Allgemeine Berichte | 07.08.2019

NABU-Stadtranderholung

Kinder erfuhren viel über Wasser

Die jungen Teilnehmer und Teilnehmerinnen erlebten eine spannende Woche.

Die Kinder sowie ihre Eltern und die Betreuer freuen sich über die gelungene Ferienfreizeit.Foto: NABU Meckenheim

Meckenheim. Bei der diesjährigen NABU-Stadtranderholung Meckenheim war das Element Wasser und seine Bedeutung für alles Leben auf unserer Erde das Hauptthema der beliebten Ferienfreizeit. Diese fand bereits zum 18. Mail statt.

Die 133, in sechs Gruppen aufgeteilten, Kinder im Alter von sechs bis 13 Jahren und ihre 24 Betreuer und Betreuerinnen, sechs PraktikantInnen und das Leitungsteam hatten beim Abschiedsfest viel Spaß. Sie konnten den zahlreichen Gästen Bilder ihrer gelungenen Ferienfreizeit zeigen und präsentieren, was alle gemeinsam in den zwei Wochen auf die Beine gestellt hatten. Die Eltern freuten sich sehr über die gut organisierte Ferienfreizeit, den Spaß, den ihre Kinder hatten und die gute Zusammenarbeit. Als Ehrengäste feierten Bürgermeister Bert Spilles und Michael Ginster vom NABU begeistert mit und lobten die langjährige gute Zusammenarbeit der Stadt Meckenheim und des NABU. Bürgermeister Bert Spilles freute sich besonders über die große Zahl der teilnehmenden Kinder, die bei der Freizeit Meckenheim auch als schönen Ferienort kennenlernten. Er unterstrich die Bedeutung der Ausgaben der Stadt für die Kinder- und Jugendarbeit und den Erhalt des Schwimmbades. Denn zum Thema Wasser waren natürlich unter anderem der Wasserspielplatz und auch das Schwimmbad reichlich genutzt worden. Er wies darauf hin, dass es ihm am Herzen liege, dass alle Kinder so schnell wie möglich schwimmen lernen sollten. Wasser sei das primäre Lebenselement für uns Menschen und daher sei das Thema dieser NABU-Stadtranderholung sehr gut gewählt worden.

Stadtranderholungen sensibilisieren für Natur und Umwelt

Michael Ginster von der NABU-Kreisgruppe Bonn hob hervor, dass sehr viele Meckenheimer Kinder bei den NABU-Stadtranderholungen für einen nachhaltigen Umgang mit Umwelt und Natur sensibilisiert würden. „Wenn einer aus dem Leitungsteam nach seinem gerade erworbenen Abitur bereits als Kartierhelfer bei faunistischen Kartierungen bei Windenergieprojekten mitarbeitet, dann ist das wohl Beleg genug dafür, wie sehr die Erfahrungen der NABU-Stadtranderholung bis in die Berufswahl hineinwirken können“, freute sich Ginster. Die älteste Kindergruppe, die „Eisbärengang“, führte auf Grünflächen in der Swistaue, auf denen Teilflächen nicht mehr gemäht worden sind, eine Vergleichsuntersuchung zum Vorkommen von Insekten durch. Sie kescherte auf den ungemähten, blumenreichen Wiesenflächen und den gemähten Rasenflächen in den städtischen Grünanlagen nach Insekten. Dabei fanden sie in den ungemähten Bereichen ein Vielfaches an Schmetterlingen und anderen Insekten. „Es ist toll, dass hier so viele Falter sind“, freute sich Lukas Braun und hofft, dass es weiter so viele Blumen auf den städtischen Wiesen für die Insekten geben wird. Die Kinder der NABU-Stadtranderholung wünschen sich, dass dieser tolle Beitrag der städtischen Grünpflege zum Erhalt einer vielfältigen Insektenwelt in Zukunft weiter ausgeweitet wird.

Von Kindesbeinen an naturbegeistert

Nach den Reden gab es ein großes Dankeschön an das gesamte Team. Fabian Schlachhoff und Tim Roth bekamen als Special für ihre 12-jährige Mitwirkung eine Bildershow. Sie zeigte Eindrücke aus sieben Jahren Teilnahme als Kinder und fünf Jahren Engagement im Leitungsteam. Das Kenner-Bilderquiz langjährig teilnehmende Kinder versus langjährige Betreuer und Betreuerinnen ging unter großem Jubel unentschieden aus und bewies somit, dass beide Teams echte Kenner der Freizeiten sind. Der von Berit Ennen und Lea Knauer selbstchoreografierte Tanz brachte die gute Stimmung auf den Punkt. Deutlich wurden wieder einmal wie viele Menschen sich in den zwei Wochen mit Herz und Verstand um so viele Kinder gekümmert haben.

