musikschule Voreifel unter der Leitung von Maria Kapuszinska auf.Foto: -JOST-

Rheinbach. Mit der Eröffnung der Ausstellung, die alle 38 zur Wahl stehende Werke zeigt, startete jetzt die zehnte Auflage des Internationalen Glaskunstpreises der Stadt Rheinbach. Die Ausstellung im Glaspavillon Hans-Schmitz-Haus läuft noch bis zum 30. September, am 21. September wird der zehnte Internationale Glaskunstpreis in einem Festakt unter der Schirmherrschaft von Dr. Norbert Röttgen offiziell vergeben.

„An einen Tag wie heute müssen wir über Temperaturen sprechen“, so die Leiterin des Glasmuseums Rheinbach, Dr. Ruth Fabritius, angesichts der sommerlichen Temperaturen, deretwegen die Veranstaltung ins Freie vor den Glaspavillon verlegt worden war. Denn Temperaturen seien ein großes Thema beim Glasmachen und beim Glasveredeln. So werde der Rohstoff Glas bei 1.500 Grad geschmolzen und bei 1.100 Grad bearbeitet, „und das ein ganzes Berufsleben lang“, wies sie auf die beschwerlichen Arbeitsbedingungen in dieser Branche hin. Hitze sei nun mal eine Grundvoraussetzung für die Veredelung von Glas, „ziehen wir den Hut vor der Berufsgruppe der Glasmacher und Glaskünstler.“

Inhaltliche Schwerpunkte herauskristallisiert

Bei den eingereichten Arbeiten für den Wettbewerb hätten sich aus einem wilden Sammelsurium doch einige inhaltliche Schwerpunkte herauskristallisiert, so Fabritius weiter. Erstaunlicherweise seien fast gar keine Glasgefäße mehr unter den 38 eingereichten Arbeiten, lediglich fünf Vasen könne man dazu zählen. Die jungen Künstler hätten sich mit den wichtigsten Themen der heutigen Zeit auseinandergesetzt, vom Weltall und dem Kosmos angefangen über die Geschichte der Menschheit bis zu den Themen, für die die Jugend heute jeden Freitag auf die Straße geht.

Seit 2002 veranstaltet die Stadt Rheinbach diesen Wettbewerb, an dem sich mittlerweile Studierende aus acht Glasfachschulen in ganz Europa beteiligen. Damit wird das übergeordnete Ziel dieser Veranstaltung mit jedem Mal ein wenig mehr erreicht, aufbauend auf den sudetendeutschen Wurzeln auch die kulturelle Zusammenarbeit der Partner in Europa zu dokumentieren und weiter zu fördern, freute sich Fabritius.

Diesmal haben neben dem staatlichen Berufskolleg Rheinbach folgende Glasfachschulen des In- und Auslandes ihre Teilnahme zugesagt: die Staatliche Fachschule Weilburg-Hadamar, die Glasfachschule Zwiesel, die HTL Kramsach Glas und Chemie aus Österreich, die Glaskunstfachschule Steinschönau/Kamenický Šenov aus Tschechien, das finnische Ikaalinen College of Crafts and Design, die Zespól Szkól Plastycznych aus Dabrowa Górnicza in Polen und das Centre Européen de Recherches et de Formation aux Arts aus Verriers in Frankreich.

Das Publikum wählt seinen Favoriten

Die Architektur des Rheinbacher Glaspavillons ermöglicht es, dass die Wettbewerbsarbeiten rund um die Uhr einsehbar sind und die Besucher ungehindert ihr Votum für den Publikumspreis „Franz-Josef Feuser“ abgeben können. Er ist nach dem ersten Leiter des 1968 gegründeten Glasmuseums benannt und wird von Helga Feuser-Strasdas und Joachim Strasdas gestiftet. Unter allen Teilnehmern an der Publikumsabstimmung werden im Rahmen der Preisverleihung drei Kataloge mit den Wettbewerbsarbeiten ausgelost. Eine internationale Jury aus renommierten Fachleuten wird über die Vergabe der drei ausgelobten Preise entscheiden, die mit 500, 750 und 1.000 Euro dotiert sind. Die Jurymitglieder sind Dr. Uta Laurén, Chefkuratorin des Finnischen Glasmuseums Riihimäki, Jan Mergl vom Museum für Angewandte Kunst Prag, John Kenneth Clark, freischaffender Glaskünstler mit Wirkungsstätten in Glasgow und Bacharach, Korbinian Stöckle, Glaskünstler für heiße Techniken aus dem Glasmuseum Gernheim, Uwe Claassen, Freischaffender und ehemaliger Leiter des Glasmuseums Lauscha sowie Prof. Kazimierz Pawlak von der Kunstakademie Breslau, Organisator des „Hot Glass Festivals“ und des „European Glass Festivals“. Als Schirmherr konnte der CDU-Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestages, Dr. Norbert Röttgen, gewonnen werden.

Viele Sponsoren unterstützen das Projekt

Zur Finanzierung tragen neben der Stadt Rheinbach auch eine Reihe von Sponsoren bei: Der erste Preis wird mit Unterstützung der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien finanziert. Den zweiten Preis übernimmt die Firma OBI / Fassbender Tenten, die Finanzierung des dritten Preises übernimmt Rechtsanwalt Bernhard Schmitz, nach dessen Vater Hans Schmitz der Rheinbacher Glaspavillon benannt ist. Der Publikumspreis „Franz-Josef Feuser“ schließlich wird von Helga Feuser-Strasdas und Joachim Strasdas gestiftet.

Auch 2019 wird während der Laufzeit der Ausstellung ein reichhaltiges Begleitprogramm unter dem Titel „Kulturpavillon“ angeboten, für das verschiedene Kooperationspartner gewonnen werden konnten. Das monatliche Begleitprogramm wird im Internet unter www.glaskunstpreis-rheinbach.de veröffentlicht. Noch sind dafür Termine frei. Interessenten – ob Verein, Schule oder „Kulturdienstleister“, die zum Beispiel ein Konzert, eine Lesung oder einen Workshop anbieten möchten – sind eingeladen, sich mit dem Glasmuseum in Verbindung zu setzen, damit der Glaspavillon zum „Kulturpavillon 2019“ wird. JOST

Bei der Eröffnung der Ausstellung im Glaspavillon Rheinbach spielte das Ensemble „Sinfonietta“ der Musikschule Voreifel unter der Leitung von Maria Kapuszinska auf.Foto: -JOST-

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