Allgemeine Berichte | 16.11.2016

Rhein-Sieg-Kreis und Bezirksregierung Köln luden in die CJD Christophorusschule nach Königswinter ein

„Ich will die Welt verstehen!“

Achte Bildungskonferenz im Rhein-Sieg-Kreis

V.l.: Jürgen Hindenberg, IHK Bonn/Rhein-Sieg, Vizelandrätin Notburga Kunert, Kreisschuldezernent Thomas Wagner, Christa Kuhle, Leiterin der Schulabteilung der Bezirksregierung Köln, Luca, Klasse 6 der CJD Christophorusschule, Hartmut Müller, Leitender Regierungsschuldirektor, Bezirksregierung Köln.privat

Rhein-Sieg-Kreis. „Ich will die Welt verstehen!“ – MINT-Potenziale entdecken und entwickeln. Unter dieser Überschrift stand die achte Bildungskonferenz im Rhein-Sieg-Kreis, zu der der Rhein-Sieg-Kreis und die Bezirksregierung Köln in die CJD Christophorusschule nach Königswinter eingeladen hatten.

MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Junge Menschen für dieses Thema zu begeistern, ihr Interesse zu wecken und Talente zu fördern müsse in den Focus rücken, sagte die stellvertretende Landrätin des Rhein-Sieg-Kreises, Notburga Kunert, bei der Eröffnung des Bildungsgipfels in Königswinter. Denn die Fachkräftegewinnung und -sicherung im Bereich der technischen, mathematischen und naturwissenschaftlichen Berufe sei das gesellschaftspolitische Zukunftsthema, auch für die Region. Der Rhein-Sieg-Kreis setzt mit der achten Bildungskonferenz einen Startpunkt des neuen regionalen Handlungsschwerpunkts „MINT im Rhein-Sieg-Kreis unterstützen und entwickeln“.

Ausgehend von der bereits vorhandenen guten Basis wird nicht nur eine Bildungs-, sondern auch eine Netzwerkoffensive gefördert. Dazu wird im Regionalen Bildungsbüro des Rhein-Sieg-Kreises eine Koordinierungsstelle eingerichtet, für die das Land NRW im Rahmen der Landesinitiative Zukunft durch Innovation (zdi) Fördermittel zur Verfügung stellt.

Nachhaltiges und qualifiziertes Netzwerk bilden

Insgesamt nahezu 180 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Kommunen, Schulen, Hochschulen, Wirtschaft, Stiftungen und Politik informierten sich über das Thema und kamen zu einem regen Austausch. Dabei zeigte sich, dass es vor allen Dingen von Bedeutung ist, ein nachhaltiges und qualifiziertes Netzwerk zu bilden. Dass MINT als Chance für die Region begriffen werden könne, sei sicher, denn es gebe bereits jetzt unbesetzte Ausbildungsplätze in diesem Bereich, und die Digitalisierung habe Einfluss auf alle Berufsbereiche, erklärte Kreisschuldezernent Thomas Wagner

Zu Beginn der Bildungskonferenz erläuterten unter anderem Wilhelm Meyer, Leiter der Christophorusschule, Bürgermeister Peter Wirtz, Vizelandrätin Notburga Kunert, Christa Kuhle, Antonio Casellas, GKN Sinter Metals Components und Jürgen Hindenberg, IKH Bonn/Rhein-Sieg, warum sie den Aufbau eines zdi-Netzwerks im Rhein-Sieg-Kreis und damit die MINT-Förderung unterstützen.

Roboterpräsentation der Christophorusschule

Wie MINT-Förderung praktisch umgesetzt werden kann, zeigte eine Roboterpräsentation, die sich Vize-Landrätin Notburga Kunert, Christa Kuhle, Abteilungsleiterin Schule der Bezirksregierung, Kreisschuldezernent Thomas Wagner und Schulamtsleiter Hans Clasen vorab von Dr. Winfried Schmitz und beteiligten Schülern erläutern ließen. Dr. Schmitz ist an der Christophorusschule des CJD Königswinter zuständig für die Organisation der Robotik-Arbeitsgemeinschaften.

Die Christophorusschule verfügt über ein Robotik-Programm von der fünften Klasse bis zum Abitur. Die Schülerinnen und Schüler werden in den unteren Jahrgangsstufen über Lego-Roboter in die Thematik eingeführt. Bei Interesse können sie nach einigen Jahren (etwa ab der achten Klasse) mit „fortgeschrittenen“ Mitteln (Arduino, Raspberry PI, Industriesensorik) Roboter für Wettbewerbe wie Deutsche Meisterschaften oder Europameisterschaften entwickeln.

Vielseitigkeit der Robotik gezeigt

Die Präsentation zeigte die Vielseitigkeit der Robotik durch die Auswahl der vorgeführten Roboter und der verschiedenen Teams. Es war auch offensichtlich, dass in der Robotik die Bereiche Elektrotechnik, Mechanik und Informatik eng zusammengreifen. Christa Kuhle von der Bezirksregierung blickt optimistisch in die Zukunft: „Ich bin mir sicher, dass die MINT-Förderung im Rhein-Sieg-Kreis sicherlich rasch Fahrt aufnehmen wird, auch wenn das Engagement im naturwissenschaftlich-technischen Bereich häufig vom Wirken Einzelner geprägt ist. Das Beispiel der Robotik-Förderung in der Christophorusschule zeigt, wie MINT-Förderung gelingen kann.“

MINT-Förderung als Mehrwert für die Jugendlichen

90 Prozent der Schülerinnen und Schüler, die über mehrere Jahre an den Wettbewerben der First Lego League oder dem RoboCup Junior teilgenommen haben, wählen eine Berufs- oder Ausbildungskarriere im MINT-Bereich. Bester Beweis also, dass eine gezielte MINT-Förderung ein Mehrwert für die Jugendlichen, die Unternehmen und die Region ist.

Grundlage der inzwischen achten Bildungskonferenz ist der im Jahr 2008 abgeschlossene Kooperationsvertrag zwischen dem Rhein-Sieg-Kreis und dem Land Nordrhein-Westfalen, der die Entwicklung und Weiterentwicklung eines Bildungsnetzwerkes in der Bildungsregion Rhein-Sieg-Kreis zum Ziel hat. Weitere Informationen zum Bildungsnetzwerk und zur Bildungskonferenz unter www.rhein-sieg-kreis.de und www.regionale.bildungsnetzwerke.nrw.de. Pressemitteilung

Rhein-Sieg-Kreis

V.l.: Jürgen Hindenberg, IHK Bonn/Rhein-Sieg, Vizelandrätin Notburga Kunert, Kreisschuldezernent Thomas Wagner, Christa Kuhle, Leiterin der Schulabteilung der Bezirksregierung Köln, Luca, Klasse 6 der CJD Christophorusschule, Hartmut Müller, Leitender Regierungsschuldirektor, Bezirksregierung Köln.Foto: privat

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