Eine große Familie

Besonders glücklich war auch die Leiterin, Dipl.-Biologin Silvia Johna. Denn sie sah ihre Hauptziele erreicht, den beteiligten Menschen eine schöne Zeit zu bescheren, den Kindern die Natur am Stadtrand als Wohlfühlort näher zu bringen und sie auf positive Weise für Umweltthemen zu begeistern. „Am schönsten ist die familiäre Verbundenheit bei unseren Freizeiten und dass so viele Kinder viele Jahre dabei sind, dann als PraktikantInnen ins Team kommen und schließlich viele Jahre als BetreuerInnen mitwirken. Es ist so schön, euch Kinder wachsen zu sehen“ schwärmte Frau Johna. Da viele aus dem Team Abitur gemacht haben, wünschte sie allen viel Glück und Erfolg auf ihren weiteren Lebenswegen und natürlich ein Wiedersehen in der NABU-Familie.

Wiedersehen beim NABU

Die anwesenden Gäste ließen sich schnell von der guten Stimmung anstecken und beim anschließenden leckeren, von den Eltern gesponserten Buffet, fand ein reger Austausch über die gelungene Ferienmaßnahme von Stadt und NABU statt. Viele Kinder kündigten bereits an, bei der Herbst-Waldwoche vom 14. bis 18. Oktober und im nächsten Sommer bei den Feuer-Wochen, vom 29. Juni bis 10. Juli, wieder dabei zu sein. Sie wurden prompt von ihren Eltern wieder vorgemerkt. Begeistert waren die Gäste auch von den unterschiedlichen Kreativgalerien. Die Kinder hatten viele Bilder rund ums Thema Wasser und dessen Bedeutung gemalt, den Wasserkreislauf dargestellt und Kläranlagenmodelle gebastelt. Besonders beeindruckend war eine selbst kreierte Erde, auf der die fünf großen Plastikinseln sehr deutlich zeigten, dass dringend etwas gegen die Vermüllung der Meere getan werden muss.

Wasser ist mehr als nur nass

Während der zweiwöchigen Freizeit waren die Kinder rund um das Schulzentrum, im Wald und auf vielen Ausflügen dem Element Wasser auf den Grund gegangen. Sie entdeckten, was Wasser alles kann und wie wichtig sauberes Wasser für alle Lebewesen ist. Ganz nebenbei lernten sie viel über die Flora und Fauna vor unserer Haustür. Begeisterung herrschte auch auf den Ausflügen. Ob mit drei Reisebussen in den Wasserpark des Naturparkzentrums Gymnicher Mühle oder mit dem Fahrrad durch eigene Muskelkraft bis ins vom NABU Bonn betreute Naturschutzgebiet Kiesgrube Dünstekoven und an die Waldau oder den Meckenheimer Wasserspielplatz. Die große Begeisterung war überall spürbar. Nach dem Besuch der Kläranlage, erfrischten sich alle im Rheinbacher Freizeitpark. Die Bachuntersuchung im Swistbach war nicht nur spannend, sondern ebenfalls erfrischend. Sie zeigte jedoch auch, dass die Vermüllung von Gewässern direkt vor der Haustür anfängt und jeder etwas dagegen tun kann. Allen in Erinnerung bleiben werden wohl auch die Wasserschlachten, die bei der großen Sommerhitze immer wieder für Abkühlung sorgten und das leckere Eis.

Geschenke für die Kinder

Zum Abschied wurden die Kinder reich beschenkt. Neben T-Shirts mit Gruppenbildern, auf denen reichlich Unterschriften zur Erinnerung gesammelt wurden, gab es für jedes Kind eine Gießkanne und einen Blumentopf mit Wildblumensamen. Die Kraft des Wassers lässt nun bei allen Zuhause kleine Blumenwiesen wachsen. Somit tragen die NABU-Kinder mit insgesamt 18 Quadratmeter Wiese zum Insektenschutz bei. Nun ist die NABU-Stadtranderholung 2019 vorbei und somit leider auch die schöne gemeinsame Zeit. Doch nach den Ferien ist vor den Ferien und bis zu den Herbstferien sind es nur sechs Wochen. Dann ist es wieder soweit und der NABU Meckenheim sagt wieder: „Herzlich willkommen“. Die Organisatoren freuen sich auf alle, die bei der Herbst-Waldwoche mit auf die Pirsch nach den heimischen Säugetieren gehen.

Pressemitteilung NABU Meckenheim

Die Kinder sowie ihre Eltern und die Betreuer freuen sich über die gelungene Ferienfreizeit.Foto: NABU Meckenheim

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