Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Verbandsgemeinde Montabaur sieht Gelder für betreuende Grundschule, Ferienbetreuung und Ganztagsschule gut investiert

Kinder sind unsere wertvollste Ressource

Wichtiger Beitrag zur Attraktivität der Stadt und der Region

Kinder sind unsere wertvollste Ressource

In der Mensa an der Waldschule in Montabaur-Horressen: Das Mittagessen ist mehr als reine Nahrungsaufnahme. Die Kinder lernen respektvollen Umgang mit Lebensmitteln und mit ihren Tischnachbarn. Quelle: Verbandsgemeinde Montabaur

11.11.2019 - 14:46

Montabaur. Montabaur und die Ortsgemeinden in der Verbandsgemeinde Montabaur sind als Wohnorte und Lebensmittelpunkt so attraktiv wie nie – gerade für junge Familien. Das liegt nicht zuletzt am guten Angebot für Kinder, die der Kita entwachsen sind und außerhalb der Unterrichtszeiten versorgt werden müssen. Die Verbandsgemeinde investiert jedes Jahr erhebliche Summen für betreuende Grundschule, Ferienbetreuung und Ganztagsschule. Viele Leistungen sind freiwillig.

Das Geld ist bestens angelegt, findet Andree Stein, der Erste Beigeordnete und Schuldezernent der Verbandsgemeinde Montabaur: „Kinder sind unsere wertvollste Ressource. Wenn wir ihnen ein Umfeld bieten, in dem sie lernen können, soziales Verhalten entwickeln und einfach gut aufgehoben sind, sparen wir letztendlich Kosten.“ Neun Grundschulen hat die Verbandsgemeinde in ihrer Trägerschaft; hinzu kommen die Heinrich-Roth-Realschule plus in Montabaur und die Freiherr-vom-Stein-Realschule plus in Nentershausen. Am Standort Montabaur gibt es weitere öffentliche Schulen wie die Anne-Frank-Realschule plus, das Mons-Tabor-Gymnasium, das Landesmusikgymnasium sowie die die Berufsbildenden Schulen, die in der Trägerschaft von Kreis oder Land stehen.


Betreuende Grundschule


Die betreuende Grundschule ist seit mehr als 15 Jahren flächendeckend etabliert. Alle Erst- bis Viertklässler in der VG können vor und nach dem Unterricht beaufsichtigt werden. Das ist vor allem für Eltern mit Teilzeitjobs wichtig: Sie können frühmorgens zur Arbeit fahren und wissen ihre Kinder über Mittag in Obhut. „Das Angebot ist niedrigschwellig und nicht pädagogisch, aber bei der Organisation des Arbeitsalltags oft die Rettung“, sagt Guido Göbel, Fachbereichsleiter Bildung, Soziales, Generationen und Kultur bei der Verbandsgemeindeverwaltung Montabaur. Jedes Jahr gibt es eine Abfrage und eine Anpassung. Wie in einem Puzzle gilt es, die Wünsche der Familien, die örtlichen Gegebenheiten, den ÖPNV und die Stundentafeln zusammenzufügen. Dass dies hervorragend funktioniert, ist vor allem dem guten Zusammenspiel mit den Schulleitungen und den Sekretariaten zu verdanken. Die betreuende Grundschule ist eine freiwillige Leistung, die im Jahr 2018 mit 223.000 Euro zu Buche schlug; davon blieben nach Abzug des Landeszuschusses und der Elternbeiträge 93.000 Euro bei der VG hängen. Der Service kommt derzeit 475 Jungen und Mädchen zugute.


Ferienbetreuung


Ferientage sind wesentlich zahlreicher als Urlaubstage. Diese Erfahrung machen alle berufstätigen Väter und Mütter, oft stellt sich die Frage: Wohin mit den Kids? Auch im traditionsbewussten Westerwald funktioniert das „Modell Oma und Opa“ immer seltener – auch, weil die Großeltern oft selbst noch berufstätig sind. Und was machen die Zugezogenen? Vor allem nach dem Bau des ICE-Bahnhofs wachsen Montabaur und das Umland; zahlreiche Neubaugebiete sind entstanden. Um Familien zu unterstützen, setzt die Verbandsgemeinde – ebenfalls aus freien Stücken - seit 2008 auf eine zentrale Ferienbetreuung, „die in diesem Umfang im nördlichen Rheinland-Pfalz ihresgleichen sucht“, wie Guido Göbel mit Stolz vermerkt.

