Allgemeine Berichte | 03.11.2022

Jacqueline Diffring Collection hat neuen Sitz im Koblenzer Mittelrhein-Museum

V.li. Dr. Margit Theis-Scholz, Fred Thieltges, Dr. Matthias von der Bank, Peter Balmes, Elisabeth Sauer-Kirchlinne, Franziska Feser, Joachim Becker und Antje Kraus. Quelle: Stadt Koblenz

Koblenz. Zum 1. Oktober 2022 hat die Jacqueline Diffring Foundation als Jacqueline Diffring Collection ihren neuen Sitz im Koblenzer Mittelrhein-Museum gefunden. Aus diesem Anlass fand sich der neukonstituierte Vorstand zusammen, dem VertreterInnen der Stadtverwaltung Koblenz – Dr. Margit Theis-Scholz, Dezernentin für Bildung & Kultur, Sandra Henrich, Kämmerei und Steueramt der Stadt Koblenz, und Dr. Matthias von der Bank, Direktor Mittelrhein-Museum – sowie als künstlerischer Berater – Joachim Becker, ehemals Vorstand Jacqueline Diffring Foundation – angehören. Im Anschluss wurden den VertreterInnen lokaler Kulturpolitik und Kulturinstitutionen Programm und Arbeitsfelder der Jacqueline Diffring Collection vorgestellt. Hierzu gehören insbesondere die Erforschung, Pflege und Präsentation des künstlerischen Nachlasses der Bildhauerin Jacqueline Diffring (1920-2020) ebenso wie die zweijährliche Ausrichtung des Diffring Preises für Skulptur.

Jacqueline Diffring wurde 1920 in eine Koblenzer Kaufmannsfamilie geboren. Aufgrund antisemitischer Verfolgung durch die nationalsozialistische Regierung emigrierte sie 1939 nach England, wo sie zwischen 1944 und 1949 am Technical College in London und der Chelsea School of Art in London Freie Kunst und Bildhauerei studierte: Ihr prägender Lehrer wurde Henry Moore. 1954 kehrte sie nach Koblenz zurück, bis sie 1960 nach Frankreich umzog, wo sie ihr Leben bis zu dessen Ende im Jahr 2020 verbrachte. Erst mit der dort gefundenen Freiheit vermochte Diffring ihr umfangreiches skulpturales Schaffen auszuführen. Es zeigt ihre künstlerische Sozialisation in der Klassischen Moderne, anhand derer Gestaltungsprinzipien sie zu einer eigenständigen Position in der Skulptur der Gegenwart gefunden hat.

Dr. Margit Theis-Scholz führt hierzu aus: „Wir freuen uns sehr, mit der nun am Mittelrhein-Museum beheimateten Jacqueline Diffring Collection das Werk dieser herausragenden Künstlerin auch in ihrer einstigen Heimat einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen und dass auf diesem Wege eine Annäherung zwischen der international bekannten Künstlerin und ihrer Heimatstadt stattgefunden hat“.

Joachim Becker, ehemals Vorsitzender der Jacqueline Diffring Foundation und künstlerischer Berater der Jacqueline Diffring Collection, ergänzt: „Diffrings Themen sind biografisch begründet, berühren jedoch in ihrer Abstraktion jeden Menschen. Sie formen in ihrer Vielfalt ein selbstbewusstes Menschenbild, das die Würde aller Menschen reklamiert. Die Werke Jacqueline Diffrings sind gleichsam Teil einer Koblenzer Erinnerungskultur, die die Wertschätzung demokratischer Errungenschaften reflektiert.“

Dr. Matthias von der Bank, Direktor Mittelrhein-Museum: „Mit der Jacqueline Diffring Collection ist es dem Mittelrhein-Museum nun möglich, das Lebenswerk einer außerordentlichen Künstlerin zu zeigen, die zwar in Koblenz geboren wurde, der es aber unmöglich gemacht wurde, hier als Künstlerin zu leben. Mit der von ihr vertretenen Position wird eine Lücke in den Sammlungsbeständen der Nachkriegsmoderne geschlossen.“ Pressemitteilung der

Stadt Koblenz

V.li. Dr. Margit Theis-Scholz, Fred Thieltges, Dr. Matthias von der Bank, Peter Balmes, Elisabeth Sauer-Kirchlinne, Franziska Feser, Joachim Becker und Antje Kraus. Quelle: Stadt Koblenz

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