Allgemeine Berichte | 05.03.2018

Jugendfeuerwehr Ransbach-Baumbach freut sich über gestiegenes Interesse an ihrer Arbeit und Zulauf in der Gruppe

Jugendliche finden „heißen Job“ Feuerwehr wieder cool

Treffen alle zwei Wochen samstagnachmittags

Besonders großen Spaß macht den Jugendlichen der Umgang mit Technik und Gerätschaften. Kommen sie später in den aktiven Dienst, bringen sie schon viel Vorwissen mit.  KER

Ransbach-Baumbach. Julius ist zwölf Jahre alt und seit zwei Jahren Mitglied der Jugendfeuerwehr Ransbach-Baumbach. Er macht das, „weil mein Bruder schon hier war und weil es Spaß macht“. Später will er wahrscheinlich mal aktives Mitglied in der Feuerwehr von Hundsdorf werden. Vladi (10) ist erst seit ein paar Wochen in der Jugendfeuerwehr. Er wollte „mal gucken, wie es hier ist“. Und es hat ihm gefallen. Robin (15) ist seit seinem zehnten Lebensjahr Jugendfeuerwehrmann in Ransbach-Baumbach. Auch er will später im aktiven Dienst „richtiger“ Feuerwehrmann sein. Knoten machen und die Feuerwehrdienstvorschrift nennt er als die Dinge, die er schon gelernt hat. Natürlich hat er bei Übungen auch schon Feuer gelöscht. Denis ist zwölf. Warum er in der Jugendfeuerwehr ist? „Wegen sozialen Gründen. Weil ich gerne anderen helfen will und später mal zur Berufsfeuerwehr gehen möchte.“ Vor zwei Wochen kam David (12) zur Jugendfeuerwehr. „Weil ich das alles gerne lernen will und später auch in den aktiven Dienst gehen möchte.“ Schon zweimal hat David ein Brandereignis aus nächster Nähe erlebt, einmal das große Feuer in der Firma Reifen-Gundlach und einmal in einem Nachbarhaus in seiner Straße.

Immer mehr Kinder und Jugendliche engagieren sich

Als Wehrführer zuständig für die Einsätze und Ausbildung der Feuerwehr in Ransbach-Baumbach und die Organisation der Jugendfeuerwehr ist Olaf Faller. Im Gespräch mit „BLICK aktuell“ beschreibt er die Situation seiner Einheit so: „Wir haben zurzeit 50 aktive Feuerwehrleute und zusätzlich die Mitglieder der Jugendfeuerwehr, die momentan wieder sehr gut am Wachsen ist. Im Moment sind es knapp ein Dutzend Jugendliche, die sich hier engagieren. Über mehr wären wir natürlich froh, aber es ist heutzutage nicht so einfach, junge Menschen für ein Ehrenamt zu begeistern. Aber im Moment läuft es ganz gut, wir haben in den letzten Wochen wieder Zuwachs bekommen. Das hat sicherlich auch damit zu tun, dass wir in der Presse mehr Werbung für unsere Arbeit machen. Und die Kinder sprechen untereinander über die Feuerwehr und machen dadurch andere neugierig auf eine Mitgliedschaft.“ In der Jugendfeuerwehr darf jeder Junge und jedes Mädchen ab zehn Jahren mitmachen. Mit 16 können die Jugendlichen überlegen, ob sie in den aktiven Erwachsenendienst gehen. In der Zwischenzeit werden sie mit der Feuerwehrarbeit vertraut gemacht. Dazu gehört das Wissen über die Feuerwehrstruktur und die Technik- und Fahrzeugkunde. Übungsmäßig wird auch das Löschen trainiert. Dafür gibt es sogar einen eigenen Jugendfeuerwehr-Wagen mit Schläuchen, Pumpen und anderen technischen Dingen. Bloß an echten Einsätzen dürfen die Jugendfeuerwehrleute noch nicht teilnehmen. „Was sie aber gerne machen“, sagt Wehrführer Olaf Faller, „ist, in der Feuerwache zur Hand zu gehen, wenn die örtliche Wehr zu Einsätzen ausrückt“. Oder sie helfen bei der Absicherung des Karnevalszugs. Olaf Faller: „Alles Sachen außerhalb des Gefahrenbereichs!“

Jeder erhält seine eigene Schutzausrüstung

Stolz sind die Mitglieder der Jugendfeuerwehr auf ihre eigene Uniform beziehungsweise Schutzausrüstung inklusive des typischen Feuerwehrhelms. Die Kleidung wird jedem jungen Mitglied von der Verbandsgemeinde in der passenden Größe zur Verfügung gestellt. In der Verbandsgemeinde gibt es außer in Ransbach-Baumbach, wozu auch Hundsdorf gehört, noch zwei Jugendfeuerwehren, eine in Nauort („Nauorter Höhe“) und eine für die Haiderbachgemeinden Dessen, Breitenau, Oberhaid und Wittgert.

Samstags wird geübt

Als Jugendwart für die Jugendfeuerwehr Ransbach-Baumbach zuständig ist Wehrmann Arne Gotzen. Oft wird er unterstützt von anderen Feuerwehrkameraden, die der Nachwuchsarbeit Bedeutung beimessen. Dazu gehören Ulrich Dörschel, Oliver Sauer, Sarah Stahl, Sven Klose und Sebastian Walther. Alle zwei Wochen treffen sich die Betreuer samstagnachmittags in der Feuerwache mit den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr zum Üben und Lernen. Und gerne wird auch mal etwas Geselliges unternommen oder lehrreiche Spiele gespielt. Die Jugendlichen werden zuhause abgeholt und nach den Treffen wieder dorthin zurückgebracht.

Hier wird „Feuerwehr-Memory“ gespielt. Nur wenn alle aufpassen, kann die Stadt vor der Feuerkatastrophe gerettet werden.

Hier wird „Feuerwehr-Memory“ gespielt. Nur wenn alle aufpassen, kann die Stadt vor der Feuerkatastrophe gerettet werden.

Ihren eigenen Feuerwehrwagen ziehen die Jugendlichen auch schon mal gemeinschaftlich mit Muskelkraft aus der Fahrzeughalle.

Ihren eigenen Feuerwehrwagen ziehen die Jugendlichen auch schon mal gemeinschaftlich mit Muskelkraft aus der Fahrzeughalle.

Teamwork und an die Regeln halten - das lernen die Mitglieder der Jugendfeuerwehr Ransbach-Baumbach bei jedem Treffen.

Teamwork und an die Regeln halten - das lernen die Mitglieder der Jugendfeuerwehr Ransbach-Baumbach bei jedem Treffen.

Besonders großen Spaß macht den Jugendlichen der Umgang mit Technik und Gerätschaften. Kommen sie später in den aktiven Dienst, bringen sie schon viel Vorwissen mit. Fotos: KER

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