30 Jahre im Dienste der Marktkirche Neuwied
Jubiläumstorte für Pfarrer Werner Zupp
Neuwied. Das war eine Überraschung. Am Ende des Gottesdienstes überreichten die Mitglieder des Presbyteriums der evangelischen Marktkirche Neuwied ihrem völlig verdutzten Pfarrer Werner Zupp eine Torte zum 30-jährigen Dienstjubiläum an der Marktkirche.
Sein Stellvertreter im Presbyterium, Uwe Selzer, erinnerte in einer kurzen Ansprache an den Beginn der Dienstzeit Zupps an der Marktkirche. „Vor 30 Jahren hatten wir mehr Pfarrstellen und waren eine größere Gemeinde“. Doch trotz des Schrumpfungsprozesses, so Selzer, sei die Gemeinde von große Lebendigkeit gekennzeichnet und erwähnte dabei die unterschiedlichen Gottesdienstformen, das Café „Auszeit“, die Ausstellungen, die vielen kulturellen Veranstaltungen, den Weihnachtsmarkt aber auch das Engagement der Gemeinde bei der Flüchtlingsarbeit und der Dachsanierung. Vieles sei dabei eng mit dem Namen Werner Zupp verbunden, der es immer wieder schaffe, Menschen für die Arbeit in der Marktkirche zu gewinnen und zu begeistern ganz unabhängig von deren Zugehörigkeit zur Gemeinde oder der Konfession.
Die Marktkirche wurde zu einer Citykirche
Die Marktkirche zu einer Citykirche mit entsprechendem Angebot zu entwickeln sei das Verdienst von Zupp, so Selzer. Insoweit sei das 30-jährige Jubiläum auch ein guter Anlass, hierfür einmal Danke zu sagen. Und mit einem Augenzwinkern fügte Selzer hinzu: „Nach dem wir mit Blick auf die Präsidentschaftswahl in den USA feststellen müssen, dass nicht jeder Personalwechsel ein Grund zur Freude ist, können wir in der Marktkirche froh sein, dass wir weiterhin auf personelle Kontinuität mit unserem Pfarrer in den nächsten Jahren setzen können“. Der sichtliche gerührte Zupp bedankte sich für die gelungene Überraschung. Er freue sich auf weitere gute Jahre an der Marktkirche.
Im Anschluss bestand Gelegenheit, das Tortenkunstwerk im Gemeindehaus zu verzehren. Dabei konnten die Anwesenden unter anderem auch eine süße, mit Marzipan überzogene Bibel im wahrsten Sinne des Wortes verinnerlichen. Martin Luther, der große Reformator und Bibelübersetzer, der, wie gesagt wird, auch leiblichen Genüssen durchaus zugetan war, hätte hieran sicherlich auch seinen Spaß gehabt.
