Allgemeine Berichte | 23.08.2017

Kleiner Ort mit großen Ideen

Kirmeswochenende in Züllighoven mit guter Resonanz

Originelles Angebot lockt auch Besucher aus benachbarten Orten

Züllighoven war am Kirmeswochenende Ausflugsziel für die ganze Familie. Fotos: CEW

Wachtberg-Züllighoven. Klein, familiär, aber außergewöhnlich originell präsentierte sich die Kirmes in Züllighoven mitten im August 2017. Bereits seit den 80er Jahren findet das traditionelle Familienevent in Züllighoven statt. In diesem Jahr hat die Jugend am Freitagabend mit der Disco den Startschuss gegeben. Der Rest des Wochenendes gehörte dem allgemeinen Feiern, geselligen Beisammensein und vielen lustigen und originellen Spielen. Auch Bekanntes wie eine Hüpfburg, Ponyreiten und Bogenschießen waren im Angebot. Ungewöhnlich ist allerdings eine neue Disziplin, die erst seit 2016 auf der Züllighovener Kirmes praktiziert wird: das Kistenklettern. Wer hier eine vergnügliche Freizeitbeschäftigung für jüngere Kinder vermutet, liegt völlig falsch. Stattdessen richtet sich dieses Angebot an Kinder ab elf Jahren und Erwachsene. Es gilt, so viele leere Bierkästen wie möglich umgekehrt aufeinander zu einem Turm zu stapeln. Über den Erfolg entscheidet hier nicht die Körpergröße, sondern Geschicklichkeit und Kraft. Denn während des Stapelns muss derjenige, der die Kisten stapelt, auf denselben hinaufklettern. Schlussendlich hängt oder steht der Kletterer, der sich in die luftige Höhe gewagt hat, tatsächlich etliche Meter über dem Boden auf einem einzigen, schwankenden Kistenstapel. Natürlich wird der sportliche Kletterer oder die sportliche Kletterin dabei professionell durch ein Seil, das in einem Klettergurt eingehängt ist, gesichert. Die Kirmes in einem der abgelegensten Dörfer von Wachtberg wird ebenso wie das monatliche Bürgercafé auch von den Bewohnern der umliegenden Dörfer gut angenommen, berichtete der Geschäftsführer des Ortsvereins Züllighoven e. V., Siegfried Vogel. Dass in diesem kleinen Ort viel möglich ist, beweist auch die Tatsache, dass die Kapelle ebenso wie der Dorfsaal in Eigenleistung durch die Bewohner aufgebaut wurden. Das Engagement spiegelt sich auch bei der Kirmes wieder, die tatsächlich rund 10 Leute mit ihren helfenden Händen auf die Beine stellen. Außer den ungewöhnlichen Angeboten steuern auch viele alteingesessene Familien das eine oder andere zum Gelingen des Festes bei. So präsentierte sich in diesem Jahr eine kleine Traktorparade direkt vor dem Dorfsaal. Außerdem hatte Heinrich von Uechtritz wie in fast jedem Jahr ein ganzes Wildschwein gespendet, das sich appetitlich vor den Besuchern auf dem Großgrill drehte. Gleich, ob man als Familie oder allein wegen der Angebote kam, einfach nur Kaffee und Kuchen, oder ein herzhaftes Stück vom Wildschwein genießen wollte, in Züllighoven wurde man an diesem Wochenende in jedem Fall fündig. Für die Kinder gab es zu Hüpfburg und Ponyreiten beim Bogenschießen eine professionelle Anleitung durch den Kursleiter vom AKO-Gymnasium, Robert Ziegler. „Normalerweise kommen Kinder ab acht Jahren in meine Kurse. Manchmal sind allerdings auch Sechsjährige dabei, die bereits bei den ersten Versuchen gute Erfolge erzielen.“ Der Sonntag der traditionellen Kirmes war dem Gerümpelturnier gewidmet. Hierbei traten mehrere bunt gemischte Fußballmannschaften gegeneinander an. Es ging nicht um Spielpunkte, Aufstieg oder ähnlich Ernstes, es ging einfach nur um Spiel, Spaß und Freude. Da das Wetter und die Beteiligung der Bevölkerung mitspielte, konnten die Organisatoren und Helfer der Veranstaltung am Sonntagabend auf ein sehr gelungenes Wochenende zurückblicken

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Kirmeswochenende in Züllighoven mit guter Resonanz

Foto: Chris Weber

Wackelig wurde es für HelmutPaterno bei der 21. gestapelten Kiste.

Wackelig wurde es für Helmut Paterno bei der 21. gestapelten Kiste.

Züllighoven war am Kirmeswochenende Ausflugsziel für die ganze Familie. Fotos: CEW Foto: Chris Weber

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