Allgemeine Berichte | 17.04.2019

Jahreshauptversammlung der Kreisgruppe Cochem-Zell in Faid

Jäger liefern Beitrag zum Naturschutz

Die Jagdhornbläser begrüßten die Teilnehmer mitHörnerklang. Am Schluss der Jahreshauptversammlungwurde dann die Jahresstrecke verblasen. Fotos: TT

Faid. Hörnerklang, viel Grün und eine informative Trophäenausstellung: Die Jägerinnen und Jäger der Kreisjagdgruppe Cochem-Zell trafen sich traditionell zur Jahreshauptversammlung in Faid. Rund 250 Grünröcke hatten den Weg ins Gemeindehaus gefunden, wo Vorsitzender Franz-Josef „Josi“ Becker neben Landrat Manfred Schnur, Bürgermeister Lambertz, Vertreter der Kreisverwaltung sowie der Forstbehörde begrüßen konnte. In einem Grußwort lobte Landrat Schnur den Einsatz der Jäger für den Natur- und Umweltschutz. „Wir haben eine vielfältige Zusammenarbeit und kooperieren seit Jahren erfolgreich“, sagte der Kreischef. „Das Thema ASP (Afrikanische Schweinepest) schwebt“, so Manfred Schnur, „immer noch über uns“. Die für Menschen ungefährliche, für Schweine absolut tödliche Seuche, ist seit Wochen in Belgien und Luxemburg ausgebrochen und war aus Osteuropa eingeschleppt worden. „Die Gefahr ist noch nicht gebannt, aber wir sind vorbereitet“, erklärte Schnur und verwies auf die Kompetenz der Jäger, die im Rahmen der Seuchenbekämpfung durch waidgerechtes und effektives Dezimieren der Schwarzwildbestände vorbeugend gegen die ASP wirken.

Der Vorsitzende der Kreisgruppe „Josi“ Becker erläuterte in seinem Jahresbericht die Arbeit des Vorstandes, der mittlerweile mit fünf engagierten Jägerinnen auch die Frauenquote mehr als erfüllt habe. „Die Rollende Waldschule erstrahlt in neuem Glanz, und die neuen Vorstandsmitglieder engagieren sich vielfältig“, lobte Becker seine Mitstreiter. Auf einen möglichen Ausbruch der ASP hinweisend erklärte der Vorsitzende, dass bei aller Gefahr die Waidgerechtigkeit bei den Sauen nicht auf der Strecke bleiben dürfe. „Wir bekämpfen eine Seuche und nicht das Schwarzwild“, mahnte „Josi“ Becker unter dem zustimmenden Beifall der Jägerschaft.

Sorge bereitet den Jägern der stete Rückgang des Niederwildes. Hase, Fasan und Rebhuhn werden seit Jahren von den Grünröcken geschont, dennoch nehmen die Bestände dramatisch ab. „Wir sollten zum Erhalt dieser wichtigen Wildtiere nach besten Kräften beitragen, deshalb plädierte der Vorsitzende für Zählungen der Bestände und weitere Biotopverbesserungen in Form von Wildäckern, Anlage von Streuobstwiesen und blühenden Ackerrandstreifen. In dem Zusammenhang berichtete er von der Kooperation mit dem Wanderschäfer Steffen Carmin, der ab sofort im Rahmen eines Biotoppflege-Projekts im Kreisgebiet mit 250 Coburger Fuchsschafen nach einem mit der Kreisverwaltung abgesprochenen Plan im Kampf gegen Verbuschung und Brache mit seiner Herde durch Eifel, Moselraum und Hunsrück streifen wird.

„Josi“ Becker lobte zum Schluss die gute Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern der Kreisverwaltung, die zusammen mit Kreisjägermeister Heiko Mades ganz im Sinne der Bürger, der Jagd und des Umweltschutzes arbeiten.

Kreisjagdmeister Heiko Mades präsentierte im Anschluss in Faid die Streckenzahlen des Jagdjahres 2018/19. Demnach sind im Kreis 3259 (Vorjahr 5331) Wildschweine zur Strecke gekommen. „Das sind natürliche Schwankungen, die immer wieder zu beobachten sind“, so Heiko Mades, sich auf diesen Rückgang beziehend. Beim Rotwild lagen 374 Stücke auf der Strecke. Rehwild schlug mit 4233 Stücken zu Buche. Beim Damwild (meist aus Gattern ausgebrochen) wurden 11 Tiere geschossen. Muffelwild lieferte 326 Stücke zur Jahresstrecke.

Beim Thema Schwarzwildjagd erklärte auch Mades, dass durch die drohende ASP die Jägerschaft zu einer strammen, aber waidgerechten Art der Jagdausübung aufgerufen ist. „Die Aufgabe, die Bestände der Wildschweine flächig zu senken, um ein schnelles Übergreifen der Seuche zu begrenzen, besteht nach wie vor“, appellierte der Kreisjagdmeister an die Jäger. Am Ende seines Berichtes nannte Mades noch eine erfreuliche Entwicklung im Kreis: Im vergangenen Jahr bestanden 13 Jungjäger in der Kreisgruppe Cochem-Zell die Jägerprüfung und in diesem Jahr sind in den laufenden Prüfungen bisher 26 Aspiranten angemeldet.

Den Schlusspunkt der Veranstaltung lieferte dann ein informativer Vortrag von Max Wiegand. Der Weltmeister im Kurzwaffenschießen erläuterte witzig und lehrreich den Umgang mit Schusswaffen. Als ehemaliger Polizeibeamter und aktiver Schießlehrer konnte er den Cochem-Zeller Jägern noch einiges beibringen. Mit eindrucksvollen Video-Clips belegte er manchen Fehler, den auch noch erfahrene Jäger im Alltag machen können. Der 75-Jährige erntete eine Menge Applaus für seine Ausführungen zum Waffenrecht, die Jäger hörten interessiert dem Experten zu.

TT

Max Wiegand, Weltmeister im Kurzwaffenschießen, erläuterte in einem kurzuweiligen Vortrag die Handhabung von Schusswaffen.

Max Wiegand, Weltmeister im Kurzwaffenschießen, erläuterte in einem kurzuweiligen Vortrag die Handhabung von Schusswaffen.

Die Jagdhornbläser begrüßten die Teilnehmer mit Hörnerklang. Am Schluss der Jahreshauptversammlung wurde dann die Jahresstrecke verblasen. Fotos: TT Foto: Picasa

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