„Stammtisch Domgartenhütte“
Kleines Jubiläum gefeiert
Seit 15 Jahren beliebter Aussichtspunkt über Winningen
Winningen. Jeder Winninger und viele Gäste kennen und schätzen den Aussichtspunkt „Domgartenhütte“ - benannt nach einer örtlichen Weinlage - hoch über dem Ort. Ausreichend viele Hinweisschilder zeigen den Weg zu dieser strategisch gut gelegenen Schutzhütte. Diese lädt Spaziergänger, Wanderer und Teilnehmer an Weinbergs-Trecker-Touren, zu an der an mehreren Wanderrouten liegenden Hütte, zur Rast ein.
Der Blick schweift von hier nicht nur über den Weinort zu Füßen im Moseltal, sondern auch über den Hunsrück, vorbei am Fernmeldeturm Kühkopf bis hin zur Koblenzer Karthause. „Und zu dem auf der linken Seite liegenden funktionierenden Flughafen. Auch das haben wir Berlin voraus,“ heißt es aus den Reihen der Stammtischler. Möglich gemacht haben dieses ein paar Männer die vor über zehn Jahren bei einem Glas Wein zusammensaßen und sich über die Schaffung eines neuen Aussichtspunktes Gedanken machten.
Gesagt, getan, man setzte sich mit der Gemeindeverwaltung ins Benehmen, mit dem Ergebnis, dass diese nicht nur dem Vorschlag entsprach, sondern auch für die Materialbeschaffung aufkam. Die Herren gründeten zeitgleich den „Stammtisch Domgartenhütte“ und gingen zu Werke. In Eigenarbeit entwarfen und bauten sie die Schutzhütte (Betonplatte, Holzhütte, Tisch und Bänke vor der Hütte). Nach teilweiser Begradigung des Aussenbereiches wurden nicht nur störendes Strauchwerk zurückgeschnitten, sondern auch Buschrosen gepflanzt, ein Fahnenmast errichtet und Gras eingesät, sodass sich dem Besucher der heutige Zustand erschließt. Derzeit zählt der Stammtisch zehn rüstige Herren, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, für den sauberen Weiterbestand der Anlage zu sorgen. „Wichtig ist“, so Stammtischmitglied Manfred Hecker, „das Besucher ihren Unrat, ob Verpackungen, Dosen oder Ähnliches nicht liegen lassen, sondern wieder mitnehmen. Eine leere Weinflasche hinunterzutragen dürfte einfacher sein, als eine volle hier hinauf!“ Seit nunmehr 15 Jahren - die Baumaßnahme wurde 2001 abgeschlossen - wird zweimal jährlich gemeinsam Hütte und Umfeld von den Mitgliedern generalgepflegt.
„Ansonsten“, so Gründungsmitglied Ferd Knaudt, „kümmert sich jeder von uns um Sauberkeit von Hütte und Platz beziehungsweise sonstige Arbeiten, wenn diese anfallen. Das funktioniert!“
Vor drei Jahren habe man dann erstmals einen Tannenbaum auf dem Hüttendach angebracht, dessen Beleuchtung in der Weihnachtszeit weithin sichtbar ist. Am 15. Dezember feierte man zünftig den Saisonabschluss und hielt einen Rückblick auf vergangene „15 Jahre Domgartenhütte“ verbunden mit der Hoffnung, dass es noch auf weitere Jahre so weitergehen möge.
