Projekt „LeseHeld“ in der Öffentlichen Bücherei mit dem Deutschen Amateur-Radio-Club
Junge Funkamateure in Aktion
Lesen, Funken, Morsen und Kontakte mit aller Welt herstellen
Rheinbach. Für 13 Jungen im Alter zwischen acht und zehn Jahren begann an zwei Wochenenden im März ein spannendes Projekt. Die öffentliche Bücherei St. Martin Rheinbach und der Deutsche Amateur-Radio-Club e.V., Ortsverband Meckenheim/Rheinbach, hatten ein interessantes Vorhaben zur Leseförderung für Jungen vorbereitet. Das Projekt „Weltweit Hören“ im Rahmen der Aktion „Ich bin ein LeseHeld“ richtete sich an interessierte Kinder und lüftete das spannende Geheimnis um die Welt der Funkamateure und des Radios. Begleitet wurde dieses zweitägige Abenteuer ums Hören und Kontakte knüpfen mit dem In- und Ausland mit spannender Lektüre zum Thema. Das Projekt wurde im Rahmen von „Kultur macht STARK - Bündnis für Bildung“ und dem Borromäusverein e.V. durchgeführt. Am ersten Tag lernten die Jungs allerhand Wissenswertes zum Thema „Funk, wo kommt heute Funk vor, im Alltag und in der Freizeit“. Dabei wurde von Tom Kamp und Peter Machalowsky vom Deutschen Amateur-Radio-Club ein Kurzwellenfunkgerät vorgestellt und dargestellt, was man damit alles machen kann. Richtig spannend wurde es dann für die Kids, als eine Kommunikation und Kontaktaufnahme mit anderen Funkern aufgebaut wurde. Beeindruckt waren die Jungs, als ihnen mit der „LeseHeld“-Geheimschriftscheibe gezeigt wurde, wie man Nachrichten verschlüsseln kann. Auch die Vorstellung des Buches „Die grüne Wolke“ fand Gefallen bei dem kleinen Publikum. Spiele rund um den Funk, das Stöbern in der „LeseHeld“-Kiste und ein kleiner Imbiss rundeten den ersten Tag ab. Am zweiten Tag wurde aus dem Buch „Kon-Tiki“ von Thor Heyerdahl vorgelesen. Nach der Einführung in den Funk am ersten Tag, verfolgten die 13 Jungs die spannenden Ausführungen zur technischen Ausstattung der Kon-Tiki, denn die Kon-Tiki war mit drei wasserdichten Funkgeräten und einer sogenannten Drachenantenne ausgerüstet und so der Kontakt von dem Floß aus unter anderem sogar direkt nach Oslo hergestellt. Dann wurde es erneut spannend, denn nun wurde das Morsen vorgestellt mit einer Morsetaste an einem Kurzwellenfunkgerät. So lernten die Kids, dass jeder Buchstabe zu einem bestimmten Morsezeichen gehört. In einem lustigen Spiel wurden die Buchstaben in die Runde gerufen und die Gruppe hüpfte und tanzte die Töne. Dabei wurde sichtbar und hörbar, dass die Sprache der Morsezeichen einer eigenen Melodie folgt. Wissenswertes rund um einen Web-Empfänger und das Erraten der Herkunft von Sendern gehörte am zweiten Tag ebenso dazu, wie die Vorführung von Amateurfunkempfang. Zum Abschluss der zweitägigen Veranstaltung waren sowohl die Kinder als auch die Projektbeteiligten begeistert. In Anerkennung der Teilnahme erhielten die Kinder als Auszeichnung ein Zertifikat „Kleiner Empfangsschein Kurzwelle“ vom Deutschen Amateur-Radio-Club, in dem den Teilnehmern die Grundkenntnisse in verschiedenen Funkdisziplinen bescheinigt wurden. Dazu gab es von der Öffentlichen Bücherei St. Martin für jedes Kind eine „LeseHeld“-Urkunde und weitere kleine Geschenke. Selbst in den Zeiten von Internet und Mobiltelefon hat der Amateurfunk nichts von seiner Faszination verloren und wird als Hobby von rund 75.000 Funkern betrieben. Vielleicht haben diese zwei Tage bei dem einen oder anderen Teilnehmer sogar das Interesse geweckt, sich mit diesem Hobby weiter zu beschäftigen.
Das Projektteam der Lese-Held-Veranstaltung: Tom Kamp, Vorstandsvorsitzender des DARC Ortsverband G23, Meckenheim/Rheinbach, Funker und Mitarbeiter der Öffentlichen Bücherei, Peter Machalowski, Daniela Hahn, Leiterin der Öffentlichen Bücherei, Gabriele Funke und Anne Bennau, Mitarbeiterinnen der Öffentlichen Bücherei.
