Jahreshauptversammlung mit guten Ergebnissen
Katzenschutzverein stellt sich seinen Aufgaben
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Aufgaben hat sich der Katzenschutzverein Bad Neuenahr-Ahrweiler zu Hauf auf die Fahne geschrieben. Mit Hartnäckigkeit und eisernem Willen setzen die Mitarbeiter ihre Pläne um. Im Augenblick ist das größte Anliegen des Vereins, dass auch hier im Umkreis eine Kastrations- und Registrierungspflicht eingeführt wird.
Bis zum Stadtrat ist ihr Anliegen schon vor gedrungen und es haben Gespräche diesbezüglich mit dem Bürgermeister Orthen, Herrn Schuhmacher vom Ordnungsamt und den Vertretern des Jagd- und Naturschutzbundes, sowie der Kreisjägerschaft gegeben. Man scheint dem Ziel näher zu rücken, die Last der Kosten der medizinischen Versorgung frei lebender Katzen nicht alleine dem Katzenschutzverein und andere Tierschutzorganisationen zu überlassen, sondern erheblich zu senken. Der Bürgermeister hat für die nächsten Jahre ein höherer Zuschuss zugesichert.
Alleine ca. 300 Tiere wurden 2016 eingefangen, von den Tierärzten behandelt, kastriert oder anderwärtig versorgt. Ein Teil konnte wieder an den angestammten Plätzen ausgesetzt werden, andere wurden gepflegt, gefüttert und vermittelt.
Beihilfeaktion zur Kastration
Damit die Anzahl der Katzen im Allgemeinen nicht ins Unermessliche abdriftet, hat der Verein im Frühjahr und im Herbst eine Beihilfeaktion zur Kastration gestartet. Die Kosten für den Chip und die Registrierung der Tiere wurde komplett vom Verein übernommen. Diese Aktion wurde jedoch nur regional in dem Großraum Bad Neuenahr-Ahrweiler und Grafschaft durchgeführt. Da das Angebot sehr gut angenommen wurde, plant man für 2017 eine Wiederholung.
80 Katzen konnten in ein neues Zuhause vermittelt werden. Es waren zum Teil ältere Tiere, deren Besitzer sich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr um die „Mitbewohner“ kümmern können. Immer öfter gibt es „Scheidungskatzen“, über deren „Besitz“ man sich nicht einigen kann und dann dem Verein anvertraut werden. Hinzu kommen die vielen Jungtiere, die plötzlich einfach so da sind und auf eine neue Heimat hoffen. All das verursacht Kosten und Zeit, weil der Verein die Tiere und Personen, denen sie anvertraut werden, weiterhin mit Rat und Tat unterstützt.
Zahlreiche Veranstaltungen
140 Mitglieder zählt der Katzenschutz-Verein im Jahre 2016. Dazu kommen noch ca. 50 fördernde Nichtmitglieder. Da diese Beiträge bei weitem nicht ausreichen, um die Aufgaben des Vereins zu finanzieren, wurden übers Jahr verteilt mehrere Veranstaltungen und Infostände auf die Beine gestellt. Das fängt mit dem Frühlingsfest an und geht weiter über die Infostände beim Jubiläumsfest „200 Jahre Kreis Ahrweiler“, beim Fest der guten Laune, Weinfest in Bachem, am Weltkatzentag vor dem Geschäft „Ellinor’s Lifestyle“ in der Ahrweiler Niederhut, in Bad Neuenahr vor dem Lottogeschäft von Frau Schrick, und dem Edeka-Center in Wachtberg-Berkum. Dann darf der Adventsbasar und der Hof-Flohmarkt in Ringen in Bobby’s Zuhause nicht unerwähnt bleiben.
Die Teilnahme am landesweiten 13. Ehrenamtstag in Mayen stellte sich als besonderes Ereignis heraus. Hier war die Möglichkeit geboten, die Tätigkeiten der vielen Helfer zu präsentieren. Zudem outeten sich die Ministerpräsidentin Malu Dreyer und auch die Arbeitsministerin Andrea Nahles als Fans von „Bobby“, der seine Bekanntheit schon bis nach Norwegen ausgebreitet hat.
Durch seine 14-tägige Präsenz im „Blick Aktuell“ und die Unterstützung der vielen Veröffentlichungen in der Presse gewinnt der Verein an positiver Aufmerksamkeit. Großzügige Einzelspenden und der Verkauf des „Bobby“-Kalenders tun ihr Übriges dazu, dem Katzenschutzverein ein gutes finanzielles Polster zu schaffen.
Dementgegen stehen die Ausgaben an Tierarztkosten von ca. 10.000,- Euro. Trotzdem ist der Vorstand mit der finanziellen Situation überaus zufrieden. Für das Jahr 2017 sind wieder viele Aktionen geplant. Dreh und Angelpunkt ist die 40-Jahrfeier, worüber in der Presse näheres berichtet wird.
