Kita St. Martin Bassenheim
Kinder wählen ihr „Megafon“
Bassenheim. In der Kita St. Martin wählten die Kinder ihre Vertretung für den Kita-Beirat. Zur Vorbereitung auf die Wahl zieren seit einigen Wochen Plakate, auf denen die Kinderrechte symbolisiert sind, die Räume der Kita. Immer wieder kann man interessanten Gesprächen unter den Kindern lauschen. Sie beschreiben, was sie alles entdecken. Einige Kinder übertragen die Bilder der Tiere auf sich und ihre Familie, andere Kinder füllen ihren Wortschatz mit neuen Worten. Ziel ist es, dass sich Kinder mit ihren Rechten auseinandersetzen. Durch das neue Kita-Gesetz sollen sie auch in der Kita noch mehr gestärkt werden. So bekommen die Kinder zum Beispiel durch eine Fachkraft, die für die Kinderperspektive einsteht, eine Vertretung im neuinstallierten Kita-Beirat.
Innerhalb der Maxi-Vorschulgruppe wurde das Plakat sehr ausführlich besprochen. Viele Kinder waren gespannt dabei, haben einiges mitgenommen und sicherlich auch zu Hause darüber gesprochen. Sie entdeckten Dinge, die ihnen wichtig sind: „Ich möchte auch, dass meine Eltern auf mich aufpassen und ich nicht verloren gehe.“ „Ich spiele gerne mit meinen Freundinnen auf dem Spielplatz.“ „Die Vögel schreien durch ein Mikrofon. Ich will auch, dass mir zugehört wird, wenn ich was sage.“
Auch in den einzelnen Gruppen finden im Alltag solche Gespräche statt. Erzieher:innen kommen immer wieder mit den Kindern ins Gespräch und besprechen kleine Details des Plakates. Zum Beispiel das Recht auf Leben, Entwicklung und Bildung, was zum Beispiel der Schmetterling und die Raupen im Bild darstellen sollen.
Innerhalb der Stammgruppe wurden die drei pinken Vögel ganz genau angeschaut. Sie zielen auf das Recht der Mitbestimmung und der Meinungsfreiheit ab. Sie halten ein Schild mit einem Herz hoch, haben ein Megafon in der Hand und reißen die Schnäbel weit auf. Den Kindern war schnell klar: „Die haben etwas Wichtiges zu sagen und wollen, dass sie jeder hört und sieht.“ Die Kinder diskutierten darüber, wie in der Kita wichtige Entscheidungen getroffen werden und wie sie ihre Wünsche, Ideen und Meinungen einbringen könnten. „Wir laufen mit einem Mikrofon durch den Flur und schreien ganz laut“, oder „Wir malen Plakate, damit das jeder sieht“, waren zwei ihrer Ideen. Natürlich können alle Kinder zu allen pädagogischen Fachkräften mit ihren Anliegen kommen. Im Kreis der Gruppen stellten sich jedoch zwei Fachkräfte vor, die das „Megafon“ der Kinder sein möchten. Die im Kita-Beirat vor allen „anderen Erwachsenen“ - dem Träger, der Leitung, der Elternvertretung und auch der Vertretung der Fachkräfte die Stimmen der Kinder vertritt.
Oliver Van Harten und Katja Niemes stellten sich zu Wahl und erzählten den Gruppen, warum sie sich gut vorstellen können, die Meinung der Kinder zu vertreten. Nun durften die Kinder für sich eine Entscheidung treffen. In einer geheimen Wahl in der „Wahlkabine“ durften die Kinder zwischen zwei Fotos - eins von Olli, eins von Katja - entscheiden und eines davon in die Wahlurne werfen.
Vielen war schnell klar, wen sie wählten. Einigen fiel es schwer, erst einmal nicht zu verraten, wen sie gewählt haben. In anderen Gesichtern sah man viel Spannung. Auch die ganz „kleinen Großen“ überlegten vor der Wahlurne und waren stolz, sich beteiligen zu können. Nach und nach füllte sich die Wahlurne. Das Ergebnis der Wahl hängt im Flur der Kita aus. „Da sind ganz viele Ollis und Katjas.“ „Viel mehr Bilder von Olli, als von Katja.“ Und so ist die Entscheidung gefallen: Die Kinder wählten mit 47 Stimmen Olli als ihr Megafon und somit wird Olli als Fachkraft, die die Perspektive der Kinder, ihre Wünsche, Ideen und Anregungen im Kita-Beirat vertreten.
