Ein wahrer süßer Schauer regnete auf die Grundschulkinder nach dem Singen von Martinsliedern beim traditionellen „Krabbeln“
Traditionelles „Krabbeln“ der Grundschulkinder in der Innenstadt
Remagen. Es ist schon etwas Besonderes in Remagen, das traditionelle „Krabbeln“ der Grundschulkinder. „Hillejet zante Määtes“ und „Sankt Martin“ erklang es letzte Woche Dienstagmorgen lautstark aus rund 270 Kinderkehlen in der Remagener Innenstadt. So mancher Käufer und Gast blieb stehen und beobachtete den alten Brauch in Remagen. Angesagt war das traditionelle „Krabbeln“ der Grundschulkinder. In zwei Gruppen, getrennt in Erst- und Zweitklässler und Dritt- und Viertklässler, und nicht wie ganz früher in Owerstätzje und Bachstätzje, zogen die Grundschulkinder, zu weiten Teilen mit Fahrradhelm gesichert, durch die Innenstadt. Überall dort, wo großzügige Menschen mit Süßigkeiten, Mandarinen und Kleinspielzeug in den Türen standen, sangen die Kinder das Remagener Martinslied „Hillijet zante Määtes“ oder auch „Ich geh mit meiner Laterne“, um anschließend die geworfenen süßen Gaben der edlen Spender zu fangen. „Hier, hier“ riefen die Grundschüler, die von ihren Lehrpersonen, dem DRK und der Feuerwehr begleitet wurden, lautstark, um auf sich aufmerksam zu machen. Standen die etwas stürmischen Kinder in den vorderen Reihen, so blieb der vorsichtigere Nachwuchs meist etwas abseits, um sich nicht zu sehr dem Gerangel auszusetzen. Doch auch die Vorsichtigeren wurden von den Spendern bedacht, denn vor allem auch die hinteren Reihen wurden freundlich bedient. Nach gut zwei Stunden zogen die Kinder müde und mit gefüllten Tüten nach Hause, um am Abend für den Martinszug wieder fit zu sein. AB
