Allgemeine Berichte | 27.05.2022

Der heimische Forst und seine Vielfalt sind großes Thema der Jugendarbeit

Kinder erleben die Schätze des Waldes

Förster und Waldpädagoge Dietmar Ebi erklärt den Kindern die Geheimnisse des Waldes.  Foto: Stadt Andernach

Andernach. Der Wald mit all seinen unterschiedlichen Facetten, seiner abwechslungsreichen Fauna und Flora und seinen Geheimnissen ist seit zwei Jahren ein wichtiger Baustein der Andernacher Jugendarbeit. Unter dem Motto „Schatzkarte Wald“ erleben die Kinder und Jugendlichen den heimischen Forst in seiner ganzen Vielfalt zu den verschiedenen Jahreszeiten. Aber auch Aspekte wie Naturschutz, Holzwirtschaft, Jagd und Försterei gehören zum Erlebnisangebot dazu. So standen die Ferienfreizeiten der vergangenen Jahre vor allem im Zeichen von Wald und Natur. Diesem Thema widmet sich auch das Angebot für die kommenden Sommerferien. Derzeit laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Dass die „Schatzkarte Wald“ auch bei den Kindern und Jugendlichen sehr gut ankommt, zeigen die vergangenen Ferienfreizeiten. Das Osterferienprogramm fand in diesem Jahr an zwei Standorten statt. Während im Jugendzentrum jeder Tag unter einem anderen Motto stand, bei dem Sport, gesunde Ernährung und Spiel den Mittelpunkt bildeten, ging es am Standort Kell um Natur und Umwelt. Die Kinder lernten die Zusammenhänge im Ökosystem und seine Besonderheiten kennen. Um diese Lerninhalte den jungen Menschen aus erster Hand nahe zu bringen, ist die städtische Jugendarbeit eine Kooperation mit Dietmar Ebi, Förster und Waldpädagoge der Landesforsten Rheinland-Pfalz eingegangen. Gemeinsam mit seinem Assistenten und dem pädagogischen Team der Ferienbetreuung werden Methodik und Didaktik der einzelnen Angebote geplant und durchgeführt.

Im Winter wurden in der Nähe des Keller Schützenhauses gemeinsam mit dem zuständigen Forstamt Bäume gepflanzt, was nicht nur für den Wald, sondern auch für die Kinder einen großen Wert hatte. Dieser Ansatz setzte sich dann während der Osterferien fort. So ging es um den erwachenden Frühling. Die Teilnehmer errichteten sich ein schmuckes „Waldsofa“ als Basislager. Von dort aus startete das Spiel „Futtersuche“ bei dem das Brutgeschehen und die ERnährung der Vögel nachempfunden wurde. Frühblüher kamen zur Sprache und in der „Zeckenjagd“ wurden die meist ungeliebten Tierchen unter die Lupe genommen. Am darauffolgenden Morgen drehte sich alles um die Bäume. Hier lieferte die Praktikantin Anja Allmann ihre gelungene Projektarbeit im Rahmen ihrer Ausbildung zur zertifizierten Waldpädagogin ab. Die Kinder des Ferienprogramms zeigten sich begeistert und nahmen einiges an Wissen mit. Am Nachmittag folgte der Auftritt eines schwarz gekleideten Besuchers, der eine Köhlergeschichte zum Besten gab. Die anschließende Schatzsuche mit den beiden Stadtführerrinnen Elen Schüssler und Sylvia Schwitalla, wurde mit lehrreichem Pflanzen- und Kräuterwissen abgerundet. Der Köhlerberuf stand dann am folgenden Tag noch einmal im Vordergrund, als Dietmar Ebi und sein Team die Herstellung von Zeichenkohle anleiteten. Natürlich wurde diese sofort kreativ ausprobiert und im Anschluss daran besichtigte und kontrollierte die Gruppe die im Winter von den Kindern gepflanzten 50 Eichen.

Natürlich ging dabei jedes Kind, das damals schon dabei gewesen war, auf die Suche nach dem „eigenen Baum“ und freute sich, diesen in gutem Zustand wiederzusehen. Auch die Jagd gehört zum Waldwissen. Doch anders als vielleicht erwartet, fand diese auf Tierspuren statt. Kurz darauf kam es den Kindern zu Gute, dass die Anja Allmann auch ihr Wissen aus der Falknerei beisteuerte. Anhand verschiedener Materialien und Bilder stellte sie unter anderem auch ihren Habicht und ihre zwei Frettchen vor. Spielerisch endete dann die Waldwoche mit der „Blinden Raupe“, einem Vertrauensgang durch den Wald, und mit Bogen- sowie Armbrustschießen, bei denen Konzentration, Sicherheitsdenken und Geschicklichkeit geragt waren.

Pressemitteilung Stadt Andernach

Förster und Waldpädagoge Dietmar Ebi erklärt den Kindern die Geheimnisse des Waldes. Foto: Stadt Andernach

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