Kirchenchor „St. Marien“ Sessenbach/Wirscheid hatte zur traditionellen Cäcilienmesse eingeladen
Internationaler Appell für den Frieden
Sessenbach.Der traditionelle Cäcilienmesse in der Marienkirche Sessenbach wurde dieses Jahr eine besondere Note verliehen, indem der Kirchenchor „St. Marien“ gemeinsam mit dem „Ukrainischen Chor der Hoffnung“ den Gottesdienst gestaltete. Trotz des unerwarteten Wintereinbruchs mit Hagel, Schnee und Glätte konnten die Besucher ein beeindruckendes musikalisches Erlebnis genießen. Obwohl mehr Besucher erwartet wurden, ließen sich einige möglicherweise von den Wetterbedingungen abhalten. Schade, dass sie etwas verpasst haben, meint eine Besucherin.
Im Gottesdienst wurden verschiedene Lieder gemeinsam gesungen. Besonders das Lied „Wir wünschen Frieden euch allen“ beeindruckte durch seine Darbietung in Hebräisch, Ukrainisch und Deutsch. Zur Kommunion trugen Anestasiia und Stanislaw ein ukrainisches Gebet vor. Nach dem Gottesdienst sangen die Ukrainer noch Volkslieder aus ihrer Heimat. Alle Besucher waren begeistert und gleichzeitig emotional berührt, als die 18-jährige Anastasiia mit ihrer wunderschönen Sopranstimme, die bereits mehrere Musikwettbewerbe in der Ukraine gewonnen hat, das „Halleluja“ von Leonard Cohen solo sang. Zudem performten sie gemeinsam mit dem 14-jährigen Stanislaw ein vorweihnachtliches ukrainisches Lied.
Der Chor der Ukrainer, der sich aus Flüchtlingen zusammensetzt und den Namen „Chor der Hoffnung“ trägt, wird von Hoffnung und Zuversicht begleitet. Sie wünschen sich ein Ende des völkerrechtswidrigen Krieges in der Ukraine. Durch das Singen für ihre Mitmenschen in der Heimat finden sie Kraft und Hoffnung im Kampf gegen den Krieg. Der Vorsitzende Aloisius Eulberg des Kirchenchores „St. Marien“ bedankte sich herzlich bei den Ukrainischen Sängerinnen und Sängern für ihren Einsatz. Ein kräftiger Applaus ertönte als Anerkennung für ihre Leistung.
Ein besonderer Dank ging auch an Chorleiter Joachim Menningen, der beide Chöre leitet und das gemeinsame Singen ermöglicht hat. Pfarrer Manickathan bedankte sich ebenfalls für die herausragende Mitgestaltung des Gottesdienstes. Es wurde um Spenden für kriegsversehrte Kinder und Erwachsene gebeten, die in einer orthopädischen Klinik in Lwiw behandelt werden.
Zum Abschluss traten beide Chöre gemeinsam auf und sangen das Lied „Swing und Sing im Chor“ sowie das hebräische Lied „Wasma ajelile“. Anschließend trafen sich alle Sängerinnen und Sänger in der Unterkirche zu einem gemeinsamen Imbiss. Die Tafel war in den ukrainischen Farben Blau und Gelb geschmückt und lud zu einem gemütlichen Beisammensein ein. In lockerer Atmosphäre sangen sie ukrainische und deutsche Lieder und tauschten sich, soweit es die Sprachbarrieren zuließen, miteinander aus. BA