Inzwischen werden Sommer- und Herbstferien komplett abgedeckt, und zwar täglich in der Zeit zwischen 7.30 und 17 Uhr an den Standorten Montabaur, Nentershausen und Neuhäusel. Das bedeutet kurze Wege für alle Eltern, die ihre Söhne und Töchter für kleines Geld in die Freizeit bringen. Dort sind es neben bekannten Betreuern aus den Grundschulen ältere Schüler und Studenten, die sich kümmern und dafür tariflich bezahlt werden. Beim Programm setzt man vor allem auf die Erkundung der Region: Besucht werden die Freizeitanlage Quendelberg, das Mons-Tabor-Bad, der Waldspielplatz, das Kino, die Stadtbibliothek oder der Wild- und Erlebnispark in Gackenbach. 2010 nahmen 85 Kinder an der Ferienbetreuung teil, in diesem Jahr waren es 189. Die ungedeckten Kosten von 11.500 Euro (von insgesamt 30.000 Euro) werden aus der Kasse der Verbandsgemeinde beglichen.


Die Ganztagsschule


Eine dritte Erfolgsgeschichte ist die Ganztagsschule. Sie wird umgesetzt an den beiden Realschulen in VG-Trägerschaft sowie vier Grundschulen – die beiden in Montabaur (Kernstadt und Stadtteil Horressen) sowie die in Nentershausen und in Neuhäusel. Mit dieser Verteilung wurde wiederum Wert daraufgelegt, dass möglichst alle Interessenten das Angebot wahrnehmen können. Das Konzept Ganztagsschule ist mit Lehrerstunden und einem speziellen Programm hinterlegt, das außer der Hausaufgabenbetreuung je nach Schwerpunkt Sport und Arbeitsgemeinschaften enthält.

Ganz wichtig ist ein warmes Mittagessen. Deshalb ist die Mensa ein Muss. In Nentershausen gehen Grund- und Realschüler im selben Raum zu Tisch. In der Heinrich-Roth-Realschule Montabaur wurde erst 2011/12 das einstige Hausmeistergebäude zur Mensa ausgebaut. Weil man inzwischen dreizügige Ganztagsschule mit großer Nachfrage ist, wird nun erweitert. Der neue, multifunktionale „Speisesaal“ mit 150 Sitzplätzen und zwei Essensausgaben geht Ende 2020 in Betrieb. Die Statistik der Ganztagsschulen spricht für sich: Mit 685 angemeldeten Jungen und Mädchen nimmt im Schuljahr 2019/20 fast ein Drittel aller Schüler/innen teil. Die Kosten summieren sich auf 270.000 Euro, wovon die Verbandsgemeinde 85.000 Euro übernimmt.

Gute Lernbedingungen und beste Betreuung bedeuten noch lange nicht, dass Kinder in einer heilen Welt leben. „Die Ballungsräume sind gewiss Brennpunkte. Aber auch hier im Westerwald leiden Kinder unter Problemen, die das Elternhaus nicht lösen kann, oder unter Konflikten, die auf ihrem Rücken ausgetragen werden“, sagt Andree Stein. Als Beispiele nennt er Mobbing, Scheidung, Krankheit und häusliche Gewalt. Um Jungen und Mädchen zu helfen, denen eine Last auf der Seele liegt und zugleich überforderte Lehrer zu unterstützen, sind an allen Schulen der VG Montabaur Sozialarbeiterinnen vom Kooperationspartner Deutscher Kinderschutzbund präsent – an den Realschulen fest mit je einer dreiviertel Stelle, an den Grundschulen einmal wöchentlich. Das Angebot wird sehr stark genutzt – ein Beweis dafür, wie notwendig es ist. Das Land zahlt einen Zuschuss von knapp 31.000 Euro, der Löwenanteil der Kosten aber bleibt bei der Verbandsgemeinde. Die Schulsozialarbeit war ihr im Jahr 2018 fast 200.000 Euro wert.

Pressemitteilung der

Verbandsgemeinde Montabaur:

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
12.11.2019 02:45 Uhr
juergen mueller

Mit Recht sind Kinder unsere wertvollste Ressource, eine Generation, deren Grundlage für eine gesicherte Zukunft mehr denn je auf dem Prüfstand steht und für die die Politik die Verantwortung trägt, was man im Hinblick auf die vergangenen Jahrzehnte nicht behaupten kann.
Zum jetzigen Zeitpunkt, an dem sich offensichtlich nichts grundlegendes ändern wird, sollte man sich einen Wunsch nach Nachwuchs gut überlegen, da der Politik in ihrer Zukunftsfähigkeit nicht zu trauen und die von ihr gesetzten Schwerpunkte kein Garant dafür ist, einer nachfolgenden Generation eine gesicherte Zukunft zu garantieren.



Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
Weitere Berichte

Evangelische Kirchengemeinde Urmitz-Mülheim

Neues von der Buchmesse

Mülheim-Kärlich. Eintauchen in fremde Welten, den Mörder jagen, neue Länder kennenlernen, sich in andere Menschen hineinversetzen und staunen – all das gelingt mit einem guten Buch. Jedes Jahr werden Tausende von Büchern gedruckt. Fragt sich, welche lesenswert sind oder welche überraschen. mehr...

Insekten müssen geschützt werden - der Natur zu Liebe

Insekten als Freunde

Schenkelberg. Umweltthemen sind zurzeit in aller Munde und einige werden nun denken: „Nicht noch ein Bericht dazu!“ Aber es ist richtig, dass diese Thematik nun konsequent angesprochen und auf alle Bereiche des Lebens bezogen wird. Denn die Menschen spüren immer stärker, dass das krankhafte, anerzogene sowie übertriebene Konsumieren und das damit einhergehende räuberische Ausbeuten und Zerstören der... mehr...

Weitere Berichte

Verbandsgemeinde Selters informiert

Brennholzbestellung

Selters. Aufgrund der derzeitigen Situation in unserer Forstwirtschaft, bietet die Ortsgemeinde in diesem Jahr Fichtenbrennholz in folgenden Varianten an: Brennholz lang an PKW tauglichem Weg sowie Schichtholz 1m grob gespalten an PKW tauglichem Weg. mehr...

Neuer Beirat nimmt Arbeit auf

Sitzung des Beirates für die Belange von Menschen mit Migrationshintergrund Lahnstein

Neuer Beirat nimmt Arbeit auf

Lahnstein. Kürzlich fand die konstituierende Sitzung des Beirates für die Belange von Menschen mit Migrationshintergrund der Stadt Lahnstein statt. Die Mitglieder wurden vom Stadtrat berufen und nun durch den Beigeordneten der Stadt, Jochen Sachsenhauer, zu ihren neuen Aufgaben verpflichtet. mehr...

„Das war Gänsehaut pur!“

Die „Spuren jüdischen Lebens in Bad Ems“ erhalten den Rolf-Josef-Preis

„Das war Gänsehaut pur!“

Berlin. Die Projektgruppe der Klasse 10c „Spuren jüdischen Lebens in Bad Ems“ war zur Verleihung des Rolf-Joseph-Preises eingeladen. Welchen der ersten drei Plätze die Jury der Projektgruppe wohl zugedacht... mehr...

Politik

Verbandsgemeindeverwaltung Selters informiert

Brennholzbestellungen - Terminsache

Selters. Verbindliche Brennholzbestellung für das kommende Jahr müssen bis zum 31. Dezember bei der Verbandsgemeindeverwaltung Selters (online oder postalisch) eingegangen oder bis zu dem oben genannten Termin bei im Rathaus abgegeben sein. mehr...

Diesjährige Haussammlung

Kriegs- gräberfürsorge

Hartenfels. Bei der diesjährigen Haussammlung zugunsten des Volksbundes „Deutsche Kriegsgräberfürsorge“ ist eine Summe von 421,96 Euro zusammen gekommen. Der Ortsbürgermeister weiß alle Spender und die ehrenamtlichen Sammlerinnen und Sammler des Möhnenvereins zu schätzen. mehr...

Verkehrsbehörde VGV

Sperrung K75 Ampel an L304

Selters. Für dringend erforderliche Forstarbeiten muss die K 75 zwischen der Kreuzung L 304 und Weidenhahn in der 51. KW von Montag, 16. Dezember bis Mittwoch, 18. Dezember voll gesperrt werden. mehr...

Sport
Tolle Leistungen der
Neuwieder Judoka

Südwestdeutsche Einzelmeisterschaft im Judo

Tolle Leistungen der Neuwieder Judoka

Maintal. Ende November fand im hessischen Maintal die Südwestdeutsche Einzelmeisterschaft im Judo der Männer und Frauen statt. Für den JC Neuwied starteten drei Neuwieder Judoka. mehr...

Spaß und Bewegung für die ganze Familie

Spvgg 1904/25 Nickenich e.V.

Spaß und Bewegung für die ganze Familie

Nickenich. Spaß und Bewegung für die ganze Familie: Das Eltern-Kind-Turnen der Spvgg 1904/25 Nickenich e.V. erfreut sich großer Beliebtheit und ist momentan voll ausgelastet. Die Gruppe besteht aus 30... mehr...

