Allgemeine Berichte | 04.12.2018

Zweijähriges Warten auf den Isenburger Weihnachtsmarkt hatte ein Ende

Kleinkunst und Handarbeiten wurden angeboten

In heilige Gewänder waren auch die irdischen Gestalten Claudia Wolter und Fritz Blech geschlüpft. Zusammen mit Esel und Pony symbolisierten sie in der „Lebenden Krippe“ die heilige Familie mit Maria und Josef im Stall.

Isenburg. Der Weihnachtsmann – oder das Christkind, je nach Auffassung – kommen jedes Jahr. Den romantischen Weihnachtsmarkt in Isenburg, eingebettet zwischen Sankt-Katharina-Kirche und Burgruine, gibt es nur alle zwei Jahre. Man möchte nicht gleich von „Entzugserscheinungen“ sprechen in dem Jahr, in dem das kleine Fest nicht stattfindet. Aber der Erwartungsdruck erreicht doch schon beachtliche Höhen. In diesem Jahr gab es endlich wieder die Erlösung für die Freunde des schnuckeligen Weihnachtsmarkttreibens hoch über dem Iser- und Saynbachtal. Zu Hunderten strömten die Menschen auf den Berg über Isenburg, auf den Platz vor der festlich beleuchteten Kirche, zu Füßen der einstigen Isenburg. Die Beleuchtung für die Kirche wurde vor ein paar Jahren für 17.000 Euro aus Spendengeldern angeschafft. Seitdem sponsern Bürger aus Isenburg mit Beträgen von jeweils bis zu 100 Euro jährlich die

Stromkosten für die Beleuchtung.

Wieder war der Nikolaus in Gestalt von Diakon Norbert Hendricks gekommen, um den Isenburger Kindern Geschenktütchen zu geben, 200 an der Zahl. Die Engel Lina aus Isenburg und Anna aus Großmaischeid assistierten dem Kirchenmann, der sagt: „Seit über 20 Jahren verkörpere ich den Nikolaus, in meinen Gemeinden im Kirchenkreis und in Privathaushalten.“ In der prächtigen Kutsche von Olaf Quirmbach aus Sessenhausen mit seinem Zweispänner-Haflingergespann war der Nikolaus den Berg hoch gefahren worden.

In heilige Gewänder waren auch die irdischen Gestalten Claudia Wolter und Fritz Blech geschlüpft. Zusammen mit Esel und Pony symbolisierten sie in der „Lebenden Krippe“ die heilige Familie mit Maria und Josef im Stall.

Selbstgebackene Plätzchen, Weihnachtsdekoration, Schmuck aus altem Silberbesteck, Holzschilder mit lustigen Sprüchen und viel anderes Kunsthandwerk waren an einem der insgesamt 19 weihnachtlich dekorierten Stände zu ergattern. Der ganze Platz unterhalb von Burg und Kirche war mit Holzspänen bestreut, auf denen sich wunderbar warm und weich stehen und gehen ließ. Für Leib und Seele war gesorgt. Weihnachtliche Musik erklang über den Platz. Und der Magen musste dem

Treiben nicht tatenlos zusehen. Die Isenburger Möhnenfrauen hatten wieder ihre legendäre Rindfleisch-Markklößchen-Suppe im Topf und teilten reichlich davon aus. Über 800 Markklößchen hatten sie für den

Weihnachtsmarkt gerollt und gekocht.

Oder man entschied sich für eine knackige Bratwurst oder einen Backfisch im Brötchen. Für die Naschkatzen unter den Besuchern gab es leckere Liköre oder handgemachte Pralinen vom Konditor. Überhaupt gab es fast nur selbstgemachte Dinge zu erstehen auf dem Isenburger Weihnachtsmarkt. Auch Fair-Trade-Produkte waren darunter. Die Isenburger Männer hatten im Wald Mistelzweige gesammelt, die von Werner Schülers Ehefrau Rita zum Kauf angeboten wurden. Ortsbürgermeister Detlef Mohr gab im Gespräch mit „BLICK aktuell“ einen Eindruck von der großen Gemeinschaftsleistung, der von den Isenburgern für ihre alle zwei Jahre stattfindende Veranstaltung erbracht wird: „Die Tüten für die Kinder haben Britta Schüler und Steffi Späth vom Jugendtreff mit weiteren Helferinnen gefüllt. Da sind Mandarinen und Äpfel drin, ein Schokoladennikolaus, ein Bachförmchen, Tee und ein Goldtaler. Die gesamte Veranstaltung wird von der Vereinsgemeinschaft zusammen mit der Ortsgemeinde organisiert. Das sind der Kegelsportverein Grün-Weiß Isenburg, der Gesangverein, der Heimat- und Verschönerungsverein, der Burgenverein, der Möhnenverein und die Frauengemeinschaft. Die meisten Marktständler kommen alle zwei Jahre wieder, weil sie hier sehr zufrieden mit dem Verkauf sind. Zu Beginn des Weihnachtsmarktes hat die Bläsergruppe der Nelson-Mandela-Realschule plus aus Dierdorf gespielt.“ Bei Glühwein und Kinderpunsch verbrachten die vielen Besucher noch viele Stunden auf dem Isenburger Weihnachtsmarkt. Auch ein paar gelegentliche Regenschauer taten der guten Stimmung keinen Abbruch.

Kleinkunst und Handarbeiten wurden angeboten

Festlich beleuchtet thronte die Sankt-Katharina-Kircheüber dem romantischen Isenburger Weihnachtsmarkt.

Festlich beleuchtet thronte die Sankt-Katharina-Kirche über dem romantischen Isenburger Weihnachtsmarkt.

Schöne selbst gebastelte Dekorationen aus Papierund Watte boten diese beiden Frauen in ihrem Stand an.

Schöne selbst gebastelte Dekorationen aus Papier und Watte boten diese beiden Frauen in ihrem Stand an.

In heilige Gewänder waren auch die irdischen Gestalten Claudia Wolter und Fritz Blech geschlüpft. Zusammen mit Esel und Pony symbolisierten sie in der „Lebenden Krippe“ die heilige Familie mit Maria und Josef im Stall.

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