Allgemeine Berichte | 09.09.2021

Neue TrauerbegleiterInnen bei der Ökumenischen Hospizgruppe e.V.

In der Trauer begleiten

Rheinbach. Wenn ein geliebter Mensch verstirbt, kommen Hinterbliebene in einen Ausnahmezustand. Sie sind von den notwendigen Formalitäten überlastet, schlafen oft schlecht, haben keinen Appetit, gehen kaum noch aus dem Haus. Das Umfeld reagiert zunächst noch verständnisvoll, jedoch lässt das mit der Zeit nach. Bald hört niemand mehr zu, wenn Trauernde immer wieder über den Verlust sprechen möchten. Auch zuhören will gelernt sein.

Der Verein freute sich im September 2019 daher sehr, als sich eine Gruppe von 13 ehrenamtlichen Sterbegleitenden zusammenfand, um sich auch noch in der Begleitung Trauernder befähigen zu lassen. Der Kurs hatte etliche Hürden zu überwinden, bis er in diesem August seinen Abschluss fand. Da durchkreuzte ein Sturm im Februar 2020 ein Schulungstreffen und ab März kamen dann die Einschränkungen durch Corona. Maximale Flexibilität, Geduld und Durchhaltevermögen war von allen Teilnehmenden – Ehrenamtler wie Referentin – gefordert, um unter immer wieder veränderten Bedingungen die Organisation der Schulung mehrfach anzupassen.

In 90 Stunden ging es um verschiedene Themen, wie Trauerprozesse, Traueraufgaben und Kommunikation mit Trauernden. Dabei wurden die Teilnehmenden von der erfahrenen Referentin Babara Malásek behutsam mit dem Thema vertraut gemacht. Besonders intensiv war ein gemeinsames Wochenende, an dem es auch um eigene Trauererfahrungen ging. Nun ist das Team der Gesprächscafés für Trauernde erweitert worden und auch für Einzelbegleitungen stehen mehr Ehrenamtliche zur Verfügung. Über dieses Engagement freut sich der Verein sehr, denn die Begleitung von trauernden Menschen ist ein wichtiger Bestandteil der Hospizarbeit.

Der Verein bietet im Moment nicht nur Einzelbegleitungen, sondern steht mit seiner Kompetenz in der Trauerbegleitung auch Teams und Einrichtungen bei, die den Hochwasserbetroffenen helfen. In einer solchen Ausnahmesituation kommen auch Helfende an ihre Grenzen. Sie können sich an die Koordinatorinnen des Vereins wenden, unter: 02226 900 433.

Informationen zum Verein unter www.hospiz-voreifel.de.

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