Allgemeine Berichte | 06.04.2017

Landesfeuerwehrverband: Befremdliche Meldungen über KatWarn

Irreführende Berichterstattung

Kreis Neuwied. Die Berichterstattung des Südwestrundfunks in der Landesschau am 3. April über das Bevölkerungs-Warnsystem „KatWarn“ anlässlich eines landesweiten Probe-Alarms hat beim Landesfeuerwehrverband (LFV) Rheinland-Pfalz Befremden ausgelöst: „Zum einen wird am Ende ausgesagt, man habe ja zur Warnung der Bevölkerung bei Schadensfällen Sirenen. Das ist aber, gelinde gesagt, irreführend. Denn in Wahrheit sind Sirenen in unserem Land seit vielen Jahren gar nicht mehr flächendeckend vorhanden“, so LFV-Präsident Frank Hachemer. Zudem muss man sich fragen, wer in der Bevölkerung denn eigentlich, deren Signale überhaupt noch deuten kann? Auch sind es meist alte Sirenen. Aktuelle Sirenen können Durchsagen senden, die meisten der noch vorhandenen können das nicht.“ Auch die Aussage mancher Verantwortlicher, man stütze sich im Notfall auf Lautsprecher-Durchsagen, sei Augenwischerei: „Wer soll diese Durchsagen durchführen? Die Feuerwehr wird im Katastrophenfall anderweitig gebraucht, und Personal müsste im Alarmfall erst zeitraubend instruiert werden.“ Der LFV-Präsident kritisiert außerdem: „Es wurde in dem TV-Beitrag davon gesprochen, dass das Warnsystem KatWarn eine Konkurrenz habe – das ist falsch. Es gibt kein anderes System mit diesen Fähigkeiten. Wer sich über Hintergründe wirklich informiert, wird das leicht feststellen.“ Über andere Systeme seien beispielsweise Bewegungsprofile der Handy-Nutzer möglich, über KatWarn nicht: „Das dürfte die Datenschützer interessieren.“ Auch seien Vergleiche über Kosten „schlicht falsch“: „KatWarn ist in Anschaffung und Unterhaltung das im Verhältnis günstigste.“ Richtig sei vielmehr, dass das Bevölkerungs-Warnsystem des Bundes „MoWas“ und KatWarn nicht konkurrieren, sondern sich ergänzen: Was das eine nicht kann, kann das andere. KatWarn sei inzwischen auch auf elektronischen Werbetafeln in Innenstädten oder in öffentlichen Verkehrsmitteln anwendbar. Außerdem würden ständig neue Funktionen zugefügt. „Wer seine Bevölkerung verantwortungsvoll und auf dem Stand der Technik warnen will, kommt letztlich kaum um beide Systeme herum.“Pressemitteilung

des Landesfeuerwehr-

verbands Rheinland-Pfalz

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