Allgemeine Berichte | 12.12.2016

Gemeinsamer Studientag für Betreuer in Mendig

Kinder verstehen – Kindern helfen

Teilleistungsstörungen- Definition- Diagnostik- Methoden der Förderung waren die Themen

Die Teilnehmer des Studientages erfuhren viel über Diagnostik und Förderung von Kindern mit Teilleistungsstörungen. .Privat

Mendig. Ein gemeinsamer Studientag der betreuenden Grundschule Mendig mit der Grundschule Thür, Rieden sowie den ehrenamtlichen Betreuern der evangelischen Kirchengemeinde fand in diesem Jahr in den Räumlichkeiten der betreuenden Grundschule Mendig statt. Das immer häufigere Auftreten der Erbkrankheit Legasthenie bewog die Mitarbeiter in diesem Jahr, sich mit diesem Thema verstärkt auseinanderzusetzen. Immer häufiger gewinnt es an Bedeutung in der Beobachtung von Kindern, deren Leistungseinschätzung schwer zu deuten oder zu erkennen ist.

Als Referentin konnte Frau Sorger-Dolch gewonnen werden, die selbst von 1980 bis 1999 als Realschullehrerin für Deutsch und Erdkunde unterrichtete. Seit 2000 arbeitet sie in einer eigenen Praxis als Legasthenietrainerin .

Die Unterscheidung zwischen einer Minderbegabung und der Teilleistungsstörung Legasthenie wurde zunächst in einem theoretischen Teil erarbeitet. Auch wie die Auswertung einer Testung von Kindern gelesen werden muss, wurde den Betreuerinnen eindrucksvoll erklärt und geschildert. Der Verfahrensweg bei Legasthenie ist schwierig und bedarf einer guten Zusammenarbeit aller Beteiligten . Anhand vieler Beispiele und Tipps wurden Handlungsanleitungen für die praktische Arbeit aufgezeigt, die helfen, Kinder mit Teilleistungsstörungen besser zu verstehen und einen methodisch anderen Umgang anzusetzen. Den Kindern Motivation und Orientierung zu geben, damit sie sich angenommen fühlen und eine Chance haben, sich weiterzuentwickeln, stand hierbei im konkreten Fokus. Einflussfaktoren für die Lese-Rechtschreib-Leistung wurden erläutert und Hindernisse aufgezeigt. Einer der wesentlichen kompensatorischen Hilfen wird mit dem Einsatz von Lautgebärden angeboten. Wenn man in der Lage ist, durch die Beobachtung der Kinder eine richtige Einschätzung beziehungsweise Diagnostik vorzunehmen, können die Mitarbeiter mit Hilfe der unterschiedlichen Methoden den Kindern ein klein wenig den Alltag erleichtern, und ihnen ein Erfolgserlebnis innerhalb der Hausaufgabensituation ermöglichen.

Die Teilnehmer des Studientages erfuhren viel über Diagnostik und Förderung von Kindern mit Teilleistungsstörungen. .Foto: Privat

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