Einsatzübung der Feuerwehr Koblenz in Bubenheim
Illegale Party, Feuer und Vermisste: Feuerwehr Koblenz zeigt ihr Können
Koblenz-Bubenheim. Professionell, ruhig und besonnen ist die Feuerwehr beim Übungsalarm vorgegangen. Szenario: bei einer illegalen Party in einem leer stehenden Gebäude entsteht ein Brand mit großer Rauchentwicklung. Mehrere Personen werden im Gebäude vermisst. Die Feuerwehren aus dem Koblenzer Wachbezirk 3: Bubenheim, Rübenach, Güls und Wache Nord (Kesselheim) rücken an.
Mit Herzlich Willkommen begrüßt Günther Menne, Einheitsführer der Einheit Bubenheim, die Gäste im Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr. Das Interesse der Bevölkerung ist groß und einige Familien mit Kindern bekommen vom Einheitsführer die Lage und den Ablauf der Einsatzübung erklärt. Gerne sollen die Besucher den Einsatz aus sicherer Entfernung beobachten und die Leistung und Bedeutung der Feuerwehr und der Sanitätseinsatzkräfte des Deutschen Roten Kreuz weitertragen. Noch ist es still auf dem Gelände neben dem Gerätehaus wo sich in einem leerstehenden Gebäude die spätere Übung abspielen wird. An der Einsatzübung sind die Feuerwehren aus dem Koblenzer Wachbezirk 3: Bubenheim, Rübenach, Güls und Wache Nord (Kesselheim) mit Unterstützung der Berufsfeuerwehr Koblenz beteiligt. Eingeteilte Übungsbeobachter aus den einzelnen Einheiten beobachten vor allem den Einsatz Ihrer eigenen Einsatzkräfte um Fehler zu erkennen und über Verbesserungen zu sprechen. Um 18:30 Uhr erfolgt die Alarmierung, die daraus resultiert, dass mehrere Personen aus dem Umfeld des Gebäudes in Anrufen bei der Feuerwehr von starker Rauchentwicklung berichtet haben und das mehrere Personen vermisst werden. Das Szenario gibt vor, dass es bei einer illegalen Rave Party zu einem Brand kam. Die ersten Einsatzkräfte treffen in Bubenheim ein und von jetzt an geht der Ablauf zügig aber auch besonnen, ruhig und professionell voran. Der Einsatzleiter, Brandamtmann Phillip Kron bespricht mit den Gruppenführern die Lage, gibt den weiteren Ablauf vor und die Gruppenführer geben Anweisungen an Ihre Einsatzkräfte. Löschfahrzeuge werden geöffnet, schweres Gerät ausgeladen, Wasserschläuche gelegt und die Einsatzkräfte werden mit Atemschutz ausgerüstet. Jeder hilft jedem und immer wieder wird die Ausrüstung der Kollegen überprüft. Die Frauen und Männer der Feuerwehr zeigen wie es auch unter Zeitdruck in Ruhe ablaufen muss. Kurze Befehle und jeder Handgriff sitzt. Auch wenn es eine Übung ist, befällt einen als Beobachter das beklemmende Gefühl wenn die Einsatzkräfte in das mit dichtem Rauch gefüllte Gebäude gehen. Die Lage des Brandherds ist unbekannt. Nach einiger Zeit werden Personen herausgebracht, zum einen mit Atemschutz versorgt und zum anderen mit schweren Verletzungen zur sofortigen Versorgung an die Sanitätskräfte des Deutschen Roten Kreuz übergeben. Das Gebäude wird mit großem mobilen Ventilator belüftet, um die Suche nach weiteren Personen zu erleichtern. Nachdem sicher ist, dass alle vermissten Personen gefunden wurden und versorgt sind, ist die Übung beendet. Für die Einsatzkräfte heißt dies aber nun zuerst noch das Sortieren der Ausrüstungsgegenstände und dann kommt das SEG zum Einsatz, die Schnelle Einsatzgruppe Verpflegung, welche am Einsatzort die Einsatzkräfte verpflegt. Die Bedeutung von Feuerwehr, Sanitäter, Polizei und freiwilligen Hilfskräften wird bei solch einer Übung hautnah bewusst. Die Leistung der Einsatzkräfte kann nie hoch genug eingestuft werden. Ohne sie ist unser Alltag nicht sicher!
Einsatzkräfte betreten das betroffene Übungsobjekt.
Der Übungsbeobachter (karierte Weste) erkundigt sich nach dem Vorgehen.
Vorbereitete Löschfahrzeuge mit Wasserversorgung.