Auf neuestem Fortbildungsstand

DSV Skilehrer Stefan Puderbach bei Weltcupsieger Skilanglauf Axel Teichmann

Auf neuestem Fortbildungsstand

Oberhof. Gewusst wie - unter diesem Motto fand bei der Landeslehrteam-Schulung der nordischen Landesausbilder aus allen Landesskiverbänden im Deutschen Skiverband in Oberhof am Wochenende ein Technik-Update... mehr...

Wirtschaft
Weitblick, Mut und neue Wege

- Anzeige -Großer Preis des Mittelstandes 2019

Weitblick, Mut und neue Wege

Koblenz. Sie stehen vorbildhaft für die Stärken des Mittelstandes: Hervorragende Unternehmen aus Industrie, Dienstleistung, Handel, Handwerk und Gewerbe würdigt die Oskar-Patzelt-Stiftung jährlich bundesweit... mehr...

Großer Weihnachtsbaumverkauf

- Anzeige -Weihnachten bei Blumen Risse

Großer Weihnachtsbaumverkauf

Region. Es ist wieder soweit! Der Duft von frisch geschlagenen Tannen und anderen Nadelbäumen versetzt uns in vorweihnachtliche Stimmung. In gemütlicher Atmosphäre mit liebevoll drapierter Adventsdekoration... mehr...

Herzlich Willkommen
in der Tagespflege

- Anzeige -AWO Seniorenzentrum Laubach in Koblenz

Herzlich Willkommen in der Tagespflege

Koblenz. Demenzerkrankten Menschen eine hohe Lebensqualität zu bieten und pflegende Angehörige entlasten sind die beiden zentralen Anliegen des neuen Angebotes im AWO Seniorenzentrum Laubach in Koblenz. mehr...

 
Lesen Sie Jetzt:
Umfrage

Stress im Advent - Was sorgt bei ihnen für Vorweihnachtstrubel?

Geschenke kaufen
Wohnung/Haus dekorieren
Weihnachtsmenü planen
Aufstellen und schmücken vom Weihnachtsbaum
Ich habe vorgesorgt und komme gut durch den Jahresendspurt
Einfach nicht aus der Ruhe bringen lassen!
aktuelle Beilagen
 
Kommentare
Uwe Klasen:
Was machen eigentlich die Politikdarsteller und die sogenannten Aktivisten, wenn der aktuelle Klimawandel doch nicht menschengemacht ist? Die Beweislage dahingehend verdichtet sich zusehends!
Antje Schulz:
Wie wäre es, wenn die AfD Rheinland-Pfalz Herrn Bleck mal zu einem Kurs in Organisation, sowie Anstand und Benehmen schickt?
Stefan Knoll :
Angesichts der Tatsache, daß der AfD-Bundestagsabgeordnete Andreas Bleck seine Teilnahme an der Schulveranstaltung noch nicht einmal abgesagt hat, stellen sich folgende Fragen: 1. Hat der AfD-Bundestagsabgeordnete Andreas Bleck ein Organisationsproblem? 2. Hat es der AfD-Abgeordnete Bleck nicht nötig eine Veranstaltung in einer Schule zu besuchen? 3. Hat der AfD-Abgeordnete Bleck keine Lust auf eine Schulveranstaltung wie "70 Jahre Grundgesetz"?
Patrick Baum:
Die AfD Rheinland-Pfalz blamiert sich nahezu täglich aufs Neue. Daß der AfD-Bundestagsabgeordnete Andreas Bleck aus Altenkirchen die Veranstaltung in der Schule noch nicht einmal abgesagt hat, ist ein No-Go. Und dieser Herr Bleck wollte einmal Lehrer werden. Nach fast 20 Semestern Lehramtsstudium hat Herr Bleck die Universität ohne Abschluß verlassen. Zudem hätte Blecks Mitarbeiter Jan Strohe aus Nordhofen bei Selters die Veranstaltung absagen können. Strohe ist Kreisvorsitzender der AfD Westerwald und hat enge Kontakte zum extrem rechten Justin Cedric Salka aus Hachenburg.
Uwe Klasen:
Wenn Physik auf Wunschdenken trifft, gewinnt die Realität. So haben die Stromnetzbetreiber aus Deutschland, Österreich, Tschechien und der Schweiz bekannt gegeben, dass sie ab 2021 den Ladestrom an privaten Ladestationen beschränken (möchten), damit es zu Spitzenzeiten nicht zur Überlastung der Verteilernetze kommt.
Service
LESETIPPS
GelesenEmpfohlen
Anzeige Online bestellen

Geben Sie Ihre Anzeige in wenigen Schritten einfach selbst auf - Rund um die Uhr auf unserer Online-Anzeigenaufgabe! Wählen Sie hier einfach die passende Rubrik aus.