Neben vielen Gelegenheiten, die den Kindern Partizipation im Kita-Alltag ermöglicht, zeigt Wahl, wie stolz und interessiert Kita-Kinder sind, an Entscheidungen teilzuhaben und wie wichtig es ist, ihre Meinung einzubeziehen.
Bei der Stimmabgabe.
Artikel melden
06.04.: Schwerer Unfall auf der L330: Motorradfahrer nach Unfall mit Pkw schwer verletzt
- Sandra Sattler: Der Zustand der L330 zwischen. Nassau und Zimmerschied ist eine absolute Katastrophe- und das nicht erst seit gestern! Wir sind wohnhaft in Hömberg und werden seit vielen Jahren mit diversen Ausreden vom LBM vertröstet.
- Janek: Wer die Strecke kennt, kann sich den Grund bereits denken … Der Straßenzustand ist dort so schlecht, dass er besonders für Motorradfahrer ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko darstellt. Dem verunglückten...
SPD: „Auf das Wesentliche konzentrieren“
- Siegfried Kowallek: Verwunderlich ist weiterhin, dass die SPD der Neuwieder CDU vorhält, gegen den Unvereinbarkeitsbeschluss der Christdemokraten in Bund und Land im Hinblick auf die Partei Die Linke zu verstoßen. In insgesamt...
- Siegfried Kowallek: Die Nennung von BSW und der Partei Die Linke im selben Kontext ist sachlich nicht gerechtfertigt und damit unredlich. Prominentester linker Befürworter deutscher Waffenlieferungen an die Ukraine ist Bodo...
Bad Neuenahr-Ahrweiler: Manga jetzt in der Stadtbibliothek verfügbar
- Beatrix Biskup: Ich habe Bibliotheken immer geliebt und ich freue mich über jeden Schritt den die Stadtbibliothek in Richtung Zukunft geht und über jede Veranstaltung die diese durchführen würde.
Oberbürgermeister Dirk Meid zum Tod des Schauspielers Mario Adorf
Die Stadt Mayen trauert um ihren Ehrenbürger Mario Adorf
Mayen. Mit seinem Tod verliert unsere Stadt eine der bedeutendsten Persönlichkeiten, die Mayen hervorgebracht hat. Mario Adorf, geboren 1930 in Zürich und aufgewachsen in Mayen, hat von hier aus seinen Weg in eine außergewöhnliche internationale Karriere als Schauspieler gefunden. Trotz seines weltweiten Erfolges ist er seiner Heimatstadt stets eng verbunden geblieben.
Weiterlesen
Zum Tod von Mario Adorf
Ministerpräsident Alexander Schweitzer würdigt Mario Adorf als Weltstar mit rheinland-pfälzischen Wurzeln
Mit großer Betroffenheit und Trauer hat Ministerpräsident Alexander Schweitzer auf den Tod des Schauspielers und Trägers der Carl-Zuckmayer-Medaille, Mario Adorf, reagiert. „Mario Adorf war ein Ausnahmeschauspieler und Weltstar, der seiner Heimatstadt Mayen und dem Land Rheinland-Pfalz stets eng verbunden blieb.
Weiterlesen
VR Bank RheinAhrEifel eG unterstützt traditionsreichen Linzer Klapperlauf seit über 40 Jahren
Gelebte Tradition und Gemeinschaft - Klapperlauf in Linz
Linz. Der Klapperlauf in Linz am Rhein ist weit mehr als ein Brauch – er ist gelebte Tradition, Gemeinschaft und ein eindrucksvolles Zeichen regionaler Verbundenheit. Die VR Bank RheinAhrEifel eG begleitet dieses besondere Ereignis bereits seit über 40 Jahren als verlässlicher Partner und Förderer.
Weiterlesen
