Allgemeine Berichte | 14.01.2017

Megina-Gymnasium Mayen

Junge Europäer lernen sich kennen

Schüler der Oberstufe nahmen an trinationalem Treffen im Europahaus teil

Beim Seminar „Think Europe“ kam für die Beteiligten der Spaß selbstverständlich nicht zu kurz. privat

Bad Marienberg. Was Jugendliche anderer Nationen über europäische Probleme und Lösungsversuche denken und wie gemeinsam an Lösungen gearbeitet werden kann, konnten 25 Schülerinnen und Schüler aus dem Bilingual-Kurs, dem Sozialkunde- und Geschichtsleistungskurs der MSS 12 sowie die betreuenden Lehrer Achim Engels und Katja Lüdemann vor Weihnachten in dem viertägigen Seminar „Think Europe“ im Europahaus erfahren. In Bad Marienberg trafen sich die Schülerinnen und Schüler aus Tschechien (genauer gesagt aus der Mayener Partnerstadt Uherské Hradište), den Niederlanden und Deutschland. Spielerisch kamen die Teilnehmer ins Gespräch, indem Erwartungen an das Seminar ausgetauscht und persönliche Fragen beantwortet wurden. Viele interaktive Programmpunkte mussten in den folgenden Tagen bearbeitet werden. In Rollenspielen wurden fiktive Länder repräsentiert, während die eigenen Länder mit Präsentationen, einem Quiz und länderspezifischem Essen vorgestellt wurden.

Im sogenannten „world café“ wurde in multinationalen Gruppen auf Englisch über für Europa relevante politische Themen wie den Brexit oder die Flüchtlingskrise diskutiert. Anhand von Lebensläufen mussten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über die Aufnahme von Flüchtlingen entscheiden, was lebhafte ethische Diskussionen provozierte. Ebenso hitzig wurde debattiert, als es darum ging, eine politische Position zu vertreten, die eigentlich nicht die Eigene ist und die anderen Teilnehmer von dieser Ansicht zu überzeugen. In Bonn hörten die Schülerinnen und Schüler im Besucherzentrum der Bundeswehr den Vortrag eines Generals zu aktuellen Sicherheitsproblemen Europas und stellten ihm anschließend Fragen. Die Ziele des trinationalen Seminars im Europahaus Bad Marienberg wurden alle erreicht: Den Schülerinnen und Schülern bleibt nicht nur ein genaueres politisches Verständnis und Interesse an europäischen Angelegenheiten, sondern auch ein verbessertes Englisch und Freundschaften mit Jugendlichen anderer Nationen. Nicht zuletzt ist das trinationale Seminar auch ein Begegnungsprojekt, das für die bilingualen Schülerinnen und Schüler eine Voraussetzung zur Erlangung des Exzellenzlabels CertiLingua darstellt.

Große Wertschätzung gilt dem Förderverein des Megina Gymnasiums, der wie bereits in den Jahren zuvor die Teilnahme am Seminar im Europa-Haus großzügig unterstützt hat.

Beim Seminar „Think Europe“ kam für die Beteiligten der Spaß selbstverständlich nicht zu kurz. Foto: privat

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