Neuwieder Frauenselbsthilfe nach Krebs
Idyllische Reise ins Altmühltal
Dreitägige Ausflugsfahrt mit zahlreichen Höhepunkten begeisterte die Frauen
Neuwied. In diesem Jahr führte die mehrtägige Reise der Neuwieder Frauenselbsthilfe nach Krebs in den Naturpark Altmühltal. Am Morgen der Abfahrt regnete es, sodass alle mit Schirm und Regenjacke ausgerüstet die Fahrt antraten. Aber schon bei der ersten Rast konnten Regensachen im Bus bleiben und das Sektfrühstück im Freien eingenommen werden. Die Residenzstadt Würzburg, der erste längere Halt, zeigte sich bei strahlendem Sonnenschein, ebenso wie Beingries, wo die gruppe Quartier in einem traditionsreichen Familienhotel bezog. Bei einem Rundgang durch Beilgries konnten unter anderem seine vielen Türme entlang der Stadtmauer bewundert werden, den Turm der Bürgerstrafe, den Seelennonnenturm, wo die Totenfrau wohnte, den Wasserschöpferturm, den Badturm für die Hebamme oder den Sauhüterturm. Am nächsten Tag stand eine Altmühltalrundfahrt auf dem Programm, die unter anderem zu der Befreiungshalle nach Kelheim führte. Diesen imposanten Rundbau ließ König Ludwig I. als Gedenkstätte für die siegreichen Schlachten errichten.
Die Kassettendecke der 45 Meter hohen Kuppelhalle und die Gliederung der Wand mit Nischen und Galerie verleihen dem Raum seine besondere Akustik, von der sich die Besucher bei spontanen Gesängen überzeugen konnten. Auf Kultur folgte Natur: In Kelheim ging die Gruppe aus Schiff nach Weltenburg durch das idyllische Naturschutzgebiet und den Donaudurchbruch. Sie bestaunte die bis zu 80 Meter hohen Felswände des Durchbruchstals und die Kalksteinformationen mit Fantasienamen wie „Die drei feindlichen Brüder“ oder die „Versteinerte Jungfrau“. Angekommen im Benediktinerkloster Weltenburg stand die Stärkung in der Klosterschenke an und die „Bierprobe“ des dunklen Klosterbiers aus einer der ältesten Klosterbrauereien der Welt sowie der Besuch der barocken Abteikirche.
Die Rückfahrt führte über Rothenburg ob der Tauber mit seiner komplett erhaltenen Stadtmauer mit 45 Türmen, die aber, anders als in Beilgries, nicht als Wohnung genutzt wurden, sondern der Verteidigung der Stadt dienten. Als die Gruppe zur Mittagszeit am Marktplatz eintraf, öffnete die Kunstuhr ihre Fensterläden und zeigte, wie zu jeder vollen Stunde, den legendären Meistertrunk von 1631, bei dem der Altbürgermeister auf Befehl des Grafen einen Humpen mit 3,25 l Wein in einem Zug leeren musste, um die Stadt vor der Zerstörung zu bewahren. Deshalb können Besucher heute noch die prunkvollen Patrizierhäuser rund um den Marktplatz, die Altstadt, die vielen Kirchen und vieles mehr bewundern.
„So schön hätte ich mir die Fahrt nicht vorgestellt“, beschreibt treffend, wie sehr die Teilnehmerinnen die Fahrt genossen hatten, und als der Bus in Neuwied ankam, waren alle gefühlt viel länger als drei Tag unterwegs gewesen. Die Selbsthilfegruppe trifft sich in der Regel am ersten Dienstag im Monat im Friedrich-Spee-Haus. Kontakt unter Tel. (0 26 31) 35 23 17, (0 26 34) 51 90, (0 26 21) 61 05 10 oder (0 26 34) 49 82.
