Hans und Maria Kaiser aus Thür feierten Diamantene Hochzeit
„In guten und in schlechten Tagen“
Thür. Am Donnerstag, 19. Mai, feierten der in Thür geborene Schlossermeister Hans Kaiser und seine Ehefrau Maria, die in Bessarabien/Rumänien geboren wurde und mit ihrer Familie einen langen Leidensweg von 1940 an gehen musste, bis sie 1950 zunächst in Naunheim endlich zur Ruhe kamen, das Fest der Diamantenen Hochzeit. Zu den Gratulanten zählten auch der Thürer Ortsbürgermeister Rainer Hilger und Verbandsgemeindebürgermeister Jörg Lempertz.
Dass die Eheleute seit nunmehr 60 Jahren miteinander verheiratet sind, betrachten sie im Nachhinein mit einem humorvollen Augenzwinkern. „Das war bisher eine stramme Leistung - in guten und in schlechten Zeiten“, so die 84-jährige Maria Kaiser, die ebenso wie ihr 86-jähriger Ehemann Johann voller Stolz auf die Fotogalerie im Wohnzimmer hinweist, auf der ihre fünf Kinder samt Partnern und acht Enkelkindern um die Wette strahlen.
Nachdem die beiden jung gebliebenen Jubilare sich zum ersten Mal im Thürer Karneval 1951 getroffen hatten, gaben sie einander 1956 auf dem Standesamt in Düsseldorf-Benrath das Ja-Wort. Die kirchliche Hochzeit fand dann einen Monat später in Naunheim statt, wo damals noch die Eltern von Maria Kaiser, geborene Nagel, wohnten.
1966 begann das Ehepaar Kaiser, das zu diesem Zeitpunkt noch in Düsseldorf-Benrath wohnte, mit dem Bau seines schmucken Eigenheims in Thür. Dieses befindet sich in der Rabenbergstraße 5a, unmittelbar neben dem Haus der Eltern von Maria Kaiser. Nachdem Maria Kaiser bereits drei Söhnen das Leben geschenkt hatte, kam - vor dem Einzug in das neue Zuhause - 1968 die langersehnte Tochter Sabine zur Welt. Am 1. Juni 1970 fand der offizielle Einzug in die Rabenbergstraße 5a statt, und als dann 1974 der jüngste Sohn Thomas zur Welt kam, war die siebenköpfige Familie komplett.
Hans Kaiser ist nicht zuletzt wegen seines außergewöhnlichen Engagements für die Jugend im Turn- und Sportverein in Thür kein unbeschriebenes Blatt. Vom Betreuer der A-Jugend, die er nach vier Jahren zum Kreismeister führte, bis zum Vereinsvorsitzenden im Jahre 1983 setzte er sich mit viel Herzblut für die jungen Menschen ein. „Wenn seine Mannschaft gewonnen hatte, brachte er alle mit zu uns nach Hause, und ich erwartete sie bereits mit frisch gebackenem Kuchen“, so Maria Kaiser. SF
