Allgemeine Berichte | 29.01.2024

VdK und SBR starten neue Gesprächsreihe

Kann die Boomergeneration im Westerwald noch angemessen gepflegt werden?

Verlegt auf den 1. Februar

Horbach.Wer pflegt die Boomergeneration - wie geht es weiter mit der Altenpflege im WW? Dies ist der Titel einer neuen Veranstaltungsreihe „Pflegegespräch WW-regional“. Dazu lädt der Senioren- und Behindertenrat (SBR) Westerwald künftig mehr oder weniger regelmäßig gemeinsam mit dem VdK-Kreisverband Westerwald ein. Auftakt ist am Donnerstag, 1. Februar (wetterbedingt verlegt vom 18.1.) im Seniorenzentrum Ignatius-Lötschert-Haus (ILH) im Buchfinkenland. Mitveranstalter ist dabei der Förderverein der Einrichtung. Es kommen riesige Herausforderungen auf unsere älter werdende Gesellschaft zu: Die Generation der „Baby-Boomer“ geht in Rente. Ihre Arbeitskraft fehlt überall, auch in der Pflege. Und immer mehr von ihnen werden selbst pflegebedürftig. Viele Punkte müssen vor diesem Hintergrund gleichzeitig angegangen werden: eine bessere Unterstützung pflegender Angehöriger, flexiblere Leistungen, Digitalisierung und eine Neuordnung der Aufgabenverteilung sind nur einige Stichpunkte. Alle sind gefordert.

Das Pflegerisiko dieser geburtenstarken Generation wird eine exponentielle Steigerung erfahren. In den Jahrzehnten nach 2030 werden die Pflegeeinrichtungen aus allen Nähten platzen und der Nachfrage nicht gerecht werden können – auch bei uns im WW! Dies vor dem Hintergrund, dass die Altenpflege schon heute teilweise vor dem Kollaps steht!

Die neue Gesprächsreihe will Beteiligte und Betroffenen mit ihren Angehörigen ins Gespräch bringen. Wie sehen das Vertreter/innen von Pflegeheimen und privaten Pflegediensten? Was schlagen Expert/innen vor und was wünschen sich Betroffene und Angehörige im Westerwald? Und vor allen Dingen: welche Lösungen findet die Politik?

Die beiden Veranstalter VdK und SBR wollen in einer unregelmäßigen Reihe von „Pflegegesprächen WW-regional“ in Kooperation mit Einrichtungen vor Ort mit einer begrenzten Teilnehmerzahl von je etwa 15 bis 20 Personen, mit Experten, Betroffenen und Angehörigen, Pflegefachkräften sowie zuständigen Verwaltungen und der Politik über die Situation reden. Darüber, wie die Situation im Westerwald und landesweit derzeit ist und was für eine grundlegende Verbesserung getan werden muss – damit auch die Boomergeneration noch angemessen gepflegt werden kann. Beim Auftakt am 1. Februar werden mit einem kurzen Input dabei sein: Jens Lotz, Pflegstützpunkt Wirges-Wallmerod; Schwester Barbara, Gemeindeschwester+ VG Montabaur; Claudia Brockers, Abteilungsleiterin Pflege zu Hause beim Caritasverband WW-RL; Werner Noll, Nachbarschaftshilfe Buchfinkenland; Margit Chiera, Demenznetzwerk Montabaur-Wirges-Wallmerod und Jenny Keck als Pflegende Angehörige. Grußworte kommen von ILH-Heimleiter Chris Martin und dem VdK-Kreisvorsitzenden Eckhard Kurz. Elisabeth Benner vom VdK-Kreisverband wird die aktuelle Pflegestudie ihres Verbandes kurz vorstellen. Die Moderation des Abends hat Uli Schmidt, der auch als Vorsitzender des ILH-Fördervereins das Konzept eines „ILH-Campus“ erläutern wird.

Das Auftaktgespräch beginnt um 18 Uhr und endet gegen 20. Uhr. Eine Teilnahme ist nur nach Anmeldung möglich, derzeit sind noch einige Plätze frei. Anmeldung gerne unter uli@kleinkunst-mons-tabor.de.

Pressemitteilung

Senioren- und Behindertenrat Westerwald

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