Verein Brexbachtalbahn
Im WerbefeldZUG zum Handwerkermarkt
Region. DurchZUG und frischer Wind für neue und nachhaltige Angebote im Westerwald, damit der Tourismus in neue Bahnen gelenkt wird – so lautete das Motto von Gernot Kallweit und dem Verein Brexbachtalbahn beim Handwerkermarkt in Grenzau. Traditionell mit einem großen Werbestand unmittelbar unter der Eisenbahnbrücke am Hotel ZUGbrücke, machen Verein und „Brex“ hier jedes Jahr Station, um über die aktuellen Arbeiten zu Reaktivierung der Strecke zu informieren, Spenden zu sammeln, Merchandising und Publikationen zu verkaufen. Wie in den Jahren zuvor war das Interesse des Publikums riesig. Und wie jedes Jahr die gleichen Fragen und das Bedauern auch der Veranstalter selbst, dass man immer noch nicht mit dem Zug von Koblenz, Neuwied oder dem Westerwald nach Grenzau anreisen kann. Zumindest die Anreise aus dem Westerwald, Montabaur und Limburg wird in naher Zukunft möglich sein. So hat ein Arbeitskreis von Mitgliedern und Eisenbahnern einen stilechten zweiteiligen Schienenbus angeschafft, ein echter Oldtimer, wie er früher auf der „Brex“ im Einsatz war. Das Fahrzeug wird nach erfolgter Revision und Modernisierung ab dem Jahr 2024 im gesamten nördlichen Rheinland-Pfalz zum Einsatz kommen, auch auf der Brexbachtalbahn. Großes Interesse daran haben schon jetzt Firmen wie das BREXX in Grenzau. Hier werden spezielle Craft-Biere gebraut, ein „Westerwälder Bierexpress“ nach Grenzau wäre in Kooperation mit dem Verein ein neues Angebot mit großer Ausstrahlung. Mit den dafür noch notwendigen Reparaturarbeiten an einer Weiche in Grenzau konnte in dieser Woche begonnen werden, so dass einer baldigen Betriebsgenehmigung für den Personenverkehr nichts mehr im Wege steht. Auch der Einbau der Anschlussweiche in Engers durch die DB AG ist beschlossene Sache, so dass perspektivisch die Strecke wieder komplett befahrbar sein wird. Nach Einschätzung von Kallweit sind bei einem durchgehenden Verkehr allein im Tourismus bis zu 100.000 Fahrgäste im Jahr möglich, was natürlich auch einer Einrichtung wie der Sayner Hütte zu Gute kommen wird. Dafür macht sich auch die niederländische Sektion des Vereins um David Davids aus Utrecht stark – und auf allen großen Eisenbahnmessen in den Niederlanden das ganze Jahr über mit einem Infostand Werbung. Eine Station davon allerdings ist in Deutschland: den Handwerkermarkt lassen sich die Eisenbahnfreunde aus den Niederlanden nicht entgehen. An dieser Stelle herzlichen Dank für die langjährige Freundschaft über Grenzen hinweg und das unermüdliche Engagement zum Erhalt der Eisenbahn, für den Klimaschutz und für innovative touristische Angebote mit Herkunft und Zukunft.
Pressemitteilung Gernot Kallweit
