Gymnasium Bendorf beteiligt sich an Informatik-Wettbewerb
Informatik macht Spaß
Interaktive Rätsel stimulieren das Interesse an Informatik
Bendorf. Wie sieht der richtige Weg einer Kugel in einem 3-D-Labyrinth aus? Wie kann man mit fünf Kerzen die Zahl 11 auf einem Geburtstagskuchen darstellen? Und wie bringt man einen Roboter dazu, sich nur in einem vorher festgelegten Bereich zu bewegen? Mit solchen und anderen spannenden Fragen beschäftigten sich in der Woche vom 7. bis 11. November knapp 290.000 Schülerinnen und Schüler rund um den Globus im Rahmen des Informatik-Biber. An dem seit zehn Jahren immer im November stattfindenden Wettbewerb nahmen zum wiederholten Male auch zahlreiche Schülerinnen und Schüler des Bendorfer Wilhelm-Remy-Gymnasiums teil. Dass sich Deutschlands größter Informatik-Wettbewerb von Jahr zu Jahr größerer Beliebtheit erfreut, liegt vor allem an den lebensnahen und zumeist interaktiven Aufgaben, die es in 40 Minuten Bearbeitungszeit zu bewältigen gilt. Die Bandbreite reichte diesmal von Fragen zu IP-Adressen bei einem Multiplayerspiel über die Eigenschaften von Bonbonnieren bis hin zu Aufgaben zur Bedeutung von Flaggen am Strand.
Der Spaß sei allen Schülerinnen und Schülern anzusehen, wenn sie am Bildschirm mitverfolgen können, wie sich ihre Antwort auf die Problemstellung auswirkt, schwärmt der betreuende Mathematiklehrer und Schulkoordinator Matthias Prill von der Atmosphäre während des Wettbewerbs. „Die Kinder und Jugendlichen sind überaus motiviert, kommen miteinander ins Gespräch und wägen ihre Strategien oder Antwortmöglichkeiten sorgfältig gegeneinander ab.“ Und quasi nebenbei erfahren sie, wie spannend und vielseitig die Beschäftigung mit Informatik sein kann. Eben dies ist auch das erklärte Ziel der Initiatoren, denn nach wie vor hat das Fach Informatik an vielen Schulen einen schweren Stand.
„Dank des Biber-Wettbewerbs gelingt es uns, das Interesse an Informatik sowohl bei den Schülern als auch bei den Schulen selbst zu stärken“, erklärt Dr. Wolfgang Pohl, Geschäftsführer der Bundesweiten Informatikwettbewerbe (BWINF), die den Wettbewerb ausrichten. Für viele Schülerinnen und Schüler ist der Informatik-Biber der erste Schritt in der Beschäftigung mit Informatik. „Der Wettbewerb verlangt keine Vorkenntnisse, sondern ist allein mit logischem und strukturellem Denken zu bewältigen“, so der BWINF-Geschäftsführer. „Dieses digitale Denken wird immer wichtiger für eine aktive Beteiligung an der digitalen Gesellschaft.“ Die Auswertung des Wettbewerbs wird nun einige Wochen Zeit in Anspruch nehmen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Wilhelm-Remy-Gymnasium hoffen natürlich auf möglichst gute Ergebnisse.
Mit Freude dabei: Elif Kilicaslan und Sophie Borrero-Wolf aus dem Leistungskurs Mathematik.