Villip stand vier Tage lang ganz im Zeichen der Kirmes
Kein mildes Urteil für den „Zachhaies“
Beste Stimmung bei Junggesellen-Disco, Frühschoppen und Festumzug
Wachtberg-Villip. Wenn die Feststimmung regelrecht in der Luft liegt und der ganze Ort auf den Beinen ist - dann ist wieder Kirmeszeit in Villip. Schon im vergangenen Jahr feierte diese uralte Villiper Tradition ihr vollständiges Corona-Comeback, woran man heuer nahtlos anknüpfte. Dabei ist es vor allem das harmonische Zusammenspiel von Heimatverein und Junggesellen als Veranstalter, bzw. Ausrichter, das der Kirmes ihr unverwechselbares Gepräge gibt. Schon zum Fassanstich konnte der Vorsitzende des Junggesellenvereins Eintracht Grün-Weiß Villip, Fabian Schäfer, zahlreiche Gäste und Ehrengäste auf dem Kirmesplatz begrüßen. Eben jener Fassanstich war für Bürgermeister Jörg Schmidt reine Formsache: nach zwei präzisen Schlägen lief das Kölsch in die Gläser. „Ich freue mich, dass wir wieder Kirmes feiern können. Die Junggesellen und Ortsvorsteher Tobias Teichner investieren in deren Gelingen sehr viel Arbeit und Zeit. Das ist erneut in hervorragender Weise gelungen und gut für Villip“, so Schmidt, der auch den Schaustellern für die schöne Belebung der Villiper Kirmes dankte.
Kirmes endete mit uralter Tradition
Und tatsächlich fanden die zahlreichen Gäste hier genau das, was eine Kirmes eben ausmacht: von Schieß- und Wurfbude über Kinderkarussells und Süßwarenparadies bis hin zum klassischen Autoscooter. Dass es dank frischem Fassbier und Deftigem vom Grill auch nicht an den passenden Stärkungen mangelte, versteht sich dabei von selbst. Und natürlich wurde auch reichlich gefeiert - samstags bei der Junggesellen-Disco, sonntags und montags beim obligatorischen Frühschoppen. Der Kirmes-Dienstag stand zunächst ganz im Zeichen von Familientag und anschließendem Festumzug, bevor abends alles in Form einer ebenfalls uralten Tradition endete: für seine zahlreichen Kirmes-Sünden wurde dem Kirmesmann - der in Villip seit jeher auf den Namen „Zachhaies“ hört - der Prozess gemacht. Dessen Vergehen waren derart umfangreich, dass der arme Kerl kein mildes Urteil zu erwarten hatte und schließlich in Flammen aufging. Bei so viel Tragik bleibt dennoch die gute Nachricht, dass der „Zachhaies“ auch im kommenden Jahr wieder in alter Frische zur Stelle sein wird.
Die Schausteller sorgten für den passenden Rahmen.
Autoscooter - ein immer beliebter Klassiker.
Auch das beliebte „Nägelschlagen“ ist Teil der Kirmes in Villip.
Bürgermeister Jörg Schmidt (links) und der Junggesellen- Vorsitzende Fabian Schäfer beim Fassanstich.
