Allgemeine Berichte | 10.05.2022

Remagener feierten mit tausenden Besuchern „Rigomagus-Fest“ anlässlich der Aufnahme ins Weltkulturerbe

Im historischen Dreieck der Kirchstraße herrschte Hochbetrieb

Von römischer Glaskunst über die „lukanische“ Bratwurst, römischen Schuhen bis hin zu Gladiatorenkämpfen in der Sandarena

Bürgermeister Björn Ingendahl mit Ministerpräsidentin Malu Dreier beim Rundgang.  Fotos: AB

Remagen. Zu einem ersten Rigomagus-Fest hatte die Stadt Remagen in Kooperation mit der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz am Wochenende eingeladen. Seit Sommer 2021 ist das ehemalige römische Kastell Rigomagus der rheinland-pfälzischen Beitrag zu der transnationalen, seriellen Welterbestätte „Grenzen des Römischen Reichs - Niedergermanischer Limes“. Das wurde nicht nur mit einer offiziellen Übergabe der Welterbe-Urkunde, sondern auch mit einem Fest im historischen Dreieck von Remagen, zwischen Kirchstraße und Marktplatz, gefeiert.

Ein vielfältiges und spannendes Programm rund um dass Leben in einem römischen Kastell gab es für die tausenden Festbesucher. Eine große Zahl von Gruppen und Einzeldarstellern, die das römische Militär- und Zivilleben des 1. bis 4. Jahrhunderts nach Christus wieder aufleben ließen, begeisterten die vielen Remagener und Gäste der Stadt. Dazu gab es vom Remagener Einzelhandel einen verkaufsoffenen Sonntag, sodass auch in der Fußgängerzone Hochbetrieb herrschte.

In der Kirchstraße, im Bereich des ehemaligen Kastells Rigomagus, begeisterten die Darsteller des römischen Militärs und des römischen Kunsthandwerks an Ständen. Zudem gab es auch Mitmachangebote für die ganze Familie. So ließen die Darsteller römische Handwerkskünste wieder aufleben. Ob bunt gesponnene Kleidung, ob die Herstellung von Lederschuhen, die Kunst der Herstellung von feinen gläsernen Gefäßen, römische Malerei, Keramik, Münzprägung, Kosmetik oder die Herstellung von Süßspeisen, Handwerk und Kunsthandwerk aus der römischen Zeit wurde hautnah den vielen interessierten Gästen präsentiert. Da fehlte auch nicht die „lukanische“ Bratwust, die der heutigen schon sehr ähnelt.

Auf großes Interesse stießen vor allem die römischen Militärs. Ob das Militärlager Legio XXI Rapax aus dem 1. Jahrhundert nach Christus, die Reiter des Militärlagers, ob die glänzenden Plattenrüstungen oder Kaiser Valentinian, das römische Leben konnte authentisch nachvollzogen werden. Ergänzt wurden die vielen Stände beispielsweise mit der Schola Romana, der römischen Schule, oder auch mit dem Angebot für Kinder, die auf Scherben zum Malen angeregt wurden.

Auf Rieseninteresse stießen natürlich die Outfits der Militärs und die Waffen vom Bogen bis zum angewinkelten Messer, vom Visier bis zu Bein- oder Armbedeckungen. Und diese wurden auf dem Marktplatz bei den Gladiatorenkämpfen ausführlich erklärt. Dicht umringt war jeweils die Sandarena bei den Kämpfen. In fünf, sechs Reihen drängten sich die Menschen um die Arena und wer Glück hatte, konnte sich das Spektakel von der Rathaustreppe aus ansehen. Laute Anfeuerung wurde dazu gerne von den Darstellern der römischen Offiziere und Legionäre entgegen genommen. So gab es Unterhaltung pur aus der römischen Zeit und die Menschen aus Nah und Fern nutzten die Gelegenheit, mal wieder ohne Maske ein Fest zu besuchen.

Gleichermaßen hatte natürlich das Römische Museum ebenso geöffnet wie die Hypocausten unterhalb der Kulturwerkstatt, beides Zeugen aus der römischen Zeit zwischen 1. und 4. Jahrhundert nach Christus. Und wer dann mochte, hatte dank des verkaufsoffenen Sonntags auch noch die Gelegenheit Schnäppchen beim Remagener Einzelhandel zu ergattern oder sich in Gastronomien, Cafés und Eiscafés zu stärken. AB

Schola Romana: Unterricht wie einst bei den Römern.

Schola Romana: Unterricht wie einst bei den Römern.

Römische Waffen und Bekleidung stießen auf großes Interesse.

Römische Waffen und Bekleidung stießen auf großes Interesse.

Bürgermeister Björn Ingendahl mit Ministerpräsidentin Malu Dreier beim Rundgang. Fotos: AB

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