Jobcenter Landkreis Mayen-Koblenz informiert mittelständische Unternehmen über flexible Arbeitszeitmodelle
Job-Sharing & Co.
Mayen. Der Bereich Projekte des Jobcenters Landkreis Mayen-Koblenz hatte in Zusammenarbeit mit der Europäisch Türkischen Unternehmergemeinschaft (ETUG) in die Weißenthurmer Verbandsgemeindeverwaltung kleine und mittlere Unternehmen zur Fachveranstaltung „Halbe Zeit - Volle Kraft: Spagat zwischen Karriere und Familie“ eingeladen. Unter der Moderation von Projektmitarbeiter Karl-Heinz Schweda eröffneten Reiner Weber, stellvertretender Geschäftsführer des Jobcenters Landkreis Mayen-Koblenz, im Namen des Jobcenters sowie ETUG-Vorsitzender Deniz Türköz die Veranstaltung mit kurzen Grußworten. Beide Führungskräfte wussten aus eigenen Erfahrungen die enorme Doppelbelastungen der in Teilzeit Beschäftigten zu würdigen und waren sich einig, dass man als Unternehmen zunehmend darauf angewiesen sei, gut ausgebildete und motivierte Fachkräfte zu gewinnen und: zu halten. Die Wahl des passenden Arbeitszeitmodells trage dabei entscheidend zum Gelingen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und somit zu einer einhergehenden Attraktivität des eigenen Betriebes bei.
Gastdozentin Natalia Reschetnikow
Nach einem kurzen Planspiel widmete sich Gastdozentin Natalia Reschetnikow, vom Kompetenzzentrum Zukunftsfähige Arbeit, in ihrem informativen Impulsvortrag „Flexible Arbeitswelt! – Flexible Arbeitgeber?“ den unterschiedlichen Aspekten einer modernen Arbeitswelt. Sie erläuterte mehrere gängige Arbeitszeitmodelle, unter anderem die Teil- und Gleitzeit, verschiedene Formen von Arbeitszeitkonten und führte deren Besonderheiten vor Augen. „Eine spezielle Rolle nehmen hier sicherlich die Lebensentwürfe der sogenannten Generation-Y ein“, begann Reschetnikow ihren Vortrag. Für diese Generation der Digital Natives sei ständige mobile Kommunikation eine Selbstverständlichkeit. Daher sollten Arbeitgeber, die heute qualifizierte Fachkräfte an sich binden wollen, über individuelle Arbeitszeitformen, wie zum Beispiel die alternierende Telearbeit, nachdenken. Sie betonte in ihrem Vortrag immer wieder die Notwendigkeit, detailliert die individuellen Vereinbarungen in Abstimmung mit der betrieblichen Personalvertretung, vertraglich festzuhalten. Während die einen zunehmend flexible Entwürfe rund um die Pflege von Familienangehörigen benötigen, bräuchten andere mehr Zeit, um sich selber zu verwirklichen, durch zum Beispiel ein Ehrenamt oder auch ein intensives Hobby. Im Anschluss griffen die Zuhörer verschiedene Aspekte des Vortrages wieder auf und gaben sich einer regen Diskussion hin: Es wurden eigene Erfahrungen mit der zunehmenden Flexibilisierung wiedergegeben und lebhaft Vor- und Nachteile der dargestellten Modelle diskutiert. Alle waren sich einig, dass im Unternehmen klare Strukturen vorhanden sein müssen, um die Arbeitszeitflexibilität für beide Seiten möglich zu machen. Durch regelmäßige Kommunikation (zum Beispiel Mitarbeitergespräche) soll einerseits der Wohlfühlfaktor im Unternehmen gesteigert, andererseits durch das Prinzip „Fördern und Fordern“ eine persönliche Weiterentwicklung der Mitarbeiter unterstützt werden. Während der Debatte trat bei den Unternehmern die Frage auf, welche Methoden angewandt werden können, um als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden. Man kam zu dem Schluss, dass ein Angebot verschiedener Modelle (zum Beispiel Teilzeit in Kombination mit Job-Sharing) dazu führt, begehrte Fach- und Führungskräfte an sich zu binden. Indem man die individuellen Wünsche der Mitarbeiter respektiert - also einen mitarbeiterzentrierten Ansatz sucht - werden auch lukrative Gehaltsangebote konkurrierender Firmen weniger Chancen haben. Die Ergebnisse wurden in einem Fotoprotokoll festgehalten, und jedem der Anwesenden im Nachgang zur Verfügung gestellt. Bei einem orientalischen Imbiss ließen alle gemeinsam die Veranstaltung kulinarisch ausklingen. Die Organisation der gut besuchten Veranstaltung lag in den Händen der Europäischen Türkischen Unternehmergemeinschaft (ETUG) sowie des Jobcenters Landkreis Mayen-Koblenz und seiner Projekte INKA-MYK (Innovation, Netzwerk und Kompetenz für Arbeitgeber) und MYKfamnetz (Vereinbarkeit von Familie & Beruf), welche aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) sowie dem rheinland-pfälzischen Ministerium für Arbeit und Soziales (MSAGD) und dem Ministerium für Familie (MFFJIV) gefördert werden.
V.l.: Die Gastgeber vom Jobcenter und der Europäisch Türkischen Unternehmergemeinschaft (ETUG) sowie die Projektleiterin vom Institut zur Zukunftsfähigen Arbeit: v.l.: Natalia Reschetnikow, Reiner Weber, Karl-Heinz Schweda, ETUG-Vorsitzender Deniz Türküz, Margreth Kühner-Pustrowski, Denny Blank, Mamuth Colak und Özenc Aslan.Foto: Privat
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