Allgemeine Berichte | 15.12.2014

Veterinäramt des Rhein-Sieg-Kreises

Keine Tiere unter den Weihnachtsbaum!

Rhein-Sieg-Kreis. Das Veterinäramt des Rhein-Sieg-Kreises rät dringend davon ab, Tiere an Weihnachten zu verschenken. Denn Tiere sind keine Geschenkartikel! Es sind mitfühlende und leidensfähige Geschöpfe, für die allein ein Umgebungswechsel schon Stress bedeutet.

Kein guter Start

Fällt dieser Wechsel dann auch noch in die hektische und von Familientrubel und Besuchen geprägte Weihnachtszeit, ist das kein guter Start in ein neues Zuhause. Nicht selten wird der Beschenkte vom neuen Mitbewohner regelrecht überrascht und muss nach kurzer Zeit resigniert feststellen, dass er nicht ausreichend auf die Haltung eines Tieres vorbereitet war. So ist es sicher kein Zufall, dass gerade kurz nach Weihnachten besonders viele Tiere in den Tierheimen abgegeben werden. Die Anschaffung eines Tieres sollte deshalb sehr gut durchdacht sein. Nur wer die Ansprüche an Haltung und Pflege seines neuen Mitbewohners kennt, wer über ausreichend Zeit für die Beschäftigung mit dem Tier sowie über Geld für Futter und Tierarzt verfügt, sollte die Anschaffung eines Tieres ernsthaft in Erwägung ziehen.

Erwachsene tragen die Verantwortung

Auch die Versorgung des Tieres im Fall einer Abwesenheit wie zum Beispiel im Urlaub muss sichergestellt sein. Insbesondere Kindern mutet man mit einem geschenkten Tier unter Umständen eine hohe Verantwortung zu, der sie kaum gerecht werden können. Durch falschen Umgang, wie beispielsweise beim Spielen, können Kinder ihren Tieren ungewollt erhebliche Leiden oder Schäden zufügen. Die Betreuung und Pflege eines angeschafften Tieres muss deshalb immer in der Verantwortung eines in der Tierhaltung erfahrenen Erwachsenen liegen. Ein Augenmerk sollte man bei der Anschaffung auch auf sein Wohnumfeld richten.

Tiere können Lärm, Gerüche und Schmutz verursachen, was in einer Wohngemeinschaft das friedliche Miteinander schnell stören kann. In Mietobjekten kann schon durch den Mietvertrag die Möglichkeit der Tierhaltung erheblich eingeschränkt sein. Genug Gründe also, die Anschaffung eines Tieres ausführlich mit allen Betroffenen abzuwägen, und die Ankunft des neuen Mitbewohners gut und gründlich vorzubereiten. „Gerade in den ersten Tagen nach der Ankunft in seiner neuen Umgebung braucht das Tier sehr viel Ruhe. Die stressige Weihnachtszeit, unmittelbar gefolgt vom Jahreswechsel mit der Silvesterknallerei ist hierfür kein gut gewählter Zeitpunkt“, so Dr. Klaus Mann, Leiter der Abteilung Tiergesundheit des Kreisveterinäramtes.

Pressemitteilung

Rhein-Sieg-Kreis

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