Fantastische Aufführung des CyriaChores in der Pfarrkirche
Jesus in Jerusalem
Dümpelfeld. Minutenlange stehende Ovationen waren der verdiente Lohn für eine stimmungsvolle Aufführung des Musicals „Jesus in Jerusalem“ mit Texten von Michael F. Strauss und der Musik von Siegfried Fietz, für den CyriaChor Dümpelfeld unter Leitung von Dr. Rainer Schlömp in der bis zum letzten Platz besetzten Pfarrkirche St. Cyriakus.
Jesus kehrt in die heutige Zeit auf die Erde zurück
Im szenischen Konzert, monatelang vom Chor geprobt, wird mit neugeistlichem Liedgut die bekannte Passion in das Hier und Jetzt übertragen. So wird in Jerusalem Jesu Weg verfolgt vom Einzug in die Stadt bis zu seinem Tod auf Golgota und macht alle Anwesenden zu Beobachtern, Zeugen und Betroffenen.
Jesus, in beeindruckender Weise dargestellt von Gemeindeassistent Matthias Beer, kommt noch einmal auf die Erde zurück. Er findet in Maria (Andrea Knechtges), Peter (Mario Stratmann), Johannes (Barbara Wagner) und Hagen (Rainer Schlömp) wieder Begleiter auf seinem Weg. Er predigt die Liebe und den Frieden, stößt jedoch wie vor über 2000 Jahren auf Zweifler und Gegner, die ihn als Lügner, Hochstapler und falschen Propheten verleumden, so nimmt die Geschichte heute wie damals ihren Lauf.
Geld und Macht bei den Menschen im Lebensmittelpunkt
Zuerst hellauf begeistert von der Erscheinung Jesu, von dem sich die Menschen Freiheit von der langen Knechtschaft versprachen, was Dr. Mirus (Vanessa Stappen) ein Theologe freudig kundtat im Solo „Frei endlich Frei“ und die große Schar mit „Hosianna hilf uns doch“ einstimmte. Aber Jesus merkte schnell das Geld und Macht bei den Menschen im Lebensmittelpunkt stehen und antwortet auf die Frage „Wie ist Gott?“ „Gott ist wie die Liebe, sanft und ohne Eifer, niemals hintergeht er Dich. Er bleibt dir treu auch in Gefahr und was er sagt, ist wahr“. Aber das wollen, heute wie damals, die Menschen nicht begreifen und fangen an gegen Jesus zu hetzen, bezichtigen ihn der Lüge und der Hochstapelei.
Als Jesus zu ihnen sagt, dass Gott die Erde mit seiner Liebe zu uns erneuern wird, ist Jesus ein „Toter Mann“. Da hilft auch nicht Oberbürgermeister Wohlfahrt (Udo Stratmann) der ihn, nach der Gefangennahme in der beeindruckend gespielten einsamen Nacht, zu retten versucht und in seinem Solo fragt „Warum schweigst du nur so laut?“. Sogar Peter (Mario Stratmann) einer seiner Getreuen verleugnet ihn und fragt sich anschließend „Wo soll ich hin? Alles ist aus, die Träume verfliegen. Alles versinkt im Zynismus der Macht. Nur wer kräftig lügt und sich verbiegt, befolgt das Gesetz des Erfolgs und weiß, dass er siegt.“
Letztendlich erkennen die Menschen Gottes Sohn
Nach Jesu Tod fragt sich die Menge „Welch ein Mensch, der für uns stirbt und bei Gott uns Heil erwirbt“ und erkennen in ihm Gottes Sohn. Aber Maria (Andrea Knechtges) gibt uns Hoffnung im großartigen Solo „Gott bewahrt die Hoffnung vor dem Tod, lässt aus Gräbern rote Rosen blüh‘n und das verdorrte Land wird durch uns‘re Hoffnung wieder Grün.“ Auch das fantastisch gesungene Schlusslied schürte die Hoffnung „Jerusalem, in deinen alten Mauern findet uns're Sehnsucht ein Zuhaus‘. Jerusalem, in deinen alten Mauern treibt uns niemand mehr die Hoffnung aus“.
Dass sich die lange Probearbeit gelohnt hatte, merkte der Chor an dem lang anhaltenden Applaus, mit dem sich die Zuschauer für die fantastische Leistung der Sängerinnen und Sänger bedankten, die auch schauspielerisch zu überzeugen wussten. Mit diesen faszinierenden Liedern und aussagekräftigen Texten gelang es dem CyriaChor Dümpelfeld, die Leidensgeschichte den Zuhörern näherzubringen und sie mitzunehmen, anzurühren und zu begeistern.
Ein fantastisches Musical mit szenischen Darstellungen bot der CyriaChor unter Leitung von Rainer Schlömp. Fotos: SES Foto: HEINZ TONI SESTERHEIM
Jesus (li.), gespielt von Matthias Beer, wird von Dr. Mirus (Vanessa Stappen) als Hochstapler hingestellt. Foto: Photographer:H.T.Sesterheim
Oberbürgermeister Wohlfahrt (Udo Stratmann, re.) versucht Jesus zu Retten. Foto: Photographer:H.T.Sesterheim
