Allgemeine Berichte | 19.08.2019

Westerwälder Bierfest ging in eine erfolgreiche dritte Runde - Für Bierliebhaber und solche, die es werden wollen

Kleine und große Brauereien zeigten das Ergebnis ihrer Braukünste

Sechs Brauereien kredenzten rund 40 Biersorten

Gesellig saß man auch sonntags noch gern bei einem Bierchen zusammen.Fotos: MIH

Grenzau. Mit dem dritten Westerwälder Bierfest wurden in Grenzau am vergangenen Wochenende wieder Maßstäbe gesetzt. Was vor drei Jahren aus einer Idee von Jörg Schlichter vom Bierland Westerwald entstand und in Kooperation mit Olaf Gstettner von der Zugbrücke umgesetzt wurde, ist bereits nach der kurzen Zeit aus Grenzau nicht mehr wegzudenken.

In diesem Jahr erwarteten die Besucher rund 40 Biere von sechs Brauereien und die Gäste konnten dank der kleinen Verkostungsgläser frei nach dem Motto „Ein kühles Bier, das gönn ich mir!“ einiges an edlen, schmackhaften und süffigen Gebräuen probieren. Auch die vermeintlichen Nicht-Bier-Trinker konnten auf Grund der unterschiedlichen Geschmacksrichtungen die passende Biersorte finden und neugierig wurde gekostet und für gut befunden, was man trank. Natürlich blieb das ausgiebige Fachgesimpel der Bierexperten nicht aus. Im Gespräch mit den Brauereien konnten sich die Gäste über die unterschiedlichen Geschmacksnoten rege austauschen.

Von Mesopotamien bis Grenzau

Übrigens: Der Legende nach ließ 4000 vor Christus ein sumerischer Brotbäcker seinen Teig zu lange in der Sonne stehen. Die Hefekulturen setzten den Gärungsprozess in Gang und es entstand eine klebrige Masse mit berauschender Wirkung. Diese war der Vorläufer des heutigen Bieres.

In einem der ältesten Werke der Weltliteratur, dem Gilgamesch-Epos, welches 2000 vor Christus entstand, findet das Bier ebenfalls Erwähnung.

Besonders in Klöstern wurde im frühen Mittelalter die Bierbraukunst weiterentwickelt. Um die Einschränkungen der Fastenzeit umgehen zu können, bemühten sich die Ordensbrüder darum, ein starkes und nahrhaftes Bier zu herzustellen.

Im 16. Jahrhundert gärte in Hamburg in 600 Brauereien der Gerstensaft.

Mit ihrer Gründung im Jahr 1676 ist die Fohr-Brauerei die älteste Brauerei des Westerwalds.

1835 hatte die erste mit Dampf getriebene Eisenbahn ihre Jungfernfahrt von Nürnberg nach Fürth und hatte Bier als kostbare Fracht geladen.

Inzwischen hat sich das Lieblingsgetränk der Deutschen in mannigfaltige Richtungen entwickelt. Natürlich gibt es bis heute das 1842v on Josef Groll entwickelte Pils als helles Pendant zu der dunklen, damals in Bayern verbreiteten Variante. Heutzutage gibt es jedoch nicht nur die bekannten verschiedenen Biersorten, wie zum Beispiel Weizenbier, Exportbier, Lagerbier, Schwarz- oder Bockbier. Vielmehr werden zusätzliche Bierstile weiterentwickelt. Unter- oder obergäring, fruchtig mit Grapfruit oder Zitrone erfrischt, mit Schokolade hergestellt oder nach Kaffee schmeckend, süß, herb oder würzig. Stour, IPA, Pale Ale, Oak Aged, all diese Richtungen deuten auf eine hohe Diversifizierung in der hohen Kunst des Bierbrauens hin mit dem Ergebnis vieler verschiedener Geschmacksrichtungen.

Weizenblond und Whiskeybier

Weltweit gibt es rund 100 Bierstile und allein in Deutschland werden über 5.000 verschiedene Biere gebraut. Darunter finden sich viele kleinere Brauereien, die auf edle Braukunst spezialisiert sind. In Grenzau präsentierten sich am letzten Wochenende neben der Lahnsteiner Brauerei, der Hachenburger und Vulkanbrauerei auch die Gutsbrüder Brewing Co. und die Munruffer Bierfabrik. Natürlich durfte das Selbsgebraute aus dem Tal, das Brexx, nicht fehlen und es gab eine große Vielfalt an Bieren unterschiedlicher Geschmacksrichtungen zu kosten. Weizenblond, Kräuterbier, Whiskeybier, das im Trend liegende IPA und viele weitere herrliche Biersorten trugen dazu bei, dass das zweitägige Event ein Erfolg war, auch wenn angesichts des eher bescheidenen Augustwetters nicht ganz so viele Besucher den Weg dorthin fanden wie im Vorjahr.

In diesem Sinne kann man sich schon heute auf das nächste Jahr und das vierte Westerwälder Bierfest freuen. Hopfen und Malz, Gott erhalt’s!

Trotz des etwas verregneten Abends ließen sich die Gäste den Spaß nicht nehmen und probierten die leckeren Biersorten.

Trotz des etwas verregneten Abends ließen sich die Gäste den Spaß nicht nehmen und probierten die leckeren Biersorten.

Kleine und große Brauereien zeigten das Ergebnis ihrer Braukünste

Gesellig saß man auch sonntags noch gern bei einem Bierchen zusammen. Fotos: MIH

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