In Eschelbach bleiben die Sitzungen und Zug auf Eis
Keine Session im herkömmlichen Sinn möglich
Umbau der Halle und aktuelle Lage der Grund - Alternativveranstaltung geplant
Eschelbach. Zur Jahreshauptversammlung lud der Eschelbacher Carneval-Verein 1961 e.V. kürzlich seine Mitglieder ein. Der Vorsitzende Thilo Daubach verkündete laut einer Presseinfo keine rosigen Aussichten für die Kampagne 2021/2022. Im kommenden Jahr werde es keine Sitzungen im traditionellen Sinne sowie einen Rosenmontagszug durch die Straßen von Eschelbach geben. „Aufgrund der Sanierung der Waldbachhalle und der aktuellen Lage nehmen wir Rücksicht auf unsere Aktiven und auf unsere Gäste. Wir sind ein Highlight und wollen nicht zum Hotspot werden“, so der Vorsitzende. Auch für das Kerngeschäft des ECV, die beiden Gala-Kappensitzungen, machte Daubach keine großen Hoffnungen. Der Vorstand sieht bei umfangreichen Hygieneregeln, hohen Auflagen und nicht zuletzt die geringe Zahl an Gästen keine Chance für eine traditionelle Kampagne 2022. Angedacht als Alternative ist eine interne Fastnachtsveranstaltung für alle Mitglieder, Freunde und Gönner des Vereins mit der 2G + Regel in der benachbarten Dorfgemeinschaftshalle in Elgendorf. An Fastnachtsamstag soll mit einem Bunten Abend in Form eines Masken- oder Lumpenballes beginnen. Am Sonntag beginnend mit dem allseits bekannten karnevalistischen Gottesdienst und anschließendem närrischen Frühschoppen, wo sich das Bankett des Kinderprinzenpaares - 2022 der etwas anderen Art - anschließt. Im Anschluss ließ Schriftführerin Silke Türk das Jahr noch einmal Revue passieren. Neben wenigen Veranstaltungen zählt der Verein zurzeit 201 Mitgliedern, darunter 24 Ehrenmitglieder, zwei Ehrenvorsitzende und einen Ehrenpräsidenten. Kassiererin Luisa Jung lieferte einen soliden Kassenbestand trotz ausgefallenen Veranstaltungen. Ralph Zöller und Burkhard Görg bestätigten als Kassenprüfer eine einwandfreie Kassenführung. Dem Vorstand wurde daraufhin einstimmig Entlastung erteilt. Für das neue Geschäftsjahr wurde Patrick Pfeil als zweiter Kassenprüfer gewählt. Im Anschluss führte der Vorsitzende auf, welche Auflagen verlangt werden um in der Pandemie Veranstaltungen durchführen zu dürfen. Sollte sich die Lage verbessern, hält der Verein sich weitere Optionen offen.
„Unsere Eschelbacher Fassenacht wie sie auch weit über die Grenzen hinaus bekannt und beliebt ist, lebt von der Nähe zueinander. Diese Nähe diese Geselligkeit und Zusammenhalt finden wir bei den Proben, bei den Tänzen, lachend über unsere Büttenreden, in den Garderoben oder schunkelnd bei unseren Veranstaltungen. An all diese unverzichtbaren Eigenschaften unserer Fassenacht ist zurzeit nur eingeschränkt zu denken. Ähnliches gilt für unsere jährlich stattfinden Veranstaltungen wie unsere beiden Gala-Kappensitzungen, Kinder –und Jugendsitzung, Kinderprinzenbankett und unseren Großen Rosenmontagszug. Abstandsregeln vom Elferrat bis zum Publikum sind einfach nicht einzuhalten. Die geltenden und die evtl.noch kommenden Hygiene- und Abstandsmaßnahmen beim Einlass oder den sanitären Anlagen übersteigen bei weitem unsere Möglichkeiten. Finanziell und wirtschaftlich ist dies nicht zu vertreten. Die Verantwortung geht somit weit über das Ehrenamt hinaus“, so der Vorsitzende.
