Katzenhilfe Neuwied e.V.
Katzen-Quartett mit Charme und Handicap
Neben vielen Babys warten bei der Katzenhilfe zurzeit auch mehrere behinderte Tiere auf ein neues Zuhause
Neuwied. Sommerzeit ist Babyzeit – zumindest bei der Katzenhilfe Neuwied. In der Hauptpflegestelle in der Rheinstraße, aber auch in manchem privaten Unterschlupf, hat der ebenso süße wie quirlige Nachwuchs das Regiment übernommen. Eine Menschenfamilie für die niedlichen Kätzchen zu finden, fällt meist nicht schwer. Für die „älteren Semester“, die sich zurzeit in der Obhut der Tierschützer befinden, sieht es angesichts der possierlichen Konkurrenz dagegen schon schlechter aus. Zumal viele der erwachsenen Tiere von den unermüdlichen neuen Mitbewohnern so genervt sind, dass sie sich Besuchern entweder gar nicht oder von einer wenig schmeichelhaften Seite zeigen.
„Zum Glück gibt es immer wieder Menschen, die ganz gezielt nach einem erwachsenen Tier suchen“, freut sich Ingrid Haberscheidt, die zweite Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins. Aber einige der Katzenhilfe-Schützlinge bereiten ihr und ihren Mitstreitern und Mitsreiterinnen dennoch Sorgen. Allen voran die „Reha-Truppe“: Momentan betreut die Katzenhilfe nämlich außergewöhnlich viele behinderte Tiere.
Eine besondere Wohngemeinschaft
Da ist zum Beispiel die 13-jährige Kiki. Die zierliche kleine Tigerdame hat nur ein Auge und das ist blind. Ihr Zuhause hat die verschmuste Katze verloren, als ihre Menschen sich trennten. Für Kiki, die darauf angewiesen ist, sich in vertrauter Umgebung – im wahren Wortsinn – blind zurechtzufinden, war der Wechsel in ein Tierheim besonders bitter. Mittlerweile hat sie sich aber gut eingewöhnt und ist wegen ihres sanften und bescheidenen Wesens zu einem der Lieblinge des Katzenhilfe-Teams avanciert.
Genau wie der zwölfjährige Findus, der das Zimmer mit Kiki teilt und am liebsten auf dem Kopierer schläft. Das tut er mitunter so fest, dass er nicht einmal sofort bemerkt, wenn er gestreichelt wird. Sobald Findus die Zuwendung dann doch mitbekommt, kriegt er sich vor Freude aber kaum noch ein, denn die Aufmerksamkeit von Menschen ist sein ganzes Glück, was er übrigens recht lautstark kundtut. Mit seinen großen braunen Augen und dem schwankenden Gang ist er zwar keine Schönheit im klassischen Sinn, aber ein durch und durch liebenswerter Geselle.
Dritte in der Wohngemeinschaft ist die zierliche Susi. Die ist zwar erst geschätzte zwei Jahre alt, hat aber ohne Zweifel bereits viel Schlimmes erlebt. Völlig erschöpft und abgemagert kam sie bei der Katzenhilfe an und hat ihr Schlafbedürfnis auch nach mehreren Wochen noch nicht gestillt. Allerdings ist es für das junge Katzenmädchen auch nicht besonders leicht herumzutollen. Denn der Tierarzt stellte fest, dass ihre Hüfte gebrochen war und, weil unversorgt, falsch zusammengewachsen ist, was ihren oft schwankenden Gang erklärt. Davon abgesehen ist Susi eine echte Schmusekatze, die auch noch ein echtes „Ringelschwänzchen“ hat.
Schon seit vielen Monaten lebt Max Dreibein in der Rheinstraße. Der stattliche, 13 Jahre alte Tigerkater, der vor vielen Jahren einen seiner Hinterläufe verloren hat, kam zu den Tierschützern, nachdem seine Besitzerin gestorben war. Mittlerweile hat er sich gut eingelebt, obwohl in jüngster Zeit eine putzmuntere „Zwergenbande“ die von ihm überaus geschätzte Ruhe empfindlich stört.
„Wir würden uns natürlich unglaublich freuen, wenn auch unsere Sorgenkinder möglichst schnell ein neues Zuhause finden – zumal die meisten von ihnen ja schon ziemlich betagt sind. Allerdings wissen wir auch, dass das Zusammenleben mit diesen Tieren eine besondere Herausforderung ist, bei der wir aber gern helfen. Wenn nötig auch dauerhaft.“ Aber auch wer keines der Tiere mit nach Hause nehmen kann, ist den Tierschützern willkommen. „Gerade unsere behinderten Tiere brauchen viel Aufmerksamkeit. Da ist uns jede Unterstützung beim Streicheln willkommen.“ Nähere Informationen: Tel. 01 57 52 68 76 61.
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