Bemerkenswerte Kirmes in Villip
Junggesellen sorgten für eine großartige Kirmes, die ihren Namen auch verdient
Ortsausschussvorsitzender Tobias Teichner eröffnete größte Kirmes im Ländchen“ mit einem zünftigen Fassanstrich
Villip. „Ich bin froh, dass es die Junggesellen gibt, denn ohne die gäbe es die Villiper Kirmes nicht - die einzige im Drachenfelser Ländchen, die ihren Namen noch verdient hat“, lobte Ortsausschussvorsitzender Tobias Teichner (CDU) die zwei Dutzend Mitglieder des Junggesellen-Vereins „Eintracht“ Grün-Weiß Villip. Die hatten nach drei Jahren coronabedingter Unterbrechung wieder eine bemerkenswerte Kirmes auf dem Kirchplatz organisiert, bei der keine Wünsche offenblieben. Kein Wunder also, dass die Besucher schon bei der Kirmeseröffnung am Samstagnachmittag in Scharen zusammenströmten.
Denn traditionsgemäß wird die „größte Kirmes im Ländchen“ mit einem zünftigen Fassanstich eröffnet, bei dem Teichner erstmals den Holzhammer schwang und das Bierfass mit wenigen Schlägen problemlos bezwang. Assistiert wurde er dabei nicht nur von den Junggesellen um ihren Vorsitzenden Dennis Krupp, der zugleich gemeinsam mit Anja Esser das Maikönigspaar bildet, sondern auch von den Gemeinderatsmitgliedern Mira Schwarzenberger und Ulf Hausmanns sowie von Bürgermeisterin i.R. Renate Offergeld und vielen anderen „Honoratioren“.
Auf dem Kirchplatz wurde viel geboten
Bei angenehmen Herbsttemperaturen war die Gästeschar am Wochenende auf dem Kirchplatz erfreulich groß, zumal dort Autoscooter, Kinderkarussell, Raketenbahn, Schießbude, Pfeilwurfbude, Losbude, Entenangeln, Greifarm sowie Zuckerwatte- und Bratwurstbude auf Kundschaft warteten. Nicht nur am Boxautomaten lieferten sich die Junggesellen einen packenden Wettkampf, sie stellten auch am Nagelklotz ihre Zielgenauigkeit mit dem Hammer unter Beweis.
Nach dem Kirmesgottesdienst unter Mitwirkung des Kirchenchores Sankt Cäcilia Villip in der Pfarrkirche St. Simon und Judas Thaddäus am Samstagabend wurde anschließend im kleinen Junggesellen-Festzelt bei der Kirmes-Disco mit Discjockey Götsch ausgiebig gefeiert. Dabei war auch wieder die Sektbar geöffnet, in der außerdem leckere Cocktails ausgeschenkt wurden. Gut besucht war auch der Frühschoppen am Sonntagmorgen.
Verhandlung unter dem Gerichtsbogen
Der fiese Zachaies beobachtete das Geschehen derweil von seinem Platz und dem Zeltdach aus sehr genau und spielte den Kirmesbesuchern so manchen Schabernack. Er sollte später noch seine verdiente Strafe erhalten. Zumal sein Sündenregister noch gewaltig anwuchs im Laufe der vier Kirmestage, sodass dem hohen Junggesellen-Gericht bei der feierlichen Zacheies-Verhandlung unter den historischen Gerichtsbogen am Dienstagabend keine andere Wahl blieb, als den Bösewicht nach alter Väter Sitte zum sofortigen Feuertod zu verurteilen. Zuvor war die Kirmesgesellschaft in einem traditionellen Umzug mit Pechfackeln, musikalische begleitet von den Berkumer Dorfmusikanten unter der Leitung von Peter Lex, durch den Ort gezogen. Zum Kirmesabschluss schwenkte Junggesellen-Fähnrich Alexander Weiß noch einmal die Fahne, und die letzten Biere wurden auf Kosten des Zachaies ausgeschenkt.
JOST
Auf dem Kirchplatz in Villip hatten die Junggesellen eine bemerkenswerte Kirmes organisiert.
