Allgemeine Berichte | 10.06.2014, 10:57 Uhr

Rettungswachen des Rhein-Sieg-Kreises aufgestockt

Insgesamt zwölf neue RTW ausgeschrieben

Zwei neue Rettungsfahrzeuge für Bornheim und Wachtberg

V.l. Frank H. Riebandt, Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes, Kreisdirektorin Annerose Heinze, Nadja Geilhausen, Mitarbeiterin Rettungswesen des Rhein-Sieg-Kreises, Herbert Arendt, Sachgebietsleiter Rettungswesen, Uwe Kerper, Abteilungsleiter Rettungswesen, Rainer Dahm, Leiter des Amtes Bevölkerungsschutz, mit Vertretern der Hilfsorganisationen MHD, DRK, JUH. privat
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Rhein-Sieg-Kreis. Zwei neue Rettungsfahrzeuge (RTW) werden nunmehr bei den Rettungswachen des Rhein-Sieg-Kreises in Bornheim, betreut vom Malteser Hilfsdienst (MHD) und in Wachtberg, betreut vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) eingesetzt. Mit einem Gesamtgewicht von 4,2 Tonnen, 190 PS und einheitlich neuer Ausstattung mit Luftfederung sind sie optimal auf die Topografie im auch ländlich geprägten Rhein-Sieg-Kreis und den schonenden Patiententransport abgestimmt. „Ich freue mich, Ihnen jetzt mit diesen beiden Rettungswagen die ersten von zwölf neuen Rettungswagen, die teilweise die alten, ausgedienten ersetzen, vorzustellen. Gleichzeitig möchte ich die Gelegenheit nutzen, den Sanitäterinnen und Sanitätern der Hilfsorganisationen, wie heute dem Malteser Hilfsdienst und dem Deutschen Roten Kreuz, aber auch der Johanniter-Unfall-Hilfe, die in die Fachberatung eingebunden war, zu danken. Deren engagierte und uneigennützige Mitarbeit gewährleistet einen funktionierenden Rettungsdienst, und dass sich der Rettungsdienst im Rhein-Sieg-Kreis bei Großschadenslagen auf einem qualitativ hohen Niveau befindet“, sagte Kreisdirektorin Annerose Heinze bei der offiziellen Vorstellung der Rettungswagen auf dem Vorplatz des Siegburger Kreishauses.

Frank H. Riebandt, Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes, stellte die rettungsmedizinische Ausrüstung vor. Sie enthält die wichtigsten, modernen Arbeitsmittel für den großen Bereich der Diagnostik, aber auch schmerznehmender Maßnahmen, wie zum Beispiel eine Vakuummatratze, die beispielsweise bei Knochenbrüchen zum Einsatz kommt. „Im Zusammenwirken mit Notarztwagen und RTW ist damit eine schnelle, bestmögliche Erstbehandlung, Schmerzbehandlung und Lebensrettung möglich“, so Frank H. Riebandt.

Die beiden RTW sind die ersten von insgesamt zwölf RTW, die der Rhein-Sieg-Kreis nach europaweiter Ausschreibung nach und nach in Dienst stellt. Damit werden die Vorgaben des Rettungsdienstbedarfsplanes von 2012 umgesetzt. Dieser sieht aufgrund der gestiegenen Einsatzzahlen der vergangenen Jahre in einigen Rettungswachen mehr RTW vor. Zudem müssen einige RTW nach vorgegebener Nutzungsdauer planmäßig erneuert werden.

Rainer Dahm, Leiter des Amtes für Bevölkerungsschutz des Rhein-Sieg-Kreises machte auf die gestiegene Zahl von Rettungsfahrten aufmerksam: „Waren es in 2011 noch 37.000 Fahrten, so in 2012 schon 38.000 Fahrten und in 2013 bereits 41.000 Rettungsfahrten.“ Insofern seien moderne RTW, die den Ansprüchen auch in den ländlichen Gebieten des Rhein-Sieg-Kreises technisch entsprechen, wichtig. „In rettungsdienstlicher Hinsicht kommt es auf eine einheitliche Bedienungsweise und Ausstattung an. Die Sanitäterinnen und Sanitäter sollen einen bekannten Standard vorfinden. Darum wurden die neuen RTW auch mit den Hilfsorganisationen zusammen entwickelt“, darauf weist Rainer Dahm hin.

Die neuen Fahrzeuge sind Mercedes-Benz-Sprinter 319 CDI, welche zusätzlich mit dem sogenannten Kofferaufbau zum Rettungsfahrzeug aufgebaut wurden. Das heißt, sie sind mit einer umfassenden rettungsmedizinischen Ausrüstung, wie Defibrillator mit EKG oder Beatmungsgerät ausgestattet. Damit entspricht die Patientenversorgung medizintechnisch modernstem Standard. Hinzu kommt ein professionelles Fahrzeugnavigations- und dispositionssystem sowie digitale und analoge Funktechnik. Die Kosten pro RTW betragen inklusive Medizin-und Kommunikationstechnik rund 190.000 Euro.

Pressemitteilung

des Rhein-Sieg-Kreises

V.l. Frank H. Riebandt, Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes, Kreisdirektorin Annerose Heinze, Nadja Geilhausen, Mitarbeiterin Rettungswesen des Rhein-Sieg-Kreises, Herbert Arendt, Sachgebietsleiter Rettungswesen, Uwe Kerper, Abteilungsleiter Rettungswesen, Rainer Dahm, Leiter des Amtes Bevölkerungsschutz, mit Vertretern der Hilfsorganisationen MHD, DRK, JUH. Foto: privat

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